Elektromobilität-Special
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Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im Dauertest

Test: Smart Fortwo electric drive im Dauertest

Ein Jahr elektrisch

03.02.2015

Mit 333 Kilometern auf dem Tacho rollte er im Februar vom Lkw und begleitet uns seit dem durch den Alltag: der Smart Fortwo electric drive. Wir wollen in diesem Dauertest rausfinden, wie es sich mit einem Elektroauto lebt – und wo die moderne Mobilität an ihre Grenzen stößt. Hier, an dieser Stelle, finden Sie ein Tagebuch, das Sie stets auf dem Laufenden hält. Die aktuellsten Infos finden Sie zudem in unseren Social-Media-Kanälen (Hashtag #dauersmart): Auf der AutoScout24 Facebook-Seite, bei Google+, Twitter und bei Instagram. Folgen Sie uns, und Sie verpassen keine Neuigkeit.

Wenn Sie eine Frage oder einen Kommentar zum Smart Fortwo electric drive haben oder eine Idee, was wir unbedingt mit unserem Dauertester ausprobieren sollten, dann schreiben Sie uns an: dauersmart@autoscout24.com

03.02.2015, 8.457

Er ist wieder weg

Ein Jahr lang hat uns der Elektrosmart nun begleitet, etwas über 8.000 Kilometer haben wir mit ihm zurück gelegt. Und das weitgehend problemlos. Was hat uns der Dauertest also gezeigt? Dass die Elektromobilität funktioniert. Vorausgesetzt, man kann die passende Infrastruktur nutzen. Das war bei uns gegeben, der Smart konnte in der Redaktion geladen werden und hielt in der Regel mit einer Tankfüllung auch das ganze Wochenende durch, denn die in der Stadt zurück gelegten Strecken halten sich tatsächlich im kurzen Rahmen. Musste aber doch nachgeladen werden, stellte uns das hin und wieder vor Probleme. Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist nachwievor nicht ausgereift.

Zwar gibt es in München einige öffentliche Ladesäulen der Stadtwerke und auch von anderen Stromanbietern, doch stoßen diese langsam an Ihre Grenzen - es kommt öfters zu Staus, da es inzwischen doch mehrere E-Autos gibt. Und nicht immer funktionieren die Ladeinrichtungen so, wie sie es sollten. Steht man vor einer Säule, die warum auch immer keinen Strom hergeben will, hilft in der Regel nur das Weiterfahren zur nächsten Station - denn flotte Entstörungsdienste sind zumindest bei den Stadtwerken nicht anzutreffen.

Hinzu kommt, dass mitunter selbst die online abzurufenden Informationen über Standorte und Anschlüsse veraltet sind und man teilweise eine nicht mehr arbeitende Säule vorfindet. Apropos Anschlüsse: Diese stellten auch am Flughafen München ein großes Problem dar. Dort steht nur eine Handvoll Steckdosen bereit und man geht mit der Smart-Fahrt zum Airport ein gewisses Risiko ein, denn für den Hin- und Rückweg reicht der Akku nur, wenn man sehr diszipliniert fährt; gerade die Autobahnetappen saugen äußerst viel Strom aus dem Speicher.

Unser Fazit: Die Elektromobilität ansich funktioniert reibungslos, selbst im eisigen Winter hat uns der Smart nicht im Stich gelassen hat. Wer eigene Lademöglichkeiten hat, in der Arbeit oder zuhause, kann sich getrost auf das Abenteuer E-Auto einlassen und wird binnen kürzester Zeit wahre Freude am Stromern haben. Allen anderen, die auf öffentliche Lademöglichkeiten angewiesen sind, sei allerdings eine große Portion Pioniergeist empfohlen.

28.01.2015, 8.029 km

Warum die Reichweite sinkt

Zu unserem Elektrosmart haben uns mittlerweile schon viele Leserzuschriften erreicht, die wir für Sie hier zusammengestellt haben. Besonders gefreut haben wir uns aber über diese Mail von einem Leser aus Hamburg, der selbst einen E-Smart fährt:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihren großartigen Dauertest. Sie liefern damit eine hervorragende Kaufentscheidungshilfe und helfen aktiv mit, das Thema Elektromobilität in der Bevölkerung bekannter zu machen. Dabei schreiben Sie objektiv, und scheuen positive wie negative Aspekte eines solchen Autos nicht. Klasse.

All das freut mich umso mehr, als dass Ihre Erfahrungen mit meinen persönlichen Erlebnissen absolut übereinstimmen. Meinen Smart ED habe ich nun seit 2 Jahren und bin insgesamt 19.500 km mit ihm im Alltag gefahren. Ich habe mich für ein Elektroauto entschieden, da auch ich dieses Thema (in meinem Bekanntenkreis und darüber hinaus) bekannter machen möchte."

Aber: Unser Leser hat sich nicht nur an unserem Test erfreut, sondern uns gleich noch eine fundierte, ausführliche Erklärung zum Thema "Reichweite bei kalten Temperaturen" mitgeschickt hat, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Schließlich dürfte es für alle E-Auto-Fahrer von Interesse sein, warum die angezeigte Reichweite im Winter in der Regel nicht stimmt!

