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Galerie: Test Peugeot 508 Facelift

Test: Peugeot 508 Facelift

Löwe besetzt (Kühler-)Grill

14.10.2014

Facelift bedeutet im Sprachgebrauch der Automobilbranche, dass Erscheinungsbild und Technik einer kritischen Betrachtung unterzogen und anschließend, ohne größere Eingriffe ins ursprüngliche Konzept, so renoviert werden, dass ein Außenstehender es erkennen kann. Beim Peugeot 508 ist die Platzierung des Firmen-Logo ein untrügliches Zeichen für die vollendete Überarbeitung: Der Löwe sitzt wieder mitten auf dem Kühlergrill und nicht mehr auf der Motorhaube.

Die veränderte Optik passt zu den Erfolgsnachrichten, die den Positionswechsel begleiten: Laut aktuellem Gebrauchtwagenreport der GTÜ (Gesellschaft für technische Überwachung) wiesen die dreijährigen 508 von allen Mittelklassemodellen, die zur ersten Hauptuntersuchung vorgefahren waren, die wenigsten Mängel und Defekte auf und schoben sich damit  sogar vor Wettbewerber, deren Hersteller ihren Produkten Premium-Qualität bescheinigen.

Das hat sich geändert

Galerie: Test Peugeot 508 FaceliftDie 508-Neuauflage startet also mit Rückenwind. Über die optischen Retuschen hinaus hat ihr Peugeot neue Technik und weitere Assistenzsysteme mit auf den Weg gegeben; die Vielfalt, die Konkurrenz-Fabrikate auf diesem Gebiet auszeichnet, wird allerdings nach wie vor nicht erreicht. Doch immerhin: Man kann den 508  künftig mit Head-up-Display und einem vor Fahrzeugen im toten Winkel warnenden Assistenzsystem bestellen, und die Mittelkonsole ist jetzt mit einem per Fingerkuppe steuerbaren Sieben-Zoll-Display nach 308-Vorbild bestückbar. Die Technik hinter dem Touchscreen ist in der Lage den Wagen mit der Außenwelt zu vernetzen. Außerdem kann man dort beim Rückwärtsfahren unter anderem sehen, was sich hinterm Fahrzeug tut. Die neu hinzugekommene Kamera am Heck ist allerdings nur in der höchsten Ausstattungsstufe serienmäßig an Bord.  

Parallel zum Ausbau der Ausstattungsumfänge hat Peugeot die Motorenpalette überarbeitet: Der 1,6-Liter-Turbobenziner mobilisiert statt maximal 156 PS nunmehr 165 PS - wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer ebenfalls neu in Dienst gestellten Sechsstufen-Automatik. Mit beiden Getriebe-Varianten verbraucht dieses Aggregat im Test nach EU-Norm durchschnittlich 5,8 Liter je 100 Kilometer und ist von insgesamt acht im 508 verfügbaren Motoren der dritte, der die Euro-6-Schadstoffnorm erfüllt.  

Galerie: Test Peugeot 508 FaceliftAbgerundet wird das 508-Angebot von einem Diesel-Hybrid-Modell, dessen 163-PS-Vierzylinder mit einem 27-Kilowatt-Elektromotor zusammenarbeitet, wodurch sich der Verbrauch von Limousine und dem SW genannten Kombi im EU-Test-Zyklus auf 3,3 beziehungsweise 3,5 Liter je 100 Kilometer reduziert. Im - wie alle 508 - 4,83 Meter langen und 1,83 Meter breiten 508 RXH, der  mit einer Höhe von 1,53 Metern optisch in Richtung SUV tendiert, ist diese Antriebskonstellation die einzige derzeit erhältliche.

Das steht auf der Rechnung

In rustikaler Verpackung kostet das Hybrid4-Paket 43.650 Euro; in der gut drei Zentimeter niedrigeren Limousine ist es für 40.400 Euro zu bekommen, im SW wird es nicht offeriert. Die 4 in der Typbezeichnung verweist auf die Möglichkeit, den Hybrid- als Allradantrieb zu nutzen: Wenn der Fahrer in den 4WD-Modus schaltet, wird die vom E-Motor erzeugte Kraft an die Hinterräder geschickt, während der Verbrennungsmotor die Vorderräder antreibt.  

Galerie: Test Peugeot 508 FaceliftAlle anderen Motoren - neben den beiden Benzinern stehen noch sechs Diesel zur Wahl - packt Peugeot ausschließlich in 1,48 Meter hohen Pkw-Karosserien, wobei die Käufer sich zwischen Stufen- oder SW-Heck - Aufpreis: 1.050 bis 1.450 Euro - entscheiden müssen. 79 Prozent der deutschen Kunden wählen die teurere Version, in der 560 bis 1.598 Liter Gepäck (Limousine:  515 bis 1.381 Liter) zu verstauen sind.

Der preiswerteste 508 SW mit 120 PS starker Benziner, der wie der 165 PS-Ottomotor über 1,6 Liter Hubraum verfügt, kostet 26.300 Euro. Ein weitaus größeres Leistungsspektrum deckt Peugeot mit den HDi genannten Selbstzündern deckt ab: Es reicht von 115 bis 204 PS; für die günstigste Diesel-Variante wird der Händler 26.850, für eine Limousine mit Topausstattung und -HDi mindestens 41.050 Euro in Rechnung stellen.

Das ist geplant

Für Kunden, denen die markante RXH-Hülle ge-, der Gedanke, ein Hybridmodell zu erwerben, jedoch missfällt, schult Peugeot den 508 im SUV-Gewand derzeit zum reinen HDi um. Gleichzeitig werden die Franzosen jedoch ihr Dieselhybrid-Angebot ausbauen. Geplant ist, den E-Motor mit einem 180 PS starken HDi zu kombinieren.

 
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