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Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper D

Vergleichstest: Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper D

1A-Minimalismus

20.12.2010

Teuer. Das ist das erste, was viele sagen, wenn es um den Mini geht. Auch beim Audi A1 hat sich das angebliche Anti-Kauf-Argument rumgesprochen. Trotzdem gehen beide Fahrzeuge weg wie geschnitten Brot. Und außerdem: Seit wann misst man den Preis eines Fahrzeugs überhaupt anhand der Autolänge?

Lieber gar nicht, denn dann wäre beispielsweise ein Opel Agila (86 PS Benziner) mit 39,60 Euro pro Zentimeter genauso so teuer wie ein Audi A1 1.2 TSI (86 PS); und ein 90 PS starker Toyota Urban Cruiser (1.4 D-4D Frontantrieb) mit 48,60 Euro gar einen Euro pro Zentimeter teurer als ein A1 1.6 TDI (90 PS). Interessante Rechnung? Finden wir auch.

Platz zweitrangig

Daher werden wir in diesem Vergleich zwischen Mini Cooper D und Audi A1 1.6 TDI Ambition nicht über den Preis der beiden Kleinstwagen schimpfen – das machen offensichtlich auch nur wenige Käufer, denn immerhin liegen die beiden mit jeweils rund 2.500 Fahrzeugen im Monat auf Platz sechs und sieben der Verkaufsliste. Wir lassen uns vielmehr auf den Luxus und die Fahrdynamik im Minimalformat ein, denn das ist es, was Käufer eines 3,95 Meter kurzen Audi A1 und eines mit 3,72 Meter nochmals deutlich kürzeren Mini Cooper D vornehmlich suchen.

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DSo ist es auch völlig zweitrangig, dass Normalgewachsene im Mini-Fond bestenfalls quer liegen, nicht aber aufrecht sitzen können. Zuvor gibt es aber schon Probleme, die Türen (sowie die Heckklappe) zu öffnen. Vor allem bei Kälte sind die Türöffner (und Heckklappen-Drucktaste) extrem schwergängig. Ein weiterer Knackpunkt ist die unlogisch agierende Easy-Entry-Funktion.

Im A1, der auf der Polo-Plattform steht, klappt all das deutlich souveräner und es gibt hinten spürbar mehr Raum aber immer noch weniger als beispielsweise in seinem Organspender oder im Opel Corsa.

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DDafür tut sich vorne bei beiden Kontrahenten eine andere Welt auf. Verspielt ist diese im Mini, perfektioniert im A1, ausreichend geräumig in beiden. So ist es bei der Marke Audi kaum verwunderlich, dass der kleinste Ingolstädter mit einer Materialgüte glänzt, die einigen Fahrzeugen der Oberklasse gut zu Gesicht stehen würde. Die Spaltmaße sind minimal, die Materialien optimal und die Verarbeitung genial.

Da kann der nur wenige hundert Euro teurere (ausstattungsbereinigt) Mini nicht mithalten Bei ihm klaffen Spaltmaße im Lada-Style und erinnern die Kunststoffe an die Klasse, der er größenmäßig angehört. Eine Krankheit ist die Mittelarmlehne (160 Euro). Sie ist wackelig, aus berstanfälligem Kunststoff und in ihren Einstellmöglichkeiten stark beschränkt. Dennoch muss lobend erwähnt werden, dass sich im Vergleich zum Vor-Facelift-Modell (Facelift gab es im August 2010) einiges zum Positiven gewandelt hat.

Preis Nebensache

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DSo sind die Kunststoffe des Mini nun vornehmlich in schwarz gehalten und die Piloten-Kanzel-Schalter haben einen schön definierten Druckpunkt. Das aber reicht nicht, um echtes Luxusambiente entstehen zu lassen. Dafür braucht’s hier wie auch im Audi Ledersitze. Diese kosten im A1 1.200 Euro, im Mini mindestens 1.440 Euro. Im Münchener überzeugt aber besonders das Leder „Lounge Classic Green“ für das Mini saftige 1.750 Euro plus Zwangskombination mit Sportsitzen (310 Euro), Sitzheizung (290 Euro) und einer bestimmten Innenraumfarbe (290 Euro) verlangt.