Geringe Temperaturen bringen grundsätzlich einen höheren Stromverbrauch mit sich, dies ist physikalisch bei Lithium-Akkus (bisher noch) unvermeidbar – allerdings ist der Mehrverbrauch weniger drastisch, als uns die Reichweitenanzeige weiß machen will.  Die angezeigte Reichweite hängt nämlich stark vom Durchschnittsverbrauch der vorherigen Fahrt ab.

Wird nach dem Laden nur eine sehr geringe Reichweite angezeigt, liegt das häufig daran, dass das Fahrzeug bei der vorhergehenden Fahrt nur relativ kurz bewegt wurde (typischerweise innerstädtisch, Berufsverkehr, Stop-and-Go,...), was im Winter zu einem äußerst hohen Durchschnittsverbrauch führt. Denn der Gesamtstromverbrauch setzt sich zusammen aus dem Verbrauch für die Fortbewegung und das Heizen des Fahrzeuges.

Das heißt: Auf den wenigen Kilometern etwa zur Arbeit verbraucht das Auto nicht viel Strom zum Fahren, aber ziemlich viel zum Heizen. Das zusammen ergibt umgerechnet auf die kurze Strecke einen hohen Durchschnittsverbrauch pro Kilometer. Es ist nicht selten, dass eine innerstädtische Kurzstreckenfahrt bei -10 Grad Celsius zu Stromverbräuchen führt, die durchaus 30 kWh pro 100 km und mehr betragen können. Dieser Wert aber wiederum dient als Basis für die Reichweitenberechnung.

Die so errechnete Reichweite ist also nur dann realistisch, wenn auch weiterhin relativ kurze Strecken in der Stadt zurück gelegt werden und bei jeder Fahrt neu aufgeheizt werden muss. Wagt man aber schließlich doch eine Überlandfahrt, stellt man fest, dass der Stromverbrauch deutlich sinkt. Verständlich, da bei einer längeren Fahrt nicht viel mehr Energie zum Heizen verbraucht wird, als auf der Kurzstrecke; ist das Auto einmal warm, reicht wenig Strom, um die Temperatur zu halten. Dieser ähnlich große „Heiz-Verbrauch“ wird nun aber auf deutlich mehr Kilometer umgerechnet und senkt so insgesamt den Durchschnittsverbrauch - und dadurch steigt die Reichweite.

Um das noch ein wenig zu verdeutlichen, haben wir ein kleines Rechenbeispiel aufgestellt:

Angenommen, ein E-Auto fährt bei kalten Temperaturen zehn Kilometer und benötigt dafür zum Fahren insgesamt 1,5 kWh Strom und für das Heizen werden zusätzliche 1,5 kWh Strom benötigt. Insgesamt verbraucht das Auto also auf den zehn Kilometern 3 kWh, was zu einem (rechnerischen) Durchschnittsverbrauch von 30 kWh pro 100 Kilometer führt.

Fährt das gleiche Auto eine Strecke von 50 Kilometern, verbraucht es für das Fahren 7,5 kWh Strom. Das Heizen nimmt in diesem Fall insgesamt nur etwa 2,5 kWh in Anspruch. In Summe werden also 10 kWh verbraucht, was den Durchschnittsverbrauch um ein Drittel auf 20 kWh senkt. Und ganz ohne Heizung wäre das Fahrzeug demnach mit einem Durchschnittsverbrauch von 15 kWh pro 100 Kilometer unterwegs.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestDiese Werte bestätigt übrigens auch unser Dauersmart. Auf der drei Kilometer langen Fahrt in die Arbeit bescheinigte der Bordcomputer heute Morgen einen Durchschnittsverbrauch von 35 kwh. Auf der gesamten bisherigen Teststrecke von rund 8.000 Kilometer waren wir dagegen mit 17.6 kWh/100 Kilometer unterwegs.

Bleibt uns nur, uns noch einmal bei unserem Leser zu bedanken - und nächste Woche die Fahrt zum Flughafen doch zu wagen!

21.01.2015, 7.935 km

Die Kälte schlägt zu

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestDer Dauersmart ist gut ins neue Jahr gestartet, aber nun muss er doch, kurz vor Abschluss unseres Dauertests, noch mit richtig kalten Temperaturen kämpfen. Auf bis zu -15 Grad ist das Thermometer zum Jahreswechsel in München gesunken, und auch die ersten Wochen des Jahres sind – abgesehen von ein paar warmen Tagen – von Kälte geprägt. Das merkt auch der Elektrosmart, dessen Reichweite deutlich in die Knie gegangen ist. Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt quittiert der Stromer beim Abstöpseln von der Leitung mit einer angezeigten Reichweite von nur knapp über 50 Kilometern.

Zwar sind es in der Realität dann doch ein paar Kilometer mehr und und könnte man durch Ausschalten der Heizung auch noch Reichweite generieren; doch unter Null Grad wird es auch mit Sitzheizung frostig im Auto. Und den beschlagenen Scheiben begegnet man ebenfalls am besten mit der Lüftung. Was in dieser kalten Zeit ein paar Kilometer gut macht, ist die Vorklimatisierung: Wenn der Smart an der Steckdose hängt, lässt er sich vorheizen, so dass während der Fahrt nicht wertvoller Batteriestrom verbraucht werden muss, um den Fahrgastraum auf Temperatur zu bringen.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestFür den Alltag in der Stadt - das hat das vergangenen Jahr gezeigt - genügt uns selbst die Hälfte der eigentlichen Reichweite, zumal wir bei Bedarf täglich in der Tiefgarage laden können. Es gibt allerdings auch Einschränkungen: Unter diesen Bedingungen trauen wir uns etwa die Fahrt zum Flughafen momentan nicht zu. Das sind zwar nur gut 50 Kilometer, doch wenn dort keine Steckdose frei sein sollte, käme der Smart nicht mehr zurück...

