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Galerie: Vorstellung Audi A4 Avant

Vorstellung: Audi A4 Avant

Darf’s ein bisschen mehr sein

20.02.2008

Ingolstädter mögen’s groß. Nur so lässt sich der „Größenwahn“ bei Audi erklären. Auf dem Genfer Autosalon zeigt die VW-Tochter den A4 Avant. Wie sein großer Bruder A6 überragt auch der neue Kombi seine Mitbewerber um Längen.

Das Mercedes C-Klasse T-Modell übertrifft er um zehn Zentimeter, den BMW 3er Touring gar um das doppelte: Von Stoßstange zu Stoßstange bringt es der neue Audi A4 Avant auf eindrucksvolle 4,70 Meter und misst damit exakt soviel wie die Limousine. Das Dutzend an Zentimetern, um das er über seinen Vorgänger hinausgewachsen ist, kommt Passagieren und Kofferraum gleichermaßen zu Gute.

So üppig wie der Längenunterschied ist der Vorsprung beim Gepäckvolumen allerdings nicht. Im Grundmaß fasst der A4 Avant 490 Liter, der Benz liegt nur fünf Liter darunter und auch der BMW braucht sich mit 460 Litern nicht zu verstecken. Ein Teil des theoretisch möglichen Platzangebotes haben die Designer der sportlichen Optik geopfert: Die äußerst flach stehende D-Säule sieht schick aus, kostet aber Volumen.

Ausreichend Stauraum

Galerie: Vorstellung Audi A4 AvantAlles kein Grund zum Jammern, schließlich lässt sich die Rückbank im Verhältnis zwei zu drei umlegen und gibt so einen Laderaum von 1.430 Litern frei. Zusätzlich gibt es eine Durchlademöglichkeit für Skier. Einfaches Beladen verspricht die große Heckklappe zusammen mit der tiefen Ladekante. Große Rückleuchten, die sich in den Heckdeckel ziehen, sorgen optisch für ein noch breiteres Heck.

Analog zur Limousine zeigt sich die Front des neuen Kombis, wer Xenon-Licht ordert erhält automatisch das geschwungene, aus vierzehn LEDs bestehende Tagfahrlichtband. Das A4-Gesicht wirkt dadurch markant und fällt im Rückspiegel sofort als solches auf. Im Übrigen lässt sich die Verwandtschaft zum größeren A6 nicht leugnen, so manch einer wird einen zweiten Blick brauchen, um den neuen zu erkennen.

Zu viel A6?

Galerie: Vorstellung Audi A4 AvantDas könnte Audi auf Dauer zum Nachteil gereichen: Zum einen wird manch A6-Käufer sich in Zukunft für den Kleinen entscheiden, zum anderen wirkt das Design durch die optische Nähe als wenig frisch. Ob man sich daran schnell satt sieht, wird sich zeigen. Das edle, fahrerorientierte Interieur haben die Ingenieure von der Stufenheckversion übernommen. Auch im Kombi setzt Aluminium sportliche Akzente.

Technisch ist der A4 Avant mit allen Raffinessen ausgestattet, die die Ingolstädter Werkstätten hergaben. Wie die Limousine profitiert der Kombi von der neuen Vorderachse, die fünfzehn Zentimeter weiter vorne sitzt und so eine ausgewogenere Gewichtsverteilung sicherstellt. Auch das Dynamikfahrwerk wurde aus der Limousine adaptiert. Je nach Ausstattung kann der Fahrer per Tastendruck Einfluss auf Gasannahme, Schaltpunkte der Automatik, Lenkung und die regelbaren Stoßdämpfer nehmen. Ganz nach Belieben kann die Abstimmung zwischen komfortabel, normal oder sportlich verändert werden, auf Wunsch gibt es ein viertes, individuelles Programm, in dem sich alle Parameter einzeln justieren lassen.

Start mit fünf Motoren

Galerie: Vorstellung Audi A4 AvantAn den Start geht der Avant in wenigen Wochen mit zunächst fünf Motoren. Vorläufig markiert der Sechszylinder 3.2 FSI mit 265 PS und 300 Newtonmeter die Spitze. Positiv: Obwohl das Aggregat zehn PS mehr leistet als im Vorgängermodell ist der Verbrauch laut Audi um eineinhalb Liter auf 8,1 Liter gesunken. Darunter bietet Audi von Beginn an den 160 PS starken 1.8 TFSI an. Seine Stärke liegt im weiten Drehzahlband: Von 1.500 bis 4.500 Umdrehungen liegen 250 Newtonmeter an. Eine 120 PS starke Ausbaustufe des 1.8er folgt im Herbst.

Der angebotene Zwei-Liter-Diesel arbeitet nun mit Common Rail-Einspritzung und ist in zwei Leistungsstufen erhältlich. Das Einstiegsmodell markiert die 143-PS-Version mit 320 Newtonmeter, darüber rangiert die 350 Newtonmeter starke 170-PS-Variante. Top-Modell unter den Selbstzündern ist der 3.0 V6: Er katapultiert mit 240 PS und 500 Newtonmeter (zwischen 1.500 und 3.000 U/min) den Avant in 6,3 Sekunden auf Tempo 100.

Wahlfreiheit

Galerie: Vorstellung Audi A4 AvantFür alle Motoren ist ein manuelles Sechsgang-Getriebe vorgesehen. Den 3.2 FSI bietet Audi optional mit einer sechsstufigen Automatik an, der 143 PS starke 2.0 TDI sowie der 1.8 TFSI können mit der stufenlosen „multitronic“ gekoppelt werden. Auch in Sachen Antriebsart bietet Audi zwei Alternativen: Die beiden stärksten Aggregate haben serienmäßig den Allradantrieb quattro an Bord, bei den übrigen Modellen wird die Vorderachse angetrieben.

Aus der Limousine bekannte Assistenzsysteme unterstützen nun auch den Kombi-Fahrer, der „lane assist“ warnt vor versehentlichen Spurwechseln, der „side assist“ überwacht den Toten Winkel und warnt gegebenenfalls den Fahrer. Und für den richtigen Abstand zum Vordermann sorgt der adaptive Tempomat „adaptive cruise“.

Ein Schnäppchen?

Dass es diese Extras nicht für lau gibt, ist klar. Trotzdem lässt sich mit dem Audi A4 Avant ein Schnäppchen machen: Mit 27.550 Euro für den im Herbst auf den Markt kommenden 120 PS starken 1.8 TFSI in der Basis-Ausstattung Attraction liegt der Ingolstädter 1.400 Euro unter dem günstigsten BMW und ist ganze 5.000 Euro billiger als der Einstiegs-Benz.

Zwar übertreffen die Konkurrenten den Audi leistungsmäßig um 36 (Mercedes) beziehungsweise 23 PS (BMW), doch stellt der A4  beide in Sachen Drehmoment in den Schatten. Seinen 250 Newtonmetern können die Mitbewerber nur 190 (3er) und 230 Newtonmeter (C-Klasse) entgegensetzen. Damit gleicht der Ingolstädter seine schwäche aus und startet gut gerüstet in das Rennen um die Kundschaft. Und die Konkurrenz sollte sich warm anziehen! (mg)

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