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Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift Sport

Vergleichstest: Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift Sport

Kleine Autos, großer Spaß

13.09.2012

Moderat motorisiert sind Suzuki Swift und Ford Fiesta schlichte Kleinwagen, die vornehmlich in der City umherflitzen: Klein, wendig und für die alltägliche Unbill im Großstadtdschungel vollkommen ausreichend. Mit etwas mehr Leistung aber werden die kleinen Kisten zu wahren Rennmaschinen, mit denen man es ordentlich krachen lassen kann.

Bei rund 135 PS denkt man freilich nicht an einen Sportwagen, so maches Einstiegsmodell bietet heutzutage mehr Leistung. In den beiden von uns getesten Kleinwagen treffen die Pferdchen allerdings auf gerade mal 1.126 Kilogramm, im Falle des Fiesta S. Beim Suzuki müssen sogar nur 1.068 Kilogramm bewegt werden. Mit einem Leistungsgewicht von circa acht Kilogramm pro PS spielen die beiden zwar nicht in der Porsche-Liga mit, aber liegen immerhin in etwa auf dem Niveau eines Mini Cooper S, BMW 130i – oder eines VW Golf I GTI.

Swift mit sechs Gängen

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportMit seinem etwas drehfreudigeren 1,6-Liter-Vierzylinder ist der leichtere Suzuki noch einen Tick sportlicher als der Fiesta mit gleich großem Triebwerk. Obwohl quasi gleich stark und mit exakt dem gleichen Drehmoment von 160 Newtonmetern gesegnet, wirkt der Suzuki schon beim Anfahren spritziger und agiler. Auf die Fahrleistungen wirkt sich das dagegen nicht aus: Beide Beschleunigen in 8,7 Sekunden auf Tempo 100, beide laufen 195 km/h.

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportNeben dem Temperament des Motors macht das Getriebe den größten Unterschied: Während der Suzuki auf sechs Übersetzungsstufen zurückgreifen kann, stehen Fiesta-S-Fahrern nur fünf, nicht ganz so straff zu schaltende Gänge zur Verfügung. Den Ford muss man vehementer zu hohen Drehzahlen antreiben; jenseits der 4.000 Touren legt aber auch er sein braves Kleinwagenimage ab, hängt gut am Gas und dem Swift an den Fersen.

Sportlich ums Eck

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportBeide Budget-Sportler lassen sich mit ihren knackigen Lenkungen zielgenau um die Kurve dirigieren; auf der Autobahn wünscht man sich im Suzuki allerdings den etwas ruhigeren Geradeauslauf, den der Ford bietet. Wer es beherrscht, kann sich bei beiden Fronttrieblern den Lastwechsel zu Nutze machen; vor allem beim Swift reicht das Gaswegnehmen in der Kurve meistens aus, um das Heck nach außen zu drehen. Das Stabilitätsprogramm greift beim Japaner deutlich später als beim Ford ein, dann aber ziemlich bestimmend.

Wie es sich für sportlich ambitionierte Vierräder gehört, sind Swift Sport und Fiesta S straff gefedert; der Ford hat dabei das noch agilere, noch präziser abgestimmte Fahrwerk - allerdings auch das härtere. Hinter den beiderseits 17 Zoll großen Rädern, beim Ford mit 205er-, beim Suzuki mit 195er-Reifen bestückt, stecken rundum ausreichend kräftig zupackende Scheibenbremsen, die die Kleinwagen aus 100 km/h nach circa 35 Metern zum Stillstand bringen.

Teurer Ford

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportZwingend stehen bleiben müssen die beiden übrigens rund alle 500 Kilometer: zum Tanken. Beide haben 42 Liter Benzinvorrat an Bord, der Verbrauch liegt bei gut achteinhalb Liter je 100 Kilometer –  sowohl beim nach Normverbrauch 6,4 Liter schluckenden Swift als auch bei dem im EU-Test mit 5,9 Litern deutlich sparsameren Ford. Zum Sparen geeignet ist der Fiesta S allerdings auch in der Anschaffung nicht. 19.600 Euro werden für den 134 PS starken Benziner fällig; immerhin mit Klimaanlage, Lederpolstern, Alupedalen, Sportfahrwerk, elektrischen Festerhebern, höhenverstellbarem Fahrersitz und geteilt umklappbarer Rückbank.

Den Swift Sport bekommt man bereits für 18.490 Euro, mit besserer Ausstattung; Suzuki packt zusätzlich einen Tempomat, ein CD-Radio und das schlüssellose Zugangssystem mit rein. Dafür müssen bei Ford noch einmal 2.000 Euro bezahlt werden. Und: Der Swift hat ab Werk Xenon-Scheinwerfer, die es für den Fiesta gar nicht gibt und er ist deutlich einfacher zu bedienen, als der mit zahlreichen Tasten bestückte Fiesta.

Weniger praktisch

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportDafür gibt es beim Suzuki ein paar andere Schattenseiten: Seine Stoffsitze bieten zwar ähnlich guten Seitenhalt wie das Fordgestühl, doch sind sie weicher gepolstert und nicht ganz so langstreckentauglich. Außerdem hat der Swift keine Easy-Entry-Funktion. Will man in den Fond des Zweitürers und klappt man dazu die Sitzlehne nach vorne, lässt sich diese nicht mehr automatisch in die zuvor eingestellte Position zurückbringen, sondern muss neu justiert werden.

Galerie: Vergleichstest Ford Fiesta S vs. Suzuki Swift SportUnd wer hin und wieder etwas transportieren muss, hat beim Swift ebenfalls das Nachsehen. Nicht nur, dass sein Gepäckabteil mit 211 Litern deutlich kleiner ist als der 295-Liter-Kofferraum des mit 3,95 Metern sechs Zentimeter längeren Fords. Das Suzuki-Hinterteil ist wegen der hohen Ladekante auch noch schwerer zu beladen und die Rückbank, die beim Fiesta asymmetrisch geteilt ist, kann nur am Stück umgeklappt werden.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Kleinwagen zum Spaßhaben sind beide: Mit rund 135 PS schaffen es Ford Fiesta S und Suzuki Swift Sport in unter neun Sekunden auf Tempo 100 und werden fast 200 km/h schnell. Die sportlichere Kombination bietet der etwas drehfreudigere Vierzylinder im Swift zusammen mit dem Sechsgang-Getriebe, aber auch der Ford-Motor legt sich jenseits der 4.000 Touren kräftig ins Zeug. Beide glänzen mit straffen Fahrwerken und direkten Lenkungen und lassen sich durch den geschickten Einsatz des Lastwechsels sportlich ums Eck schubsen.

Wer gleichzeitig auch noch die praktischen Qualitäten eines Kleinwagens sucht, wird beim Ford fündig. Easy-Entry ist bei einem Zweitürer ebenso ein Vorteil, wie der größere Kofferraum und die geteilte Rückbank. Dafür muss man die etwas unglückliche Bedienung des Fiestas in Kauf nehmen. Und man muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ausstattungsbereinigt kostet der Ford über 3.000 Euro mehr und hat dann noch nicht mal die beim Swift serienmäßigen Xenon-Lichter.
 
 

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