Sie haben auch ein Elektroauto und haben bei Minusgraden ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann schreiben Sie uns an dauersmart@autoscout24.de

23.12.2014, 7.471 km

Bei zehn Grad kein Problem

Temperaturen von über zehn Grad an Weihnachten? Was der festlichen Stimmung nicht zuträglich ist, freut unseren Dauersmart umso mehr. Schließlich ist Kälte der größte Feind des Elektroautos. Bislang sind wir erstaunlich gut durch den Winter gekommen, die Reichweite liegt bei fünf bis fünfzehn Grad Außentemperatur knapp unter 100 Kilometer. Das ist zwar deutlich weniger als die versprochenen 140 Kilometer, die wir im Sommer auch schon selbst erfahren konnten - für den Alltag ist das aber eine durchaus ausreichende Distanz. Aber: Es soll ja kälter werden. Wir sind gespannt, wie der Kleine mit Minusgraden umgehen kann.

27.11.2014, 7.023 km

Danke!

Wir haben heute Post bekommen von einem treuen Dauertest-Leser, der unseren Smart bei der E-Rallye im Montafon entdeckt hat und wollen Ihnen den Leserbrief natürlich nicht vorenthalten. Haben Sie unseren #Dauersmart auch schon auf der Straße entdeckt?

"Werte Damen und Herren!
Ich freue mich sehr über Ihren Test! Da ich gedenke genau so ein Smart zu kaufen verfolge ich diesen Test mit großer Spannung und ich denke er wird mir beim Kaufentscheid sehr helfen. Interessant ist, dass ich "Euch" bei der Silvretta E-Auto-Rallye in meinem Wohnort in Rankweil gesehen habe, und mir da noch nicht bewusst war, dass ich diesen Test dann im Internet verfolgen werde.
Herzliche Grüße aus Vorarlberg und gute Fahrt!

Bernhard H."

11.11.2014, 6.678 km

Halbe Portion, halber Spaß?

Da steht er also. Halb so lang, halb so schwer, halber Preis und ein Viertel der Leistung. Nur die Sitzanzahl und der kleine Kofferraum erinnern an meinen eigenen Roadster. Reinsetzen, Schlüssel umdrehen und es passiert: nichts. Keine „V6-Lass-uns-Spaß-haben“ Aufforderung aus dem Motorraum, keine altmodische „Auto Emoción, keine Ruf nach „Freude am Fahren“, sondern ein poppig-steriler Innenraum, aufrechtsitzend und zweckmäßig. Das Fahrzeug als Werkzeug um von A nach B zu kommen. Wie die Tram oder der Bus, nur mit Lenkrad.

Aber von A nach B innerhalb der Stadt das kann er hervorragend. Parken, wo sonst keiner parkt. Wendig und dank e-Power schon auf der anderen Seite der Kreuzung, während die Start-Stopp Funktionen der anderen noch überlegen. Die Smart Kernkompetenz ist ganz klar die City und der Berufsverkehr.

Am Wochenende sieht´s leider anders aus. Hallenbad, Supermarkt, Bücherei: passt. Doch für die herbstlich sonnigen Alpen muss das Gefährt gewechselt werden. Denn die erfreulichen Kurven am Sudelfeld machen mit Heckantrieb, Handschaltung und ohne Dach einfach mehr Sinn. Außerdem kommt man dann auch ohne Ladepause wieder nach Hause.

Aber Montag ist dann wieder City-Smart Tag. Schnell noch aufladen – in meiner Tiefgarage gibt´s ja keine Steckdose. Doch Fehlanzeige: die eine Ladesäule in der Nähe ist belegt, die andere außer Betrieb. Da muss sich der Kollege wohl mit 30% Reichweite begnügen.

Mein Fazit: Wir beide sind noch nicht soweit. Wenn ich in ein paar Jahren noch in Stadtnähe wohne und eine Doppelgarage mit eigener Lademöglichkeit haben, dann können wir es gerne nochmal versuchen. (Alexander D. ambitionierter Roadsterfahrer)

