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Vollkasko (KFZ Versicherung)

Bei der Vollkaskoversicherung handelt es sich um einen zusätzlichen Versicherungsschutz für Fahrzeuge.

Fahrzeughalter sind nach den gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland, der Schweiz und in Österreich verpflichtet, sich und ihr Fahrzeug durch eine Haftpflichtversicherung vor Schadensersatzansprüchen Dritter zu schützen. Damit ist sichergestellt, dass im Straßenverkehr Geschädigte einen Personen-, Sach- oder auch Vermögensschaden erstattet bekommen. Die Haftpflichtversicherung bezieht sich jedoch nur auf Schäden Dritter, sodass der Versicherungsnehmer selbst im Schadensfall nicht mit Versicherungsleistungen rechnen kann. Gegen Schäden am eigenen Fahrzeug greifen nur Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen.

Teilkasko- und Vollkasko Leistungen

Bei der Teilkaskoversicherung und der Vollkaskoversicherung handelt es sich um zwei eigenständige Versicherungen, obwohl eine Vollkaskoversicherung häufig die Leistungen der Teilkaskoversicherung mit einbezieht. In der Regel bieten Versicherungsgesellschaften Vollkaskoversicherungen mit darin enthaltenem Teilkaskoschutz als Versicherungspaket an. Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung ist bei der Voll- und Teilkaskoversicherung generell möglich und kann häufig auch unabhängig voneinander vereinbart werden. Die Beiträge der Versicherungen richten sich nach Schadenfreiheitsrabatten, Typenklassen, Regionalklassen und anderen individuellen Details, sodass sie in ihrer Höhe variieren. Der Unterschied zwischen den beiden Kaskoversicherungen liegt im Umfang der versicherten Risiken, die sich nach den jeweiligen Vertrags- und Versicherungsbedingungen bestimmen. Grundsätzlich bietet die Teilkaskoversicherung Schutz bei Zerstörung, Beschädigung oder Verlust des versicherten Fahrzeuges einschließlich etwaiger mitversicherter Teile. Weiterhin besteht Versicherungsschutz durch Explosion oder Brand, Entwendung, Blitzschlag, Sturm, Überschwemmung, Hagel, Unfällen mit Haarwild, Kurzschlussschäden an der Verkabelung oder Glasbruch. Vollkasko Leistungen können bei Zerstörung, Beschädigung oder Verlust des Fahrzeuges einschließlich mitversicherter Teile durch alle Ereignisse, die im Bereich der Teilkaskoversicherung bereits genannt wurden, erwartet werden. Darüber hinausgehend erstattet die Vollkasko auch Schäden durch selbst verschuldete Unfälle sowie böswillige bzw. mutwillige Handlungen Dritter (Vandalismus), die in keiner Weise berechtigt sind, das Fahrzeug zu nutzen.

Leistungsausschluss und Leistungsverweigerung

Ausgeschlossen von den Vollkasko Leistungen sind Schäden aufgrund vorsätzlicher Handlungen, Teilnahme an Rennveranstaltungen sowie Schäden durch Kriegsereignisse, Erdbeben, Unruhen und durch Kernenergie sowie Verfügungen von hoher Hand. Eine Besonderheit bilden dabei die Ausschlusskriterien des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit. Bei diesen Kriterien kommt es daher auf das Verhalten des Versicherungsnehmers an. Eine Leistungsfreiheit der Versicherung setzt gem. § 81 VVG vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des Versicherten voraus. Sofern der Versicherte vorsätzlich gehandelt hat, steht der Versicherungsgesellschaft ein vollumfängliches Leistungsverweigerungsrecht zu. Bei grob fahrlässigen Handlungen ist die Versicherungsgesellschaft zu einer anteiligen Kürzung der Leistungen berechtigt. Eine grobe Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn der Versicherte die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfalt in einem besonders schweren Maß verletzt. Ein in der Praxis relativ häufig vorkommender Ausschlussgrund ist die alkoholbedingte Fahruntauglichkeit, die die Versicherungen zu einer 100%igen Kürzung der Leistungen berechtigen kann. Auch das Fahren ohne Fahrerlaubnis geht mit einer Leistungsverweigerung der Versicherungsgesellschaft einher. Ob ein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt, ist immer eine Entscheidung des Einzelfalls.

Pflichten bei der Vollkaskoversicherung

Der Versicherte muss im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein. Das versicherte Fahrzeug muss zu jeder Zeit gesetzeskonform verwendet werden. Der Versicherte hat einen unberechtigten Gebrauch des Fahrzeuges mit dem ihm zumutbaren Mitteln zu verhindern. Etwaige Schäden sind der Versicherungsgesellschaft unmittelbar, spätestens jedoch innerhalb einer Woche anzuzeigen. Den Versicherungsnehmer trifft eine Pflicht zur wahrheitsgemäßen Aufklärung über den Unfallhergang. Des Weiteren muss der Versicherungsnehmer den Schaden gering halten und damit zur Schadensminderung beitragen.