Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Vorstellung Audi A1

Vorstellung: Audi A1

Feiner Kleiner

10.02.2010

Dass VW demnächst offensichtlich im Design-Territorium von Audi wildern wird, ließen die Wofsburger mit der Golf-Coupé-Studie durchblicken. Warum also soll Audi im Umkehrschluss nicht im Hauptmarkt von VW angreifen – bei den Kleinwagen. Mit dem neuen A1 gehen die Ingolstädter ab Sommer 2010 auf Polo-Jagd. Denn an etwas anderem können sich die Bayern in dieser Klasse nicht orientieren, der Polo ist Maßstab in puncto Qualität, Anmutung und Technik zum Ärger von Mini.

Zumindest in Sachen Qualität wird der A1 das neue Maß der Dinge werden. Denn nicht nur die üblichen Minimal-Spaltmaße fallen am aktuell kleinsten Audi positiv auf. Das gesamte Fahrzeug wirkt fein und dennoch massiv, knackig und trotzdem wohlproportioniert und sieht nicht zuletzt aus wie ein Audi. Manch ein Kritiker sieht vielleicht einen Schuss Citroën Pluriel im neuen A1. Vor allem von der Seitenansicht mag das stimmen. Großen Anteil daran hat der farblich abgesetzte Dachrahmen, der jedoch nur optional erhältlich ist.

Audi A1Dieser silber lackierte Rahmen suggeriert Aluminium und Leichtbau. Alu findet man an der A1-Karosserie jedoch nicht und mit 220 Kilogramm ist sie nur zehn Kilogramm leichter als die des neuen A8. Dennoch liegt das Basisgewicht bei leichten 1.045 Kilogramm.

Auf den ersten Blick Audi

Audi-Traditionen führt aber auch der kleinste Ingolstädter fort. So gibt es einen kleinen (großen) Singleframe in der Front, die optional erhältlichen Bi-Xenonlampen werden von einem LED-Tagfahrlicht umschmeichelt. Erstmals verwendet Audi hier nicht einzelne LEDs sondern einen von LED gespeisten Lichtleiter. Dadurch wirkt das Tagfahrlicht nobler und sieht nicht mehr nach Weihnachtsbaumschmuck aus – gut gemacht.

Seitlich zieht sich die Tornado-Linie von vorne bis hinten durch. Die Räder besitzen ab Werk 15 Zoll. Auf Wunsch geht es jedoch hinauf bis 18 Zoll, die dann mit 215/40er-Reifen bedampft sind. Am Heck zeigen sich Rückleuchten in Audi-typischem Design mit entsprechendem Nachtmuster.

Zwei Ausstattungslinien

Audi A1Der Audi A1 wird in zwei Ausstattungsvarianten an den Start gehen. Attraction nennt sich die Basisversion, Ambition heißt die sportliche Top-Linie, die innen am Aluglanz erkennbar ist. Allen A1 gemein ist das sehr aufgeräumte Armaturenbrett mit wenigen Schaltern. Die Lüfterdüsen sollen eine Reminiszenz an das Flugzeug-Design sein, die Klimaregler möchten Nähe zum Bootsbau aufnehmen. Über den mittleren Ausströmern sitzt auf Wunsch ein manuell ausklappbares MMI-Display (ansonsten Ablage), das es ab Radio Concert aufwärts gibt.

Als Basis-Entertainment-System lobt Audi serienmäßig das Radio Chorus mit MP3-CD-Funktion mit nur vier Lautsprechern aus. Darüber rangiert das erwähnte Radio Concert samt 6,5-Zoll-Klapp-Monitor inklusive SD-Speicher-Kartenplatz, AUX-In-Anschluss, Doppeltuner für besseren Radioempfang und sechs Lautsprechern. Dass es Audi mit dem Premium-Anspruch bei den Minis ernst meint, sieht man an Ausstattungsdetails wie einem Bose-Sound-System mit LED-Lichtrahmen, feinem Leder und nicht zuletzt dem nobel wirkenden LED-Innenlicht-Paket oder den Bi-Xenonscheinwerfern.

20 GB Musik

Mehr Nutzen haben hingegen das Connectivity-Paket oder das optionale Fahrerinformationsdisplay mit einer speziellen Anzeige aller eingeschalteten Energie-Verbraucher und einer Schaltempfehlung. Ebenfalls nützlich dürfte das MMI-Navi-Plus mit 60 Gigabyte Festplatte sein. 20 Gigabyte davon können für Musik verwendet werden, die Anzeige der Musikalben erfolgt in iPod-Manier (Album-Cover-Blätter-Funktion). Zudem können Video-DVDs abgespielt werden und das System beinhaltet eine Spracheingabe.