04.11.2014, 6.188 km

Guter Durchschnitt

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestAuch wenn es sich derzeit noch nicht so anfühlt: der Winter steht vor der Tür. Die Winterräder sind bereits wieder auf dem Dauersmart montiert und wir sind gespannt, wie er die kalten Temperaturen verkraftet. Als er Ende Februar zu uns kam, war es schon fast wieder frühlingshaft und mit richtig tiefen Minusgraden haben wir bislang noch nicht viele Erfahrungen machen können. Jetzt aber werden wir bald die Vorklimatisierung testen können; hängt der Smart am Strom, kann über die App (oder direkt im Fahrzeug) die gewünschte Temperatur zur anvisierten Abfahrtszeit programmiert werden. Das Heizen erfolgt dann mit Energie aus der Leitung und nicht erst während der Fahrt, was auf Kosten der Reichweite ginge.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestApropos Reichweite: Strecken von 120 Kilometer waren den gesamten Sommer über kein Problem, das Weiteste, was wir erreicht haben, waren 137 Kilometer – nicht schlecht, bei 145 Kilometer Werksangabe. Und auch was den Verbrauch angeht, liegen wir ziemlich gut im Rennen. Daimler gibt einen Normverbrauch von 15,1 Kilowattstunden pro 100 Kilometer an, das entspricht etwa 1,5 Liter Diesel. Nach nunmehr fast 6.000 Kilometern zeigt unser Bordcomputer 16,9 Kilowattstunden im 100-km-Durschnitt an, umgerechnet als nur 0,2 Liter mehr als auf dem Prüfstand ermittelt. Mal schauen, wie sich dieser Wert in der kalten Jahreszeit verändert.

19.08.2014, 4.838 km

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestLogo ist auf jeder Türe noch der Hashtag #Dauersmart zu sehen, über den man sehr schnell zu allen Informationen, rund um den Smart, gelangt. Im Straßenverkehr wurden jedenfalls schon die einen oder anderen interssierten Blicke wahrgenommen.

05.08.2014, 4.593 km

Gemeinschaft der Elektromobilisten

Ich erinnere mich an meine Kindheit: Mein Vater fuhr damals einen Suzuki SJ410. Das Besondere hieran war nicht das Auto, sondern vielmehr die Art einer Gemeinschaft unter den Suzuki-Fahrern. Begegneten diese sich auf der Straße, so wurde gegrüßt und man lächelte sich zu. Heute sitze ich im Smart ED und erlebe dieses besondere Gefühl von damals erneut: Man grüßt sich unter Fahrern von Elektroautos. Es ist schon erstaunlich, wie geschult das Auge der übrigen Elektromobilisten ist, denn sie erkennen mich im fließenden Verkehr. Aber auch ich beginne, mich in diese Gemeinschaft einzuleben und winke im Großstadtverkehr meinen Artgenossen.

Ein mir besonders ans Herz gewachsenes Ritual ist es, abends das Auto in der Münchner Innenstadt aufzuladen. Von der Zapfsäule aus schlendern wir während der Steckdosenzeit zum wenige Minuten entfernten Sebastiansplatz und genießen dort die lauen Sommerabende in einem der zahlreichen Restaurants. Sehr entspannt geht es danach zurück zur Zapfsäule mit dieser ganz besonderen Art von Vorfreude. Denn die Gemeinschaft der Elektromobilisten ist groß und parkt ihre Autos an den wenigen Zapfsäulen. Heute Abend hüpfte das Herz vor Freude, denn unser Smart hat  Freundschaft mit einem i8 sowie einem Tesla geschlossen. Es ist ein sehr schönes Gefühl, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Doch der Tesla war nicht einfach nur ein Tesla. Es ist ein Model S aus Norwegen, der auf der Durchreise neben meinem Smart ED zum Laden Platz genommen hat. Die beiden Piloten berichten mir von ihrer spannenden Fahrt. Sie haben ihre Reise im Vorfeld so geplant, dass ihre Route über möglichst viele Schnellladestation führt. An diesen wird ihre Batterie in knapp einer Stunde nahezu vollständig geladen, wodurch sie eine Reichweite von 250-300 Kilometern bei Autobahntempo in ihren Stromer pumpen. Die kurzen Ladepausen nutzen die beiden dann für eine kleine Rast oder für einen Bummel durch die jeweiligen Städte.

Ihr Ziel sei Rom, welches sie in zwei weiteren Tagen erreichen wollen. Sie erzählen mir, dass sie sich zu Beginn der Reise auf ein modernes Abenteuer eingelassen haben. Mittlerweile jedoch, so erzählen sie, seien die Zweilfel vollkommen verdrängt worden durch die Freude am Fahren und die vielen Erlebnisse ihres spannenden Trips quer durch Europa.

Ich freue mich schon auf den nächsten Halt an „meiner“ Zapfsäule. Bitte, liebe Kollegen, fahrt den Akku leer. (Christian H., begeisterter Elektromobilist)

09.07.2014, 3.835 km

Kleiner Smart auf großer Fahrt

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestUnserem Dauertest-Smart stand ein großes Abenteuer bevor: Wir gingen mit ihm an den Start bei der Silvretta E-Auto-Rallye im Montafon. Drei Tage ging es bergauf und bergab – ein Härtetest für die Batterie. Wie es dem Dauertester ergangen ist und welchen Platz wir bei der Rallye belegt haben, lesen Sie hier.

12.06.2014, 2.731 km

Mag. Sebastian O. aus Wien, Store-Manager:

Apple, Adidas oder Lego – Marken die für starkes Design bekannt sind, bestimmen mein Leben sowohl privat als auch beruflich. Kein Wunder also, dass ich auch den Smart mag - und das von Beginn an. Von dem kleinen, irgendwie zu breiten aber auch knuddeligen Gefährt war ich von Anfang an sehr angetan. Mercedes wollte Ende der 90er Jahre mit dem außergewöhnlichen Smart Geschichte schreiben. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass es damals schon hieß: Der Smart ist das perfekte Stadtauto -  aber so richtig wohl erst mit Elektromotor.

