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Galerie: Test Suzuki SX-4

Test: Suzuki SX-4

Kleiner Macho

27.11.2006

Fernbeziehungen sind keine Seltenheit, auch in der Automobilindustrie. Und die Romanze zwischen Suzuki und Fiat brachte erfolgreichen Nachwuchs zutage. Gleich Zwillinge: Der eine heißt Fiat Sedici, der andere Suzuki SX4. Die Gene sind klar verteilt, die Japaner bauen das Auto, die Italiener liefern den Dieselmotor. Der verhilft dem Suzuki zu südländischem Temperament.

Galerie: Test Suzuki SX-4

Der italienische Selbstzünder im japanischen SX4 erweist sich als Leckerbissen. Zwar dieselt das Aggregat mit serienmäßigem Partikelfilter ziemlich laut vor sich hin, doch passt die Geräuschkulisse bestens zum Offroad-Auftritt des Suzuki. Aus 1,9 Liter Hubraum schöpft er 120 PS, bei 2.000 Umdrehungen wuchtet der drehfreudige Motor 280 Newtonmeter auf die Kurbelwelle.

Raue Kraft

Galerie: Test Suzuki SX-4Vor allem der spontane Antritt und der gute Durchzug aus dem Drehzahlkeller heraus sprechen für den rauen Diesel. In 11,2 Sekunden beschleunigt er den rund 1,4 Tonnen schweren SX4 auf Tempo 100. Gleichmäßig geht’s weiter Richtung Höchstgeschwindigkeit bei 180 km/h - für einen „Gerade-noch“-Kleinwagen (4,10 Meter Länge) vollkommen ausreichend.

Überhaupt hinterlässt der Suzuki einen guten Fahreindruck. Das manuelle Sechsganggetriebe gefällt mit seiner optimalen Abstufung. Der Schaltknauf liegt gut in der Hand, die Gänge flutschen problemlos durch die kurzen Gassen. Nur wenn der Motor kalt ist hakelt es hin und wieder ein bisschen. Eine Automatik ist nicht lieferbar.

Für Kurven und Geraden

Galerie: Test Suzuki SX-4Gut austariert präsentiert sich das Fahrwerk. Sportlich genug, um Kurven auch mit hohen Tempi ohne große Seitenneigung durchfahren zu können und trotzdem so komfortabel, dass Unebenheiten gut gedämpft werden. Ins hoppeln gerät der SX4 nur bei fiesen Querfugen.

Auf der Autobahn begeistert der Suzuki durch seinen souveränen Geradeauslauf und geringe Windgeräusche. An der Vorderachse übernehmen Scheibenbremsen die Verzögerung, hinten kommen Trommeln zum Einsatz. Gut dosierbar lässt sich der SX4 sicher zum Stehen bringen.

Intelligenter Allrad

Galerie: Test Suzuki SX-4Damit der Japaner hält, was die Gelände-Optik verspricht, wird er serienmäßig mit zuschaltbarem Allradantrieb ausgeliefert. Im Automatikmodus wird bei Bedarf über eine schnell agierende elektromagnetische Lamellenkupplung die Hinterachse zugeschaltet.

Auf Schlamm, Schnee oder anderweitig rutschigem Untergrund empfiehlt sich der 4WD-Lock-Modus: Das Antriebsmoment wird dann konstant je zur Hälfte am beide Achsen geschickt. Für kraftstoffsparendes Fahren auf der Autobahn ist zusätzlich ausschließlich Frontantrieb wählbar. Ein Durchschnittsverbrauch von knapp sieben Litern ist angemessen.

Großzügiger Fond

Galerie: Test Suzuki SX-4Die komfortablen Sitze mit schicken Synthetik-Stoffbezügen laden zum Platznehmen ein. Trotz des nur in der Höhe verstellbaren Lenkrads ist die richtige Sitzposition schnell gefunden. Der gute Seitenhalt kommt einer sportlichen Fahrweise entgegen. Positiv zeigt sich der Fond, wo es sich auch auf längeren Strecken gut sitzt. Nur die Lendenwirbelstütze ist auf allen Plätzen mau

Dank der erhöhten Sitzposition hat der Fahrer einen Van-ähnlichen Ausblick nach vorne, die Sicht nach hinten ist allerdings ob der dicken Säulen etwas eingeschränkt. Vor allem die B-Säule behindert beim Abbiegen den Blick auf Radfahrer und Fußgänger.

Kleine Schwierigkeiten

Die Gestaltung des Innenraums zeigt die Früchte der Qualitätsoffensive bei Suzuki. Die Materialien sehen gut aus und fassen sich angenehm an. An Ablagen mangelt es dem SX-4 allerdings gewaltig und auch in Sachen Bedienbarkeit muss nachgebessert werden: Sowohl Radio als auch Navi erfordern Einarbeitungszeit und Geduld.

Mit 270 Litern standardmäßig bemessen ist der Kofferraum. Nach dem Umklappen (die Sitze müssen mit Schlaufen an den vorderen Sesseln befestigt werden) stehen 1.045 Liter bereit. Beim Beladen müssen große Menschen allerdings aufpassen, dass sie sich an der niedrigen Heckklappe nicht den Kopf stoßen.

Suzuki bietet den SX4 1.9 DDiS in zwei Ausstattungslinien an. Für 19.790 Euro erhält man unter anderem elektrische Fensterheber vorn, eine manuelle Klimaanlage und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung inklusive ESP. Die Top-Version Comfort steht ab 21.290 Euro in der Preisliste und beinhaltet zusätzlich Extras wie Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber hinten, Aluräder, ein Lederlenkrad und abgedunkelte Scheiben.

Fazit

Der SX4 steht beispielhaft für eine glückliche Beziehung zwischen Fiat und Suzuki. Der japanische Kleinwagenspezialist konnte durch die Kooperation die eigene Schwachstelle Motor gekonnt umschiffen und liefert ein Produkt, das sich sehen lassen kann. Die lobenswerte Allradtechnik überzeugt ebenso wie die Verarbeitungsqualität.

 
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