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Galerie: Test Skoda Fabia Combi II

Test: Skoda Fabia Combi II

Gelungenes Osternest

21.05.2008

Die zweite Auflage des Fabia Combi ist seit Kurzem auf dem Markt. Ob der Tscheche wirklich das hält, was das derzeitige offensive Skoda-Marketing verspricht, sollte in einem ausgiebigen Osterausflug getestet werden.

Zur Vorgeschichte: Um mit Frau und Kleinkind an Ostern zu den Großeltern aufzubrechen, ist mehr nötig als ein profaner Kleinwagen. Irgendwie müssen doch all die Spielsachen, Windeln und andere Utensilien sicher im Auto verstaut werden. Zu diesem Zweck wurde für die Hinfahrt erst noch der größere Bruder des Fabia Combi, der Octavia Combi, hergenommen. Im Hinblick auf den Octavia sei schon einmal soviel gesagt: Der Kofferraum war gerade ausreichend – und der Osterhase sollte ja noch kommen ...

Bitte Platz nehmen

Dann wurde aber der Fabia gegen den Octavia ausgetauscht und beim Einbau des Kindersitzes konnte ich mich schon mal von der angenehmen Sitzhöhe im Fond überzeugen. Das Platzangebot in dem 4,24 Meter langen Raumwunder ist  wirklich ausreichend, dennoch sollte man eher davon abraten, zwei Erwachsene neben dem Kindersitz zu platzieren.

Galerie: Test Skoda Fabia Combi IIFahrer und Beifahrer können sich über den gebotenen Platz nicht beschweren. Die Sitze sind bequem und auch auf Langstrecken kein schmerzliches Hindernis. Die Rundumsicht ist ausgesprochen gut. Ebenso wie die von Skoda gewohnt aufgeräumten Armaturen.

Auch von außen betrachtet muss der Fabia sich keineswegs hinter der Konkurrenz verstecken. Er ist zwar nicht der große Hingucker, aber auf einem dunklen Hinterhofparkplatz muss er dennoch nicht abgestellt werden. Mit ein wenig Chrom in der Front und abgeschrägtem Kombiheck weiß er dennoch optisch Akzente zu setzen.

Nicht so durstig

Galerie: Test Skoda Fabia Combi IIDen 105-PS-Motor kennt man aus dem Volkswagen-Konzern. Auch beim Skoda die gleiche Problematik: der fehlende sechste Gang. Ohne diesen dreht der Motor vor allem ab Landstraßentempo recht hoch und möchte am Schluss noch einmal besänftigt werden.

Innerorts kann man den Fabia dann schon im vierten oder fünften Gang bewegen, ohne dass der 1,6-Liter-Benziner ins Stottern gerät. Verlässt man eine Ortschaft und drückt aufs Gas, dann erreicht er schnell das maximale Drehmoment von 153 Newtonmetern bei 3.800 Umdrehungen. Hier kann man zudem die direkte Lenkung und die komfortable Federung auskosten.

Als akzeptabel lassen wir den Spritverbrauch durchgehen. Ein Kennwert, der zur Zeit wohl eines der wichtigsten Kaufkriterien für zweckmäßige Autos ist. Und mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern (Werksangabe sind 6,9 Liter) ist man bei moderater Fahrweise im grünen Bereich.

Eine Oktave höher

Galerie: Test Skoda Fabia Combi IIAls es am Ende des Osterausflugs daran ging, die Habseligkeiten im Kofferraum zu verstauen, staunten wir nicht schlecht. Denn obwohl der Octavia nominell 100 Liter mehr Kofferraumvolumen hat als der Fabia mit 480 Litern (mit umgeklappter Rückbank sind es 1.460 Liter), hatten wir das Gefühl, dass uns mehr Platz zur Verfügung stehen würde.

Ist der Zielort erreicht, so erleichtert zwar die weit nach oben geöffnete Heckklappe das Entladen, andererseits ist hier die tiefere Ladekante manchmal ein kleines Hindernis. Erfahrungsgemäß fällt die Alltagsbeladung aber meist kleiner aus, deshalb wurde auch daran gedacht, dass man im Kofferraum die Einkäufe an Taschenhaken befestigen oder in diversen Ablagen sicher verstauen kann.

Bezahlbar

Galerie: Test Skoda Fabia Combi IIGerade als junge Familie steht man vor dem Problem der Finanzierbarkeit eines vernünftigen Pkw. Und sollte man nicht mit einer reichen Erbtante beglückt sein, so muss man den Fabia Combi Sport 1.6 auf jeden Fall in seine Kaufentscheidung mit einbinden, denn ab 17.240 Euro bekommt man viel für sein Geld. Der potenzielle Konkurrent, der Peugeot 207 SW, schlägt mit gut 1.090 Euro mehr zu Buche.

Investiert man beispielsweise 180 Euro mehr, dann bleibt einem das Retrogefühl eines manuellen Fensterhebers hinten erspart. Absolut sinnvoll sind die 240 Euro die für die Parksensoren hinten. Das Einparken ist ohne diese Helfer nämlich doch ein wenig tricky. Und da genügend Kopffreiheit auch auf den vorderen Plätzen vorhanden ist, steht einem elektrischen Glasschiebedach für 490 Euro nichts mehr im Wege.

Fazit

Der Fabia Combi ist nicht der Wagen für die besonderen Tage. Aber sollte man an Festtagen dennoch damit zur Verwandtschaft fahren, braucht man im Vorfeld nicht nur auf Gutscheine zu spekulieren, denn der Skoda bietet reichlich Platz für mehr. Im Gegensatz zu den Konkurrenten Peugeot 207 SW und Renault Clio Grandtour weiß der Fabia durch seine innere Größe und auch seinen Preis zu überzeugen.

Galerie: Test Skoda Fabia Combi II

 
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