Nun, es hat ein paar Jahre mehr gedauert, bis Smart den kleinen Flitzer elektrifiziert hat. Dafür aber jetzt so richtig.

Als mir angeboten worden ist, den Elektrosauser auszuprobieren, rutschte mir sofort ein Grinsen ins Gesicht. Und das ganz zu recht: Der kleine Flitzer in weiß und grün sieht frisch aus, zieht frisch an und frischt richtig auf. Ein beherzter Tritt aufs Pedal und Porsches und Bentleys sind an der Ampel kleiner werdende Vergangenheit im Rückspiegel. Stop-and-Go erhält mit dem Smart Electric eine ganz neue Dimension: Das Hin- und Herflitzen zwischen Lücken im alltäglichen Stau macht andere Fahrer ohne Frage irre, mich aber einfach nur glücklich. Fast hat der Electric Drive was von Spielkonsole; es sieht auch alles ein wenig so aus und irgendwie fehlt nur noch der Controller.

Vom Smart war und bin ich von Anfang an begeistert. In den Elektro-Smart aber bin ich verliebt. So wenig Auto und so viel Freude - und das ganze noch ökologisch korrekt? Einfach supersmart!

22.05.2014, 2.279 km

Einmal Flughafen und zurück

Unser Dauersmart, der seit heute übrigens auf Sommerrädern durch München rollt, durfte gestern zum ersten Mal einen Ausflug an den Münchner Flughafen machen. Mit einer (angezeigten) Reichweite von mittlerweile stets über 100 Kilometern nach dem Aufladen sollte der knapp 45 Kilometer lange Weg hin und zurück eigentlich kein Problem sein, zumal der Flughafen auch Steckdosen bereit hält.

Mit großer Zurückhaltung pilotiere ich frühmorgens den Smart durch die Stadt; kaum Verkehr und wenig Ampeln sorgen für einen guten Fluss und die Lüftung ist eh ausgeschaltet. Beim Auffahren auf die Autobahn ist gerade einmal ein paar Prozent Strom verbraucht, und die Eco-Anzeige, die mir sagt, wie sparsam ich fahre, weist einen Score von guten 85 Prozent aus - Tendenz steigend.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestSanft stromgebend rolle ich also die Autobahnauffahrt hinauf, um dort mit rund 120 km/h konstant dahin zu gleiten. Das gefällt der Eco-Anzeige, die binnen kürzester Zeit auf 98 Prozent „sparsames Fahren“ steigt. Und auch die Tanknadel wandert nur sehr langsam. Am Flughafen angekommen, habe ich nicht ganz 30 Prozent meines Stromvorrats verbraucht, so dass für den Rückweg eigentlich genug da sein müsste.

Ich beschließe vorsichtshalber trotzdem zu tanken und steuere die Elektro-Parkplätze an, die sich, günstig gelegen im Parkhaus direkt am Terminal befinden. Vier solcher Stellplätze hat es da, drei davon sind belegt. Beziehungsweise nur zwei, denn ein Stromer, ein Renault Zoe, steht abseits daneben auf einem Behindertenparkplatz und zapft mit einem langem Kabel Strom. Denn: Die vier Parkplätze reichen heutzutage schon lange nicht mehr aus; als ich abends zurück komme, drängen sich gar sechs Autos um die Ladestation. Und: Das Problem beobachtet man auch immer häufiger in der Stadt. Allein die Stadtwerke München haben mittlerweile über eintausend Tankkarten ausgegeben, die Anzahl der Ladestationen ist aber nachwievor auf dem Stand von 2009, als ich mir meine Tankkarte besorgte: Rund 20 Ladepunkte gibt es in der gesamten Stadt; hinzu kommen ein paar von Eon und RWE. Das sind lange nicht ausreichend, und immer wieder passiert es, dass man eine Ladesäule vergebens ansteuert.  

Zurück zum Flughafen: Sich einfach auf den Behindertenparkplatz daneben zu stellen, ist nicht die feine englische Art. Gleichwohl für diejenigen, die auf eine frische Ladung Strom angewiesen sind, die einzige Chance. Gerade hier am Flughafen zeigt sich ein generelles Problem der Ladetechnik deutlich: Wer mit dem Flieger verreist, ist in der Regel nicht nur ein paar Minuten, sondern einen Tag oder länger unterwegs. Das Auto aber ist nach wenigen Stunden voll und blockiert fortan unnötig einen Parkplatz. Ähnlich ist es an den öffentlichen Ladesäulen in der Stadt - wenn ich abends zum Essen fahre, und den Smart anstöpsel, ist er deutlich schneller fertig als ich. Eine Lösung dafür haben die Hersteller noch nicht, einzige Ford hat einmal einen „Elektro-Knigge“ veröffentlicht und rät dazu, den Wagen dann doch wegzufahren - in der Stadt mag das gehen, am Flughafen sicher nicht. Hier könnte nur ein Tankwart Abhilfe leisten, der die Autos umparkt, wenn sie voll sind.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestDer Tankwart, den wir uns wünschen, könnte dann auch gleich das Anstöpseln übernehmen, denn am Flughafen München stehen keine schicken Ladesäulen bereit, sondern die Technik sieht aus wie aus dem Elektrobaukasten und sorgt erst einmal für Verwirrung. Ein überdimensionaler Verteilerkasten hält mehrere Steckdosen bereit; nur passt das Schnellladekabel des Smarts in keine der Starkstromdosen, so dass nur das Laden per Schuko-Stecker möglich ist. Für meinen geringen Strombedarf genügt das, doch auch alle anderen Lader stehen wohl vor dem selben Problem, denn alle drängen sich um die Haushaltssteckdosen.

