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Galerie: Test Suzuki Grand Vitara Fünftürer

Test: Suzuki Grand Vitara Fünftürer

Länger ist besser

12.06.2006

Kurz und gut, lautete unser Fazit zum dreitürigen Suzuki Grand Vitara. Gestört hat uns letztlich der superenge Fond, der müde 1,6-Liter-Benzinmotor und der Umstand, dass der Allradantrieb beim kleinen Benziner ohne Sperren auskommen muss. Diese Scharten könnte der fünftürige Grand Vitara mit seinem längeren Radstand auswetzen, denn als 1.9 DDiS protzt er mit einem kräftigen Diesel und einem aufgewerteten 4x4-Antrieb.

Der große Grand Vitara kommt auf eine Gesamtlänge von 4,44 Meter und ist damit 44 Zentimeter länger als der Dreitürer. Dieses Plus bedeutet mehr Platz in der zweiten Sitzreihe und einen bedeutend größeren Kofferraum. Bein- wie Kopffreiheit fallen überraschend üppig aus.

Galerie: Test Suzuki Grand Vitara FünftürerIm Reisemodus bietet der Fünftürer ein passables Ladevolumen von 398 Liter - Welten mehr als der Dreitürer mit seinen mickrigen 184 Liter. Maximal nimmt der lange Grand Vitara 1.385 Liter mit und darf als Diesel bis zu 405 Kilogramm zuladen. Ein bekanntes Problem ist die seitlich öffnende Hecktür, die für europäische Verhältnisse „falsch“ angeflanscht ist. Sie schwenkt beim Längsparken zur Gehsteigseite hin und steht somit im Weg.

Variabel und heimelig

Galerie: Test Suzuki Grand Vitara FünftürerDer Umbau vom Fünfsitzer zum Packesel geht dagegen leicht von der Hand: Lehne umklappen, an der Schlaufe ziehen und das zusammengefaltete Hockerpaket nach vorne klappen. Unschön: Die Kinematik rastet nicht ein, das Gestühl muss mit einem Gurt an den der Rückseite des Vordersitzes befestigt werden.

Fahrer und Beifahrer thronen hoch oben auf einen Tick zu weichen Sesseln mit etwas zu kurzen Sitzflächen. Schade auch, dass sich das Lenkrad nicht längs verstellen lässt. Ansonsten ist der Wohlfühlfaktor hoch. Das klar designte und aufgeräumte Armaturenbrett gefällt ebenso wie die hochwertig anmutenden Kunststoffoberflächen. Ganz knisterfrei ist die Pracht allerdings nicht.

Komfortabel und kraftvoll

Galerie: Test Suzuki Grand Vitara FünftürerBestnoten gibt es für die präzise Lenkung und das omnipotente Fahrwerk. Letzteres vereint hohen Federungskomfort und geringe Seitenneigung in Kurven. Und gibt selbst auf holpriger Piste kaum einen Mucks von sich. Das hat uns schon beim Dreitürer beeindruckt. Umso besser, dass der Fünftürer auch noch serienmäßig mit ESP ausgeliefert wird.

Der 129 PS und 300 Nm starke 1,9-Liter-Common-Rail-Vierzylinder geht kräftig, aber nicht sonderlich kultiviert zu Werke. Nachdem das kleine Anfahrloch überwunden ist, zieht der 1.9 DDiS ab 2.000 Touren mächtig an. Er gibt bis 4.000 U/min gleichmäßig Leistung ab, klingt dabei aber mitunter ein wenig nach Lastwagen. Die Fahrleistungen sind passabel, in rund 13 Sekunden beschleunigt der 1,7-Tonner auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 Km/h. Der Verbrauch des rußgefilterten Dieselmotors (serienmäßig) geht ebenfalls in Ordnung, schwankt je nach Fahrweise und Streckenprofil zwischen acht und 16 Liter (bei anhaltendem Volllastbetrieb).

Ein echter Offroader

Galerie: Test Suzuki Grand Vitara FünftürerAbseits befestigter Wege kommt der Grand Vitara weiter als seine SUV-Konkurrenten, denn der Suzuki ist ein echter Geländewagen. Sein permanenter Allradantrieb schickt im Normalfall (Schalterstellung 4H) 47 Prozent der Antriebskraft an die Vorder- und 53 Prozent an die Hinterachse. Im 4H-Lock-Modus lassen sich die beiden Achsen starr verbinden. Mit dem 4L-Lock-Modus steht zudem eine Geländeuntersetzung zur Verfügung.

Erhältlich ist der fünftürige Grand Vitara 1.9 DDiS ab 25.990 Euro (Ausstattungslinie Club). Das Topmodell Comfort kostet 2.000 Euro mehr, bietet dafür aber eine Vollausstattung. Klimaautomatik, CD-Radio mit Navigationssystem, schlüsselloses Startsystem, Sitzheizung, 17-Zoll-Alufelgen, Partikelfilter und ein umfangreiches Sicherheitspaket (u.a. ESP und Airbags rundum) sind serienmäßig an Bord.

Fazit

Kurzer Benziner oder langer Diesel? Wenn man die zusätzlichen 8.000 Euro zur Verfügung hat, sollte die Entscheidung leicht fallen: Länger ist definitiv besser. Naturgegeben bietet der fünftürige Grand Vitara mehr Platz im Innenraum. ESP ist hier serienmäßig mit dabei, ebenso der Partikelfilter für den 1,9-Liter-Turbodiesel und ein permanenter Allradantrieb inklusive Sperren und Untersetzung. Der Motor hat leistungsmäßig keinerlei Probleme mit dem großen Suzuki. Am Geräuschpegel sollte allerdings noch gefeilt werden - schließlich ist der Grand Vitara alles in allem ein überaus wohlerzogener Geländewagen.

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