Und dabei bleibt es freilich meistens nicht. Ein gutes CD-Radio inklusive in diesem Segment unumgänglichen iPhone-Anschluss, ein Bordcomputer, hübsche 17-Zoll-Räder und Metallic-Lack sowie eventuell Xenon-Licht dürfen ja auch nicht fehlen. Denn wenn schon, denn schon. So kommt man sowohl beim Mini Cooper D als auch beim Audi A1 1.6 TDI Ambition auf rund 27.000 Euro. Für das Geld gibt es dann jeweils einen Winzling mit ordentlich Dampf unter der Haube.

Ähnliche Daten, anderes Gehabe

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DDer im klassischen Kleinwagen-Design aufkreuzende A1 wird vom konzernweit eingesetzten 1.6 TDI mit 105 PS angetrieben. Der Motor läuft leise, laufruhig und leistet mit 105 PS genug, um auch für die Langstrecke zu taugen. 250 Newtonmeter Drehmoment ab 1.500 Touren sorgen zudem für angenehme Fahrleistungen ohne Verzicht. Das Fünfgang-Getriebe seziert die Kraft in passende Portionen, nur der letzte Gang erscheint etwas lang geraten. Ein Tribut an den Verbrauch, der bei bescheidenen 3,8 Litern liegen soll.

Den gleichen Wert und damit ebenso 99 Gramm CO2-Ausstoß gibt Mini übrigens für den 112 PS starken Cooper D an. Bei beiden Fahrzeugen ist jedoch mit annähernd sechs Litern zu rechnen, will man die sportiven Kleinen artgerecht bewegen.

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DDer ebenfalls 1,6 Liter große Selbstzünder, der seit dem Facelift übrigens komplett von BMW produziert wird (vormals PSA-Kooperation) kann im Overboost-Modus kurzzeitig 270 Newtonmeter generieren und fühlt sich schon auf den ersten Metern deutlich verbindlicher und fahraktiver an. Serienmäßig wird ihm ein mit superkurzen Schaltwegen gesegnetes Sechsgang-Getriebe zur Seite gestellt, das sich zudem schön knackig bedienen lässt. Einziger Wermutstropfen: In hektischen Situationen verhakt man sich schonmal zwischen dem ersten und dem Rückwärtsgang. Das passiert im A1 kaum, dafür erinnert sein Schaltapparat an den eines VW Polo, oder eines Skoda Fabia oder eines Seat Ibiza. Nicht schlecht, aber eben nichts Besonderes.

Der eine Bayer schneller

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DLaut technischer Daten-Tabelle wiegt der A1 samt Fahrer mindestens 1.215 Kilogramm, etwa 50 Kilogramm weniger gibt Mini für den mit Fahrer besetzten Cooper D in der Grundausstattung an. Kein Wunder also, dass der nominell 112 PS starke Mini nach Norm etwas schneller ist. Was jedoch unsere Messwerte beweisen, legt den Verdacht nahe, dass der Mini mit einer gehörigen Portion Zusatz-Power angetreten ist. Braucht der A1 für die Null-bis-100-km/h-Prüfung 10,4 Sekunden, eilt der Mini in atemberaubenden 8,7 Sekunden auf das Landstraßentempo und unterbietet damit die Werksangabe um exakt eine Sekunde.

Logischerweise macht sich diese Differenz auch im Alltag bemerkbar. So ist der Mini auf der Autobahn auch oberhalb von 170 km/h noch flott unterwegs, wohingegen der A1 in diesem Bereich eher müde wirkt und nur mit Ach und Krach an der 200er-Marke kratzt. Der Mini läuft Tacho 220.

Galerie: Vergleichstest Audi A1 1.6 TDI vs. Mini Cooper DEr liegt dabei ruhig und fährt eine saubere Linie. Die Lenkung gibt in jeder Situation eine perfekte Rückmeldung und hat exakt die Schwere und die Genauigkeit, die man von einem Mini erwartet. Da hat der A1 keine Chance. Bei ihm ist im direkten Vergleich eine weniger akkurate Lenkung zu spüren, die zwar noch immer zu den besten im Kleinwagensegment gehört, an die definierte Arbeit des Mini-Pendants aber nicht heranreicht.

So ähnlich ist der Eindruck auch beim Fahrwerk. Der Mini federt zwar im gesamten straffer, der Audi aber ist hölzerner und damit auf Dauer fast nervig – zumindest mit dem in der Ambition-Version serienmäßigen Sportfahrwerk. Denn dann versetzen vor allem kleine Anregungen die Karosserie nachhaltig in eine Dauerschwingung. Immerhin bietet Audi die kostenfreie Option Dynamikfahrwerk an, was nichts anderes als Komfortfahrwerk bedeutet, sich aber noch immer sportlich genug fährt. Daher wählen!