Immerhin: Am späten Nachmittag kam ich zurück und fand unter den wie erwähnt mittlerweile sechs E-Autos den Smart vollgeladen vor und stromerte davon; und machte damit einen Volvo V60 Plug-in-Hybrid-Fahrer glücklich, der sich den Stellplatz sofort schnappte. Den Rückweg in die Stadt, bei rund 25 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein, hab ich schließlich in flotterem Tempo und mit eingeschalteter Klimaanlage zurückgelegt. Und siehe da: Der Smart hat kaum mehr als auf der Hinfahrt verbraucht,. Als ich zuhause ankam, waren noch über 60 Prozent Strom im Akku und der Wagen bescheinigte ein Restreichweite von rund 65 Kilometer. Gut zu wissen, dass die Kühlung weniger Strom frisst als das Heizen: Der Sommer kann also kommen! (Michael Gebhardt)

14.05.2014, 1.903 km

Das erste Mal im E-Smart

Für uns Autotester ist Elektromobilität fast schon alltäglich, für die meisten Autofahrer aber noch ganz weit weg von der Realität. Von Zeit zu Zeit wollen wir deshalb Otto-Normalverbraucher in den Dauersmart setzen, und ihre Reaktionen einfangen: Spontan, direkt und unverblümt. Den Anfang macht Felix S., Redakteur aus Leidenschaft und München:

„Wohin mit dem Schlüssel? Ah, in die Mittelkonsole. Die Automatik geht grob, der Rückblick ist knapp bemessen. Ich sitze zum ersten Mal in einem Smart – in einem grünen e-Smart. Ungewohnt. Wo sehe ich denn meine Stromreserven? Vorsorglich schalte ich das Radio aus: Weniger Entertainment, mehr Kilometer. Ob diese Rechnung aufgeht …?

Der Motor schnurrt, ich komme ans Ziel. Keine Panik auf Kurzstrecken, sage ich mir und drehe das Radio laut auf.“ (Michael Gebhardt)

29.04.2014, 1.781 km

Seit zwei Monaten stromern wir mit unserem Elektro-Smart-Dauertestwagen durch den Alltag. Unsere Erlebnisse können Sie hier im Tagebuch verfolgen, doch inzwischen haben uns auch schon zahlreiche Leserbriefe erreicht, von denen wir Ihnen einige nicht vorenthalten wollen. Die gesammelten Zuschriften finden Sie hier, und wenn auch Sie uns Ihre Meinung mitteilen wollen, schreiben Sie an dauersmart@autoscout24.com.

17.04.2014, 1.545 km

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestSchnell Stromern: Die Autobahn ist eigentlich nicht das Revier eines Smarts. Mit kurzem Radstand, hoher Seitenwindanfälligkeit und nicht gerade Kraft im Überfluss fühlt man sich in der kleinen Kiste ein wenig verloren zwischen all den Lkws und SUVs.

Beim Elektro-Smart kommt noch hinzu, dass derartig flotte Touren den Akku ziemlich schnell in die Knie zwingen: Zwar läuft der Kleine auf der Geraden knapp 140 km/h, doch kann man dabei der Ladestandsanzeige beim Absinken zusehen. Kurze Vollstrom-Eskapaden sind mit dem Smart ED aber durchaus möglich. (Michael Gebhardt)

07.04.2014, 1.273 km

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestLaden verboten: Laut Chargemap.com darf jeder bei Sixt in München Stromtanken - vor Ort aber heißt es, die Ladesäule sei nicht öffentlich. Anscheinend dürfen hier nur Vertreterkombis parken... (Michael Gebhardt)

03.04.2014, 1.255 km

Das Leid mit der Ladekarte

Bereits vor vielen Jahren hatte ich mir bei den Münchner Stadtwerken eine Ladekarte besorgt, die einem Zugang zu den städtischen Ladesäulen verschafft. Damals gab es das Kärtchen gratis, und ich war in der Excel-Tabelle des verwaltenden Mitarbeiters irgendwo in Zeile 30. Inzwischen hat das Tabellenwerk ein wenig mehr Umfang, wird aber nach wie vor vom gleichen Herren verwaltet, bei dem ich zwecks einer weiteren Ladekarte für die Redaktion neulich vorsprach. Inzwischen kostet diese 49 Euro; der Strom ist aber – zumindest momentan – immer noch gratis. Wenn, ja wenn, man welchen bekommt. Denn gleich der erste Versuch mit der neuen Karte scheiterte und die Ladesäule quittierte meinen Tankwunsch mit dem Hinweis: Betriebsstörung. Das alte Kärtchen aber hingegen funktionierte tadellos, an der Säule kann es also nicht liegen.

Ich machte mich erneut auf zu den Stadtwerken, wo man mir zwar eine neue Ladekarte aushändigte, die Schuld aber eindeutig bei der Ladesäule sah. Die Software der Säule würde wohl nicht mit der Karte kommunizieren können – warum auch immer. Und siehe da: An einer anderen Ladesäule funktioniert die (neue) Karte prima.

