Dem Traumwagen ein Stück näher. Worauf Sie beim Youngtimer achten müssen.
Konzeptautos sind das Salz jeder Automesse: Sie verbinden den gestalterischen Wahsninn der abgefahrenen Designstudien mit einer Portion Realität, bringen Wunsch und Wirklichkeit zusammen, verbinden Morgen mit Heute und die Utopie mit dem Jetzt. Der von Audi auf der Pariser Motorshow enthüllte Crosslane könnte in drei Jahren als Q2 auf die Straße kommen.
In drei Bereichen weist der Crosslane für Audi den Weg in die Zukunft. Erstens zeigt er ein gestrafftes Design, das für künftige Qs tonangebend sein wird. Zweitens treibt er den serienfähigen Leichtbau eine Stufe weiter. Und schließlich ist er der zweite Audi mit einem wegweisendem Hybridantrieb.
Design
Nicht nur für den Laien ähneln sich die aktuellen Audi Modelle derart, dass man nicht mehr sicher zwischen den Klassen unterscheiden kann, ein A3 sieht aus wie ein A4 sieht aus wie ein A6 und auch Q3, Q5 und Q7 wirken wie Zwillinge in unterschiedlichen Wachstumsstadien.
Für die Markenidentität ist das von Vorteil, doch einzelne Modelle benötigen auch Eigenständigkeit. Das Crosslane Coupé zeigt, dass die Audi-Designer um ihren Chef Wolfgang Egger durchaus Handlungsbedarf sehen: Das Konzeptauto entwickelt mit mehr Kanten und klaren Linien mehr Schärfe für das Markendesign. Der - immer noch dominante - Kühlergrill ist tragendes Strukturelement. Die LED-Scheinwerfer sind horizontaler als in der jetzigen Serie, die hinteren Kotflügel wölben sich muskulös heraus und verleihen dem Zweitürer einen kräftigen Stand. Das Targadach wird nur von A- und B-Säule getragen und verschwindet auf Knopfdruck hinter den Vordersitzen.
Die gestrafften Linien finden sich auch im Innenraum, der sehr puristisch wirkt und damit angenehm reduziert. Doch das fast schon schlicht zu nennende Design unterstreicht damit umso mehr, dass der Crosslane wohl noch mehr zu bieten hat.
Leichtbau
Ein Problem moderner Autos ist das zunehmende Gewicht das einerseits den gestiegenen Komfortansprüchen der Kundschaft und andererseits den ebenfalls gestiegenen Crash-Anforderungen geschuldet ist. Die Lösung besteht laut Audi in einer Mischbauweise von extrem leichten Baustoffen, im Falle des Crosslane von Aluminium mit Kohle- und Glasfaser verstärkten Kunstoffen (CFK und GFK). Das Aluminium bildet dabei einen stabilen Rahmen für die Fahrgastzelle, ergänzt mit Crash-Strukturen aus CFK und Anbauteilen aus GFK. Mit diesem „Multimaterial Space Frame“ wiegt der Crosslane Hybrid knapp 1.400 Kilogramm. Fahrfertig. Inklusive Batterien.
Hybrid
Angetrieben wird das Showcar von einem Dual-Mode Hybrid der zwei Elektromotoren mit einem hocheffizienten Dreizylinder Benziner kombiniert. Dieser ist in den technischen Spezifikationen identisch mit dem des von uns kürzlich gefahrenen A1 e-tron. Daher können wir an dieser Stelle schon jetzt sagen: Her damit! Ein SUV mit einem Verbrauch von 1,1 Litern Benzin hätte nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA und in China Zukunft.
Der Dreizylinder-Benziner mit 122 PS ist mit dem ersten E-Motor verbunden, der 68 PS leistet - Kraft genug, um als Starter und Generator zu fungieren. Elektromotor Nummer zwei (116 PS) übernimmt den Antrieb. Eine Kupplung koppelt nun diese Motoren je nach Bedarf optimal zusammen. In der Stadt und bis 55 km/h arbeitet meist nur Elektromotor Zwei emissionsfrei - die beiden anderen Motoren springen nur darüber hinaus bei, der Verbrenner speist dabei lediglich die Batterie. Da der Verbrenner erst bei höheren Geschwindigkeiten in den Antrieb eingekoppelt wird, kann auf ein Getriebe vollständig verzichtet werden.
Bei höheren Geschwindigkeiten und bis circa 130 km/h teilen sich in der Regel E-und Benzinmotor die Arbeit, darüber arbeitet vor allem der 1,5-Liter-Dreizylinder. In allen Modi soll es dabei durchaus sportlich zugehen. Selbst rein elektrisch ist der Sprint auf 100 km/h in 9,8 Sekunden erreicht – mit Benziner-Hilfe geht es noch mal 1,2 Sekunden schneller.
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