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Galerie: Test Toyota RAV4

Test: Toyota RAV4

Erfolg verpflichtet

02.02.2007

Er gehört nach dem BMW X3 und noch vor dem Mercedes ML zum Top-Trio der beliebtesten SUV auf dem deutschen Markt. Die Rede ist vom Toyota RAV4, der mit über 20.000 verkauften Einheiten im vergangenen Jahr seinen direkten Konkurrenten von Kia, Hyundai und Nissan gnadenlos davonzog. Wir haben die Basismotorisierung getestet.

Galerie: Test Toyota RAV4Mit einer Gesamtlänge von 4,32 Metern bietet der RAV4 bereits alles, was der Volksmund als „großes Auto“ bezeichnet. Eine vierköpfige Familie kann damit getrost in die großen Ferien starten. Fahrer und Beifahrer sitzen auf bequemen Sesseln, denen es lediglich etwas an Seitenhalt fehlt. Die Bein- und Kopffreiheit im Fond ist gut, wenngleich die Sitzhöhe einen Tick zu gering ausgefallen ist.

Galerie: Test Toyota RAV4Im Reisemodus, also mit ganz nach hinten geschobener Rückbank für maximale Beinfreiheit im Fond, fasst der Kofferraum gute 450 Liter. Wird die Bank ganz vorne arretiert, fasst das Heckabteil sogar 586 Liter. Maximal nimmt der RAV4 bis zu 1.752 Liter Transportgut auf seiner ebenen Ladefläche mit.

Alles easy

Der sukzessive Umbau vom Reisewagen zum Kleintransporter geht einfach von der Hand. Ein Handgriff und die (teilbare) Rückbank gleitet nach vorne weg. Als unpraktisch erweist sich einmal mehr die seitlich angeschlagene Kofferraumtür. Beim Längsparken an Straßen etwa versperrt die geöffnete Hecktür den Zugang vom Gehsteig zum Ladeabteil. Folglich muss der Wagen von der gefährlichen Straßenseite her beladen werden.

Galerie: Test Toyota RAV4Was die Materialien und die Verarbeitungsqualität im Innenraum betrifft, gibt es nicht viel auszusetzen. Kein Knistern, kein Klappern stört den hochwertigen Eindruck. Die Kunststoffoberflächen an Armaturenbrett und Türen fassen sich weich an, die Narbung wirkt elegant. Da fallen dann die billigen Plastikblenden, etwa an der Mittelkonsole, besonders störend ins Auge.

Basismotor reicht

Galerie: Test Toyota RAV4Als Basismotorisierung dient ein Vierzylinder-Benziner mit zwei Liter Hubraum, der mit einem sauber zu schaltenden, manuellen Fünfganggetriebe gekoppelt ist. Das Aggregat leistet 152 PS und schickt fast 200 Nm Drehmoment an die Kurbelwelle. Damit ist das rund 1,6 Tonnen schwere SUV erstaunlich gut bestückt. Nach nur 10,6 Sekunden ist Tempo 100 erreicht und auf der Autobahn sind 180 Sachen locker drin. Der Testverbrauch von rund zehn Litern Super hält sich im Rahmen.

Insgesamt hängt der Motor gut am Gas. Beim Anfahren stört allerdings das allzu bissige Ansprechverhalten. Wer nicht aufpasst, dem kann es durchaus passieren, dass er bei Grün mit aufheulendem Motor davonprescht.

Feines Fahrwerk

Galerie: Test Toyota RAV4Gute Arbeit haben die Fahrwerksingenieure geleistet. Komfortabel hält der Toyota auch schlimme Fahrbahnzustände von seinen Passagieren fern, ohne auf langen Bodenwellen aufzuschaukeln oder durch übermäßige Seitenneigung negativ aufzufallen. Einziger Schwachpunkt ist das stößige Ansprechverhalten auf Querfugen. Geradauslauf und Kurvenverhalten sind vorbildlich. Grund dafür ist weniger die etwas zu leichtgängige Lenkung als vielmehr der komplett neu entwickelte Allradantrieb.

Die Antriebskraft wird mittels einer elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung variabel zwischen den beiden Achsen verteilt. In Abstimmung mit der Stabilitätskontrolle, der Schlupfregelung und der Bremskraftverteilung schickt das System bis zu 100 Prozent der Antriebskraft an die Vorderachse beziehungsweise maximal 45 Prozent an die Hinterachse.

Kosten

Galerie: Test Toyota RAV4In der empfehlenswerten Sol-Version kostet der Toyota 28.724,14 Euro. Mit an Bord sind acht Airbags inklusive Knieairbag für den Fahrer, das integrierte Fahrdynamiksystem IADS, Nebelscheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Auch ein CD-Radio mit 6-fach-Wechsler, eine Klimaautomatik, ein Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundum und das supervariable Sitzsystem Easy Flat gehören zur Serienausstattung. Selbst mit den gängigen Sonderausstattungsposten Metallic-Lack und Einparkhilfe bleibt der 2,0-Liter-RAV4 unter der 30.000-Euro-Schwelle.

Fazit

Erfolg kommt nicht von ungefähr. Der Toyota RAV4 ist zu Recht das derzeit beliebteste SUV jenseits des deutlich teureren Premiumsegments. Für 30.000 Euro bekommt man hier ein stattliches und ungemein praktisches SUV, das mit dem Basisbenziner absolut ausreichend motorisiert ist. So ist der RAV4 bestens gerüstet, seine Topplatzierung in den Verkaufscharts zu verteidigen. Trotz der zunehmend härteren Konkurrenz um den neuen Honda CR-V, Mitsubishi Outlander (der auch als Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser auf den Markt kommen wird) und Opel Antara.

 
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