Nur: Der Ladepunkt, der Ursprung des Leids war, macht weiterhin Probleme. Mit dem Unterschied, dass beim erneuten Versuch weder die neue, noch meine alte Karte funktionierte. Ein Anruf bei der Störungsstelle der Stadtwerke brachte Klarheit: Die Säule wurde ausgetauscht, und gerade noch sei die Herstellerfirma mit dem Aufspielen einer neuen Software beschäftigt - das könne aber noch ein paar Tage dauern... (Michael Gebhardt)

24.03.14, 962 km

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im Dauertest50 Kilometer vom Büro nach Hause - mit dem Elektro-Smart sollte das eigentlich kein Problem sein. Vollgeladen und mit einer angezeigten Reichweite von 115 Kilometern machte ich mich am Freitagabend bei lauen 18 Grad Außentemperatur auf den Weg. Über kurzen Stop-and-Go-Verkehr in der Stadt und einen circa 30 Kilometer langen Autobahnabschnitt stieg die Eco-Anzeige, die verdeutlicht, wie sparsam man unterwegs ist, auf 97 Prozent - die Rest-Reichweite dagegen sank nur um 12 Kilometer. Auch die anschließenden, kurvigen Landstraßen verringerten die Reichweite nur noch um ein paar Kilometer, so dass am Ende der 50-Kilometer-Fahrt noch satte 87 Kilometer übrig gewesen wären – laut Display. Bei optimalen äußeren Bedingungen und einer konstant moderaten Fahrweise kann man also das Reichweitenfenster durchaus erhöhen.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestAm Samstagmorgen wollte ich die öffentliche Stromtankstelle in Dorfen, einer 13.000-Einwohner-Stadt in Oberbayern, testen. Auf Nachfrage im angrenzenden Elektrogeschäft erfuhr ich, dass es hier am Samstag nur bis 14 Uhr Strom gibt, also nur während der Ladenöffnungszeiten - was sich wohl aber ändern soll, so die Aussage des Verkäufers. Da es noch Vormittag war, konnte ich das Laden mit dem Einkaufen verbinden. Doch hier taten sich einige Hürden auf. Nicht nur, dass unter den vier möglichen Steckern der einzige passende, ein herkömmlicher Schuko-Stecker, gefunden werden musste, nein, die Zapfsäule steht auch noch, wie erwähnt, am Elektromarkt, und damit circa 300 Meter von den Supermärkten entfernt. Soll heißen: Der Smart lädt an der Zapfsäule auf, während ich ich quer über diverse Parkplätze meinen Einkauf schleppen musste. Den großen Wocheneinkauf sollte man anders planen.

Vollgeladen ging es schließlich am Montagmorgen, diesmal mit Beifahrer und bei knapp über null Grad Außentemperatur, wieder ins Büro. Bei Kälte und zwei Fahrgästen zeigte nach wenigen Metern das Display bereits 25 km weniger Restreichweite an – und die Rechnerei begann, denn wenn die Kilometer weiterhin so schnell schwinden würden, würde es bis zum Büro eng werden. Aufgrund der feucht-kalten Witterung beschlugen zu allem Übel auch noch die Scheiben und musste ich aus Spargründen natürlich die abgestellte Heizung einschalten, was schlagartig einen Reichweitenverlust von weiteren 15 Kilometern zur Folge hatte. Dennoch war die Angst, liegen zu bleiben, wieder einmal unbegründet: Im Münchner Büro angekommen, verfügte der Smart noch über 42 km Restreichweite. Doch hat mir diese Hin- und Rückfahrt deutlich gemacht, dass man mit einem Elektroauto die Strecke vorher planen ollte und dabei auch ein Auge auf die Wetterbedingungen werfen sollte. Und auf die Öffnungszeiten der Ladesäulen. (Sascha Brauer)

20.03.2014, 847 km

Ladesäulen-Blues

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestNervige 20 Minuten musste ich am Vortag bei mir in der Münchener Au nach einem passenden Parkplatz suchen. So ein Seat Leon ST braucht halt seinen Raum, der in meinen Viertel allerdings recht selten vorrätig ist. Also her mit dem Dauersmart, denn irgendeine Lücke findet man mit dem Kurzen locker. Doch schon bin ich mit den Tücken der E-Mobilität konfrontiert: Obwohl mein Kollege Sascha den Batterie-Zweisitzer in unserer Garage ordnungsgemäß an den Strom angestöpselt haben will, war die Reichweite trotz der eigentlich mehrstündigen Ladezeit auf 44 Kilometer beschränkt. Da hat das Laden wohl nicht funktioniert.

Egal. Für meinen knapp über 3 Kilometer langen Nachhauseweg reicht das allemal und bei mir in der Au hat das Landratsamt am Mariahilfplatz eine der wenigen öffentlichen Ladesäulen mit Umsonst-Strom bereitstehen. Dachte ich. Die Ladesäule war zwar frei, doch die Nutzung des grünen Feigenblättchens der Stadtverwaltung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft: „Nutzung nur während der Öffnungszeiten des Landratamtes“ las ich zu meinem Bedauern auf einem großen, grünen Schild. Zudem müsse man sich noch an der „Infothek“ anmelden. Na toll, jetzt um kurz nach 18:00 Uhr ist das natürlich zu spät.