Ebenso nützlich, weil gut, sollen die groß dimensionierten Sitze sein. Allerdings gibt es die Easy-Entry-Funktion, die das Einsteigen in den Fond erleichtert, nur beim Ambition serienmäßig. Das Platzangebot soll so ausgelegt sein, dass vier Personen im A1 sitzen können. Ins Heck des 3,95 Meter kurzen, 1,74 Meter breiten und 1,42 Meter hohen A1 passen in dieser Konfiguration 267 Liter Gepäck. Fährt man zu zweit, erweitert sich der Kofferraum auf Wunsch auf 920 Liter.

Vier Motoren zum Markstart im Sommer

Mit wie vielen Personen auch immer: Leistungsmangel wird es im A1 nicht geben, denn die ausschließlich aufgeladenen Motoren besitzen mindestens 86 Turbo-PS. Der dazugehörige 1.2-TFSI-Motor markiert den Einstieg in die neue Audi-Welt, die nach Unternehmensangaben bei rund 16.000 Euro beginnen wird. Beim 1,2-Liter handelt es sich um den abgespeckten Motor aus Polo, Ibiza, A3, Golf und anderen Konzern-Modellen, in denen er bislang 105 PS leistet.

Audi A1Aber schon der 86-PS-Basismotor drückt 160 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle und lässt den A1 bei Bedarf fast 180 km/h schnell werden. Beim Verbrauch übt er sich in Zurückhaltung: 5,1 Liter gibt Audi für den Fünf-Gang-Handschalter an. Ebenso viel Sprit benötigt der nächstgrößerer Benziner mit DSG. Der 1.4 TFSI mit 122 PS ist ebenfalls aus anderen Volkswagen-Modellen bekannt und erweist sich immer wieder als Parademotor in Sachen Laufkultur, Dynamik und Effizienz. Exakt 200 km/h erreicht der kleine Audi mit ihm und beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 9,1 Sekunden. Als Sechs-Gang-Handschalter benötigt er 5,4 Liter, als Sieben-Gang-DSG die erwähnten 5,1 Liter. Das Drehmoment von 200 Newtonmeter steht zwischen 1.500 und 4.000 Touren konstant bereit.

Sparsame TDIs

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Auf der Dieselseite gibt es einen 1.6-TDI-Grundmotor in zwei Leistungsstufen. Der kleinere leistet 90 PS und soll 180 km/h ermöglichen. Der Sprint bis 100 km/h erledigt sich manuell geschaltet in 12,2 Sekunden. Der Verbrauch liegt bei 3,8 Litern Diesel. Eine Nummer stärker (105 PS) und mit 0,1 Liter nur unwesentlich durstiger ist der zweite 1.6 TDI, ebenfalls mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe (alternativ mit DSG), der es auf 250 Newtonmeter Drehmoment bringt, den A1 in 10,8 Sekunden den Standardspurt absolvieren lässt und ihn auf maximal 187 km/h beschleunigt. Ein Motor-Stopp-Start-System haben alle Motorvarianten serienmäßig, sogar dann, wenn man das Sieben-Gang-DSG wählt.

Beim Fahrwerk verfolgen die Bayern ihren eingeschlagenen Weg und wollen den A1 äußert sportlich positionieren. Das Fahrwerk stammt vom Polo und wurde für den Einsatz in einem Audi geschärft. Er soll wendig und agil sein, auf der Autobahn dennoch Komfortqualitäten besitzen. Den A1 wird es als einzigen Audi ausschließlich mit Frontantrieb geben, eine Quattro-Version ist nicht vorgesehen.

Premiumklientel wartet schon

So gewappnet wird der A1 ob seines Premiumpreises eine Schar von Fans in Kürze um sich ringen. Denn viele Käufer warten händeringend auf was kleines Feines. Da wird der Einstandspreis von 16.000 Euro erstens nicht abschrecken und zweitens oft in Sphären abgleiten, die den Griff zu größeren und nicht weniger luxuriösen Fahrzeugen ermöglichen würden. Nur Audi, das steht dann wohl eher nicht auf dem Auto. (mb)

Audi A1

 
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