Dem Traumwagen ein Stück näher. Worauf Sie beim Youngtimer achten müssen.
Nur drei Jahre hat der Audi Q7 unangetastet durchgehalten. Jetzt wird er (sanft) überarbeitet. Mit einer bislang unvergleichlichen LED-Lichtarie will Audi den größten Ingolstädter optisch aufgewertet wissen und zu mehr Sicherheit beitragen. Wichtiger: Alle Motoren erfüllen nun die Euro-5-Norm und ein Diesel konnte seinen Durst um satte 1,2 Liter zügeln.
Des einen Leid, ist des anderen Freud. LED-Tagfahrlicht gefällt vielen, aber eben nicht allen. Audi zeigt nun (mal wieder), was in Sachen LED-Technik geht. Die Leuchtdioden sind nämlich die auffälligsten optischen Änderungen am modernisierten Riesendampfer Q7.
Vorne erstrahlen nun Blinker und Tagfahrlicht im mehr oder weniger einheitlichen Audi-Stil. Besitzt der „alte“ Q7 serienmäßig edel wirkende Glühlampen als Tagfahrlicht (bis auf den V12 TDI), bilden beim überarbeiteten Q7 satte 14 LED einen Rahmen um die Hauptscheinwerfer. Nach waagerechter Lichtleiste (A6, S6 und TTS), Flügelmodell (A3 und Q5), geschwungenen Leuchtband (A4, A5 und R8) und LED-Kreuz (A8/S8) ist das nun die fünfte LED-Spiel-Variante.
Die Blinker befinden sich zwar weiterhin an gewohnter Stelle oberhalb der Nebelscheinwerfer, erinnern durch die Diodentechnik nun aber an die LED-Indikatoren des Kia Opirus. Ein neu gezeichneter Kühlergrill sowie ein dezent veränderter Stoßfänger vollenden die sanfte Front-Evolution.
Die Seitenschweller tasteten die Designer ebenso zaghaft an und modellierten lediglich einen kleinen Schmiss hinein. Am Heck stechen vor allem der konturierte Bereich um das Nummernschild und die neue Rückleuchtengrafik ins Auge. Größenmäßig unverändert erstrahlen sie nach A3-Vorbild mit Lichtleitern und LED.
Vier neue Lackierungen, bei denen unter anderem die kommende Trendfarbe Braun dabei ist, unterstreichen den Neuheitenwert. Innen gibt es kleine Chromapplikationen im Armaturenträger und neue Sitzbezüge in Stoff und Leder.
TDI Clean Diesel für Deutschland
Eine neue Schubenergie-Rückgewinnung soll für einen minimalen Effizienzgewinn sorgen. Beim beliebtesten Aggregat, dem 3.0 TDI fußt das nicht, denn nach Norm bleibt der Verbrauch des 240 PS starken Diesels mit 9,1 Litern unverändert. Ganz neu, zumindest für Deutschland und Europa, ist der 3.0 TDI Clean Diesel. Mit seinem besonderen Abgassystem – mit DeNox-Kat, Ad-Blue-Einspritzung und Brennraumsensoren – erfüllt er schon heute die ab 2014 gültige Euro-6-Norm und soll zudem 0,2 Liter weniger verbrauchen als der „normale“ Dreiliter.
Den Durst drücken konnten die Ingenieure beim 4,2-V8-TDI. Von 11,1 Litern soll er auf 9,9 Liter gesunken sein. Gleichzeitig stieg die Leistung von 326 auf 340 PS. Das Drehmoment bleibt mit 760 Newtonmetern identisch. Top-Diesel und derzeit stärkster Pkw-Selbstzünder weltweit bleibt der V12 TDI mit 500 PS und 1.000 Newtonmetern Drehmoment.
Für die in Europa unpopulären Benziner hat sich leistungsmäßig nichts geändert. Weiterhin gibt es für Europa den 3,6-Liter-FSI mit 280 PS und den achtzylindrigen 4.2 FSI mit 350 PS. Hier konnte der Verbrauch um jeweils 0,6 Liter auf 12,1 und 12,7 Liter gesenkt werden.
Für die beiden Achtzylinder ist auch weiterhin die 420-Millimeter-Keramikbremse erhältlich. Kostenpunkt: Gut 8.000 Euro plus mindestens 2.500 Euro für 20-Zoll-Felgen anstelle der 18-Zöller. Beim V12 TDI ist diese Sechskolben-Bremse stets im Lieferumfang enthalten.
Vom Grundpreis wird sich für zukünftige Q7-Käufer wenig ändern. Bei gut 51.000 Euro startet die Preisliste für den Q7 3.6 FSI. Der Dreiliter-Diesel wird auch weiterhin rund 900 Euro mehr kosten. Der V12 TDI schwebt mit gut 130.000 Euro ohnehin in anderen Sphären. (mb)
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