Also suche ich mir einen anderen Parkplatz und stromer lautlos weiter. Eine sich an der leeren Straße erfreuende Rädlerin hört mich natürlich nicht kommen und nutzt unverdrossen weiter die volle Breite der Fahrbahn. Hallllooo! Zwei Straßen weiter springt mir dann noch eine junge Frau mit weit aufgerissenen Augen beinahe vors Auto, denn beim spontanen Überqueren der Straße hat sie wohl einfach nicht mit mir gerechnet. Wann man wohl in Deutschland anfängt, vom „Leisen Tod“ zu sprechen?

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestAndere Passanten sind weniger ignorant, denn gleich zweimal werde ich noch auf meinem Kurztrip direkt angesprochen: Ob der was taugt? Und dass das Rumstromern doch irre Spaß machen muss. Etc, etc, etc. Hammse recht, die Halbkundigen. Und ich hab meine Parklücke schnell gefunden.

Am nächsten Morgen geht es wieder ins Büro, die Reichweite ist bei meiner Ankunft laut Anzeige auf 38 Kilometer geschrumpft. Wieder an der 230-Volt-Steckdose angeklemmt, zeigt das Display im Kombiinstrument eine Ladezeit von 7,5 Stunden an. Hoffentlich klappt es diesmal. (Mario Hommen)

05.03.2014, 570 km

Seit zehn Tagen ist der Elektro-Smart nun bei uns in der Redaktion, und hat in dieser Zeit bereits rund 240 Kilometer zurück gelegt. Mit circa 24 Kilometern am Tag waren wir damit mehr als doppelt so viel unterwegs, wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Das aber ist auch nicht verwunderlich, denn E-Smart-Fahren macht einfach Spaß. Und es ist ähnlich kommunikativ wie ein Hund: Wenn man parkt, wird man gern von Passanten auf den Stromer angesprochen, andere Verkehrsteilnehmer lassen an der Ampel schon mal die Scheibe runter und stellen Fragen, und auch Kollegen sprechen einen im Aufzug an, weil sie den Smart in der Tiefgarage entdeckt haben.

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestUnd auch das Laden erweist sich nach den ersten Tagen als problemlos. Entweder der Smart tankt in der Tiefgarage Strom (an der Schuko-Steckdose dauert es etwa sieben Stunden von leer bis voll), oder aber er wird an einer der öffentlichen Ladesäulen in München angestöpselt. Dank 22-kW-Bordlader (muss extra bezahlt werden) lässt er sich dort in gut einer Stunde auffüllen. Nur die noch relativ kalten Temperaturen machen ihm zu schaffen. Momentan hat es in München morgens um die Null Grad, und die Reichweite liegt bei 80 bis 100 Kilometer - eine deutliche Abweichung von den versprochenen 145 Kilometern. Wir sind gespannt, wie sich das im Frühling mit steigenden Temperaturen entwickelt. Dann braucht es auch die Heizung nicht mehr, die, wenn man sie einschaltet, schlagartig rund 25 Kilometer Reichweite frisst. (Michael Gebhardt)

24.02.2014, 333 km

Er ist da! Soeben ist unser Smart Dauertester vom Lkw gerollt. Und schon am ersten Abend stellt sich vor der Heimfahrt die Frage: Reicht der Strom? Das dürfte wohl die am häufigsten gestellte sein, in Bezug auf Elektroautos. Dabei ist die Reichweitenangst doch eigentlich unbegründet: Zumindest rein rechnerisch schafft der Smart Fortwo electric drive 145 Kilometer – soviel fährt kaum ein Städter an einem Tag. Im Gegenteil, die meisten Fahrten dürften sich auf wenige zehn Kilometer beschränken.

Die wichtigsten Daten   Smart Fortwo electric drive
Dauerleistung:   35 kW (48 PS)
Maximalleistung:   55 kW (75 PS)
Max. Drehmoment:   130 Newtonmeter
Höchstgeschwindigkeit:   125 km/h
0-60 km/h:   4,9 Sekunden
0-100 km/h:   11,5 Sekunden
Antriebsart:   Heckantrieb
Leergewicht:   975 kg
Reichweite:   145 km
Akku:   Lithium-Ionen
Akku-Kapazität:   17,6 kWh
Stromverbrauch:   15,1 kWh/100 km (kombiniert)
Preis:   ab 23.680 Euro (inkl. Akku)

Galerie: Test Smart Fortwo electric drive im DauertestWir wollen in den kommenden zwölf Monaten herausfinden, ob die Angst wirklich fehl am Platz ist, und wie weit der Smart in der Praxis tatsächlich kommt. Nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, wenn kalte Temperaturen und der Heizlüfter dem Akku das Leben schwer machen. Außerdem werden wir verschiedene Lademöglichkeiten testen: Wie gut ist das Netz an öffentlichen Ladesäulen? Und wie einfach oder kompliziert ist die Bedienung? Und wir wollen wissen, wo die Elektromobilität an ihre Grenzen stößt, also wie oft wir auf andere Verkehrsmittel umsteigen müssen. (Michael Gebhardt)

Diese – und noch viele weitere Fragen – werden wir Ihnen in den nächsten 12 Monaten beantworten.

 
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