Pariser Autosalon 2014
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Galerie: Test Porsche Cayenne

Test: Porsche Cayenne

Nachgeschärft

11.09.2014

Was soll das denn? Passt das denn überhaupt? Porsche und ein SUV? Die Premiere des Cayenne war 2002 doch von einiger Skepsis begleitet worden. Zwölf Jahre später hat das Modell die passenden Antworten geliefert und sich längst zur wichtigsten Baureihe des einstigen „Nur“-Sportwagenbauers entwickelt. Die Verkaufszahlen sprechen für sich und den Cayenne: 276.000 Exemplare wurden von der ersten und bis 2010 produzierten Generation abgesetzt, mehr als 303.000 Einheiten von der jetzt technisch und optisch gründlich überarbeiteten Nummer 2. Die wird auf dem Pariser Salon ihre Weltpremiere feiern und Ende Oktober bei den Händlern stehen. Dann zu Preisen ab 66.260 Euro.

Für die bekommt man den 262 PS starken 3,0-l-V6-Diesel, gleichzeitig das Volumenmodell unter den insgesamt fünf Cayenne-Versionen. Darunter der völlig neue Cayenne S E-Hybrid, das erste Plug-in-Hybridmodell im Segment der Luxus-SUV.

Noch breiter

Galerie: Test Porsche CayenneDie Designer spendierten dem Modell-Jahrgang 2015 komplett neugestaltete Elemente wie das Bugteil, die Kotflügel und die jetzt deutlich breitere Motorhaube, deren seitlichen Fugen  auf den Kotflügeln sitzen und nicht mehr V-förmig zulaufen. Überhaupt hat man alles unternommen, um den Cayenne noch breiter wirken und damit noch satter auf der Straße stehen zu lassen. So wanderten die größeren Lufteinlässe weiter nach außen, betont auch die neu gestaltete und serienmäßig automatisch öffnende und schließende Heckklappe die Breite des Fahrzeugs.

Die Basis- und S-Modelle fahren mit BiXeon-Hauptscheinwerfern vor, der Turbo ab Werk mit LED-Hauptscheinwerfern. Die LED-Rückleuchten sind viergliedrig ausgeführt, die Auspuffendrohre jetzt im Heckunterteil integriert. Beim Dachspoiler ist die Stufe verschwunden, die Kotflügel wurden schärfer gezeichnet, darunter sitzen Aluminium-Felgen im Mehrspeichen-Design und in der Größen 18 bis 21 Zoll. Das neue Multifunktions-Lederlenkrad verfügt über Schalt-Paddles für die Achtstufenautomatik. Auf Wunsch und gegen Aufpreis lassen sich jetzt auch die hinteren Sitze belüften.

Überarbeitete Motorenpalette

Galerie: Test Porsche CayenneUnter der Motorhaube hat sich eine Menge getan. Der Achtzylinder-Saugerbenziner ist verschwunden und durch einen 3,6-l-V6-Biturbo (ab 80.183 Euro) ersetzt worden. Ein Aggregat, das eigens für die SUV entwickelt wurde und bereits im kleineren Cayenne-Bruder Macan zum Einsatz kommt. Die Trauer über den Abschied vom V8 dürfte sich bei einem Blick ins Datenblatt mehr als in Grenzen halten, macht der neue Motor doch alles besser als der Sauger. So bietet er 20 PS mehr Leistung (420 PS) und 50 Nm mehr Drehmoment (550 Nm), beschleunigt er in nur 5,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und anschließend auf bis zu 259 km/h. Vor allem benötigt er gleich 0,9 l/100 km weniger Kraftstoff.

Mit mehr Leistung und besseren  Sprintleistungen warten auch der 3,0-l-V6-Diesel und der Turbo auf. Der Selbstzünder hat jetzt 262 PS (+17) und 580 Nm (+30) und beschleunigt in 7,2 Sekunden (-0,3 Sekunden) von 0 auf 100 km/h. Das Topmodell punktet mit zusätzlichen 20 PS und 50 Nm Drehmoment (520 PS, 750 Nm), lässt sich 0,3 Sekunden schneller (jetzt 4,4 Sekunden) als bisher auf Tempo 100 beschleunigen und soll sich dennoch mit 0,3 l/100 km weniger zufriedengeben.

Zehn Prozent Hybrid

Galerie: Test Porsche CayenneEinen Verkaufsanteil von immerhin zehn Prozent traut Porsche dem neuen Cayenne S E-Hybrid zu. Dessen 95 PS starke E-Maschine und der 3,0-l-V6-Turbobenziner kommen auf eine Systemleistung von 416 PS und 590 Nm (0-100 km/h in 5,9 Sekunden, Spitze 243 km/h). Rein elektrisch geht es bis zu 36 Kilometer weit und bis 125 km/h schnell. Der deutlichste Unterschied zum abgelösten Cayenne Hybrid aber ist der Verbrauch: Statt 8,2 l/100 km sind es jetzt nur 3,4 l/100 km – vorausgesetzt, man fährt normgerecht nur 100 Kilometer und lädt dann die Batterie wieder auf, der CO2-Ausstoß sank von 193 auf nur noch 79 g/km. Am erfreulichsten aber ist die Preisentwicklung, ist der Neue mit seinen 82.087 Euro doch sogar günstiger als der Alte (83.039 Euro). Ausstattungsbereinigt sind es sogar gut sechs Prozent. (mg/sp-x)

 
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