Unter rein dynamischen Gesichtspunkten kann der Münchener mit einer deutlich geringeren Untersteuertendenz aufwarten und das trotz zwei Zentimeter schmalerer Winterpneus. Das fahraktivere Auto ist der Mini, das komfortablere (in unserem Vergleich) erstaunlicherweise auch. Ein weiterer Pluspunkt des Cooper D ist seine tiefe Sitzposition in formidablen Sportsitzen (310 Euro) und die gute Übersicht aufgrund der doch recht eckigen und aufrechten Karosserie

Technische Daten
 
Marke und Modell   Audi A1  1.6 TDI   Mini Cooper D
    Ambition    
Motor        
Hubraum (ccm) / Bauart   1.598 / R4   1.598 / R4
Leistung (kW / PS)   77 / 105   82 / 112
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   250 / 1.500 - 2.500   270 / 1.750 - 2.250
Antriebsart   Frontantrieb   Frontantrieb
Getriebeart   manuelles 5-Gang-Getriebe   manuelles 6-Gang-Getriebe
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   3.954 / 1.740 / 1.416   3.723 / 1.683 / 1.407
Radstand (mm)   2.469   2.467
Wendekreis (m)   10,6   10,7
Leergewicht (kg)   ab 1.215   1.165
Kofferraum (Liter)   270 - 920   160 - 680
Bereifung Testwagen   195/50 R16 Dunlop Winter Sport 3D   175/60 R16 Dunlop Winter Sport 3D
Verbrauch        
Krafstoffart   Diesel   Diesel
Kombiniert laut Werk (l/100km)   3,8 (mit Stopp-Start)   3,8 (mit Stopp-Start)
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   99 / Euro 5   99 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   5,7   5,9
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   10,5   9,7
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   10,4   8,7
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   42,1  (Winterreifen!)   41,7 (Winterreifen!)
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   190   197
Preise        
ab (Euro)   20.200,00   21.250,00
Empfohlene Extras   Abwahl Sportfahrwerk ( 0 Euro), Metallic-Lack (480 Euro), 17-Zoll-Alus (ab 700 Euro), Lederausstattung (1.200 Euro), Sitzheizung (280 Euro),  beheizbare Außenspiegel (100 Euro), Außenspiegel in Wagenfarbe (70 Euro), Xenon inklusive LED-Heckleuchten (900 Euro), manuelle Klimaanlage (900 Euro), Tempomat (250 Euro), Radio Concert mit BT-Freisprecheinrichtung, Multifunktionslenkrad und Connectivity-Paket mit SD-Kartenfach, Klappmonitor und (1.125 Euro), Audi Sound-System (250 Euro)   Metallic-Lack (450 Euro), 17-Zoll-Alus (ab 1.240 Euro), Leder-Sportsitze mit Sitzheizung und Lederlenkrad (2.190 Euro), Notrad (70 Euro), Bordcomputer (150 Euro), Radio Boost mit Freisprecheinrichtung (630 Euro), Xenonscheinwerfer (690 Euro), Nebelscheinwerfer (150 Euro)
 
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Fazit

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Wer einen Sportmini haben will, kommt nach wie vor am Mini nicht vorbei. Auf der anderen Seite kann einen aber noch immer seine dem Preis nicht entsprechende Verarbeitung und Materialauswahl ärgern. Ändern tut das am Erfolg des Mini aber nichts. Denn sein Getriebe, seine Sitzposition, seine Fahrwerksabstimmung, seine Agilität und nicht zuletzt der erstklassige Diesel-Motor geben ihm nach wie vor eine Sonderstellung unter den Kleinsten.

Den Audi A1 1.6 TDI zeichnen vor allem die akkurate Verarbeitung und Materialauswal sowie die Bedienfreundlichkeit aus, und, falls es jemanden interessiert, der deutlich größere Innenraum im direkten Vergleich. Sein Motor ist aber träger und dennoch nicht sparsamer, sein Fahrwerk (Sportfahrwerk) hölzerner und unpräziser. Sauteuer sind beide. Sorry, aber das musste doch noch rein.

 
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