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Galerie: Vorstellung 9ff GT9

Vorstellung: 9ff GT9

Über den Wolken…

31.07.2008

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein… Oder aber bei Tempo 409. Allerdings ist dafür eine exorbitant hohe Konzentration des Fahrers notwendig, eine abgesperrte, ultralange Strecke ohne Macken und in jedem Fall der Porsche von der Tuning-Manufaktur 9ff. Genauer, der 9ff GT9 mit annähernd 1.000 PS.

Als Basis dient der Dortmunder Tuningschmiede 9ff ein Porsche 911, wie ihn sich theoretisch jeder kaufen kann. Serienmäßig mit maximal 3,8 Liter Hubraum gesegnet, bohrten die Westfahlen den Boxermotor behutsam auf und erweiterten damit das Zylindervolumen auf insgesamt vier Liter. Selbstredend ist der wassergekühlte Sechszylinder mit einer Trockensumpf-Schmierung ausgestattet, die auch bei extremen G-Werten die Ölzirkulation sicherstellt.

Veyron adieu

Dank Doppelturbo stieg die Leistung auf unglaubliche 987 PS bei fast 8.000 Umdrehungen. Damit schafft er zwar nicht ganz die „Vorgabe“ des Bugatti Veyron, aber in der Endgeschwindigkeit distanziert er laut 9ff den Volkswagen-Sprössling um 0,53 km/h. Das sind Welten in diesen Geschwindigkeits-Regionen.

Galerie: Vorstellung 9ff GT9Bereits bei knapp 6.000 Umdrehungen liegt das Drehmoment von 964 Newtonmetern an. Die Kraft wird mittels Sechsgang-Schaltgetriebe an die 325er-Hinterreifen übertragen. Auf Wunsch installieren die Monteure auch ein sequenzielles Getriebe mit freier Übersetzungswahl. Eine Differenzialsperre ist obligat.

Lebensnotwendig sind besonders an solch einem PS-Monster Stopper auf die man sich auch bei extremen Geschwindigkeiten verlassen kann. 9ff baut auf eine spezielle Sechskolben-Bremsanlage mit Keramik-Verbund-Scheiben. Vorne messen die Scheiben 380 Millimeter, hinten 350. Ein angepasstes Renn-ABS soll für ultrakurze Bremswege sorgen.

Länger, flacher, breiter

Galerie: Vorstellung 9ff GT9Jedoch wurde nicht nur der Motor verändert. Auf den ersten Blick erinnert der Ex-Porsche an eine Stretch-Limousine. Dank ausladendem „Kofferraumdeckel“ und Mega-Radstand geht die klassische 911er-Silhouette etwas den Bach runter. Frei stehende Rückleuchte und ein offener Einblick in das Allerheiligste muten etwas befremdlich an.

Tatsächlich streckte 9ff den Wagen um satte 30 Zentimeter. Etwa zwölf Zentimeter wurden in der Höhe eingespart, dafür sechs Zentimeter in der Breite hinzugefügt. Dadurch verbessert sich die Aerodynamik, der Wagen liegt souveräner auf der Straße und bietet einen stoischen Geradeauslauf, der bei Tempo 400 einer Lebensversicherung gleich kommt.

Galerie: Vorstellung 9ff GT9Die Front wurde 1:1 vom 911 GT3 übernommen, da bei größeren Veränderungen am Bug teure Crashtests fällig geworden wären. Damit das Gesamtgewicht des mehr als 4,70 Meter langen GT9 unter das Niveau der Serien-911 schrumpft, besteht die gesamte Karosserie aus einem leichten und zugleich stabilen Karbon-Keramik-Geflecht. Das gesamte Fahrzeug wurde nur mit edelsten Materialien aufgepäppelt: So bestehen Teile des Ansaugsystems aus 24-Karat Gold und Verstärkungsrohre teilweise aus Titan.

Freie Wahl

Im Innenraum geht es dann frei nach den Wünschen der solventen Kundschaft weiter. Nahezu kein Wunsch bleibt ungehört. Klar, dass solch Spielerei seinen Preis hat. Bei 500.000 Euro ohne Steuer beginnt der Spaß. Allerdings in limitierter Stückzahl. 20 Fahrzeuge und keins mehr wird es nach Aussage von Firmenchef Jan Fatthauer geben. So grausam kann die Welt der Superreichen eben sein. (mb)

 

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