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Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiS

Test: Suzuki Splash 1.3 DDiS

Auf Blickfang

07.08.2008

Im Film „Splash – eine Jungfrau am Haken“ verguckt sich Tom Hanks, nach einem Sturz ins Meer, in eine bildschöne Meerjungfrau. Nicht im Wasser, aber dafür auf der Straße, sorgt der Suzuki Splash für verdrehte Hälse. Vor allem die Blicke der Frauenwelt zieht der Japaner an, schließlich erfüllt der Minivan die Kriterien des Kindchenschemas. Wir haben getestet, ob der Splash mehr kann, als nur putzig aussehen.

Rein optisch überzeugt der mit dem Opel Agila baugleiche Suzuki Splash auf den ersten Blick. Anders als sein Vorgänger, der Wagon R+, trägt der Neue nicht nur den gefälligeren Namen, sondern auch das schickere Blechkleid: Splash heißt übersetzt Spritzer, und mit spritzig lässt sich das Design am besten beschreiben. Seine großen, mandelförmigen Augen muss man – oder besser frau – wohl einfach putzig finden und das steile Heck mit senkrechten Rückleuchten bildet einen pfiffigen Abschluss.

Parklückenfreundlich

Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiSZwar ist der Suzuki um rund zwanzig Zentimeter gewachsen, doch sind seine gut 3,70 Meter immer noch äußerst parklückenfreundlich. Unverändert blieb der Radstand von 2,36 Metern, der schon im Vorgänger für ein üppiges Platzangebot sorgte. Das konnte sich der Neue bewahren, vorne wie hinten bietet er ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Selbst Beifahrer über einen Meter neunzig sitzen im Fond noch komfortabel, wozu nicht zuletzt das straff gepolsterte Gestühl einen großen Teil beiträgt.

Der Fahrer nimmt in einem gut verarbeiteten Kunststoff-Cockpit Platz. Trotz des nur höhenverstellbaren Lenkrads lässt sich schnell die richtige Sitzposition finden. Hinter dem dünnen, aber griffigen Volant, ist mittig ein einziges Rundinstrument platziert: der Tacho mit integriertem Reiserechner (nicht in der Basisversion). Ab der mittleren Ausstattungslinie kommt noch ein kleiner Satellit hinzu, der Drehzahlmesser.

Viele Fächer

Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiSSieht man von den zu weit vorne positionierten Türgriffen ab, sind im Splash alle Schalter, Tasten und Hebel griffgünstig angebracht. Wie es sich für einen anständigen Kleinfamilien-Stadttransporter ziemt, wartet der Splash mit einer Vielzahl von Ablagen auf, die allerhand Kleinkram aufnehmen. Besonders praktisch ist das große Fach über dem Handschuhkasten, in dem selbst ein umfangreicher Reiseatlas verschwindet.

Die von uns getestete Comfort-Ausstattung verwöhnt den Käufer nicht nur mit einem serienmäßigen, MP3-fähigen CD-Radio, sondern liefert dazu gleich noch die Lenkradtasten zur leichteren Bedienung. Die hochwertigste Version des Splash ist nahezu komplett ausgestattet: Klimaanlage, Lederlenkrad, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Sitzheizung vorne, Nebelleuchten und 15-Zoll-Aluräder sind Standard. Elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung, gibt es sogar schon in der Basis. Allerdings rollt das Einstiegsmodell ohne ESP vom Band.

Basis ohne ESP

Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiSDabei sollte das elektronische Stabilitätsprogramm auch im kleinsten Wagen vorhanden sein sollte. Denn auch der Basis-Splash kann schon bei einem Ausweichmanöver ins Schleudern kommen – selbst wenn das Fahrwerk des Minivans grundsätzlich eine gute Figur macht. Suzuki ist der Spagat zwischen Fahrdynamik und Komfort gelungen, das straffe Fahrwerk sorgt für ausreichend Stabilität ohne die Bandscheiben der Passagiere übermäßig zu strapazieren. Kurze Stöße dringen schon ob des kurzen Radstands freilich spürbar durch, doch der Gesamtkomfort gefällt.

Neben zwei Benzinern bietet Suzuki den Splash mit einem 1,3 Liter großen Selbstzünder an, für den wir uns in unserem Test entschieden. In seinen vier Zylindern erzeugt das etwas rau laufende Common-Rail-Aggregat 75 PS. Dazu gesellt sich ein ordentliches Drehmoment von 190 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.250 Umdrehungen, das den Diesel zum durchzugsstärksten Antrieb im Programm macht. Problemlos erreicht der Suzuki die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h. Sich an die Herstellervorgabe von nur 4,5 Litern Diesel je 100 Kilometer zu halten, fällt ihm da schon schwerer. Unser Testwagen konsumierte knapp über sechs Liter des flüssigen Golds.

Kleiner Wendekreis

Serienmäßig kommt der Suzuki mit einer geschwindigkeitsabhängigen, elektromechanischen Servolenkung, die den Splash zielsicher um die Kurve zirkeln lässt. Geschwindigkeitsabhängig heißt, das der Grad der Servounterstützung mit steigendem Tempo abnimmt, um so - auf der Autobahn etwa - mehr Stabilität zu gewährleisten. Beim Einparken hingegen wird der Fahrer weitaus stärker unterstütz, was das Rangieren spürbar erleichtert. Die gute Rundumsicht und der äußerst kleine Wendkreis von weniger als zehn Metern tun ihr übriges.

Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiSIst der Splash erst einmal in der Parklücke, steht der Shopping-Tour nichts mehr im Wege. Nur wollen die erstandenen Einkäufe schließlich auch verstaut werden. Ab der mittleren Ausstattungslinie ist die Rückbank im Verhältnis 40 zu 60 geteilt umlegbar, in der Basis kann sie nur am Stück weggeklappt werden. So lässt sich der bei voller Bestuhlung eher kleine Kofferraum von nur 178 Litern auf bis zu 1.050 Liter erweitern. Die beiden höherwertigeren Ausstattungen bieten zu dem ein zusätzliches Fach unter dem Kofferraumboden, das Kleinigkeiten aufnehmen kann, zudem erleichtert die tiefgezogene Heckklappe das Beladen.

Jetzt gilt es nur noch, den Preis zu diskutieren. Bereits ab 9.990 Euro ist der Splash erhältlich – als Benziner in der Basisversion. Für den von uns getesteten Diesel müssen mindestens 14.700 Euro bezahlt werden. In der kompletten Comfort-Ausstattung sind es sogar 16.000 Euro, die man auf den Tisch legen muss, plus 325 Euro für die Metallic-Lackierung. Und damit entspricht der Suzuki ziemlich exakt dem Preis des günstigsten VW Golfs.

Fazit

Spritzig, frisch und praktisch tritt der Suzuki Splash auf und hat gute Karten, so vor allem die Damenwelt zu erobern. Als wendiger Flitzer sammelt er Punkte im Großstadtgewimmel und bei der Parkplatzsuche. Er bietet ausreichend Platz für fünf Passagiere und kann bei umgeklappter Rückbank ordentlich Gepäck aufnehmen. Der getestet Dieselmotor passt zum flinken Charakter des Suzuki, ist aber kein ausgesprochener Sparmeister. Zudem ist der Splash in dieser Konfiguration bei weitem kein Schnäppchen mehr.

Galerie: Test Suzuki Splash 1.3 DDiS

 
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