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Galerie: Vorstellung Audi Q7 V12 TDI

Vorstellung: Audi Q7 V12 TDI

Am oberen Limit

13.03.2008

Er ist ein Superlativ, den die Welt nicht braucht. Der Audi Q7 V12 TDI leistet ungeheure 500 PS, stemmt 1.000 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle und zeugt mit seinem martialischen Auftritt von unbändiger Kraft. Wenn auch überflüssig, so schlägt Audi mit dieser Version dennoch den richtigen Weg ein, um leistungsstarke, schnelle und hyperexklusive SUVs zu bauen. Warum? Lesen Sie doch einfach weiter.

Es gibt weltweit eine elitäre Gruppe, die unbedingt das stärkste, größte, schnellste oder teuerste Fahrzeug bewegen will. Klar, dass Autofahrer mit solchen Ansprüchen leicht ein superschnelles, superteures und supergefräßiges Mobil in ihre Garage stellen.

Als plakatives Beispiel nehmen wir einen Porsche Cayenne Turbo. Grundpreis: rund 110.000 Euro; Leistung: 500 PS; Drehmoment: bis zu 700 Newtonmeter. Beeindruckende Zahlen. Weniger beeindruckend: Der Gesamtverbrauch des SUV beträgt im EU-Zyklus saftige 14,9 Liter Superplus. Der Realverbrauch des Benzin-Direkteinspritzers sieht logischerweise noch etwas anders und zwar viel höher aus.

Viel leisten, weniger konsumieren

Galerie: Vorstellung Audi Q7 V12 TDIUnd genau da kommt nun der Audi Q7 V12 ins Spiel. Er hat die gleiche PS-Zahl, überbietet den Porsche im Drehmoment um 300 Newtonmeter (dieselbedingt) – das ist mehr als ein Golf GTI hat – und unterbietet den Cayenne im Norm-Verbrauch um drei Liter. Auch wenn es absurd klingen mag, der Umwelt hilft dieser Weg, denn im Alltag wird die Differenz zwischen Turbobenziner und Turbodiesel weitaus größer sein. Und der Kunde geht beim V12-Q7 keinerlei Kompromisse ein.

Mit 60 Grad

Laut Hersteller soll der 48-Ventiler ein dezentes Klangbild besitzen, welches unter Last eine kraftvolle, voluminöse Farbe annimmt und eine hochkultivierte Arbeitsweise an den Tag legt. Mitverantwortlich für diese Audi-Prophezeiung ist die Bauart des V12. In einem 60-Grad-Winkel sind jeweils sechs Zylinder pro Bank angeordnet. Das soll neben der Kompaktbauweise vor allem auch der Laufruhe zugute kommen, da dieser Zylinderwinkel für einen V12 ideal sei.

Sechsliter-Motor

Mit nur 684 Millimetern Länge ist der 5.934 Kubikzentimeter große Motor erstaunlich kompakt ausgefallen. Der Hubraum verteilt sich in gleichem Verhältnis auf die zwölf Töpfe, wie es beim 3.0 TDI derer sechs tun. Beatmet wird der Common-Rail-TDI von zwei Turboladern, deren hitziges Treiben zwei Ladeluftkühler beruhigen. 1,6 bar Druck liegen maximal an.

Galerie: Vorstellung Audi Q7 V12 TDIAb 1.750 Umdrehungen erreicht die Maschine ihr Maximaldrehmoment. Dann muss das Aggregat mit ordentlich Sprit versorgt werden. Dieser wird durch die ultrafeinen Öffnungen der Achtloch-Injektoren und mit bis zu 2.000 bar in die Brennräume geschossen und entfacht dort das Feuer, mit dem der 2,6-Tonner in 5,5 Sekunden auf 100 km/h sprintet. Als Topspeed sind elektronisch begrenzte 250 km/h realisierbar.

Hier siegt dann zwar der Cayenne-Turbo, denn er erledigt den Sprint in 5,1 Sekunden und packt bei der Limitierung des Q7 noch 25 km/h oben drauf. Dafür laufen beim Cayenne Turbo bei schneller Autobahnfahrt locker 25 Liter pro 100 Kilometer Distanz durch die Brennräume. Ein V12 TDI dürfte bei gleichem Tempo mit weniger als 20 Liter auskommen. Ein Praxistest muss dies noch klären.

Dezentes Interieur, extrovertiertes Exterieur

Galerie: Vorstellung Audi Q7 V12 TDISo krass das Aggregat ist, so normal ist der Innenraum des Mega-Q7. Unauffällige Insignien verraten, dass die Passagiere in einem ganz besonderen SUV unterwegs sind. Spezielle Einstiegsleisten, hochwertige Karbon-Blenden im Innenraum und eine Tachoskala bis 310 km/h zeugen von sanftem Understatement.

Das sieht an der Außenhaut anders aus. Hier trumpft der stärkste Diesel-SUV der Welt mit dicken Backen – bis zu 30 Millimeter verbreitert, bis zu 21 Zoll großen Aluminiumrädern, Keramik-Bremsscheiben mit einer Achtkolben-Festsattelanlage vorne und speziell angepasster Front und Heck auf. Vorne sitzen die jeweils zwölf (!) Tagfahrlicht-LEDs in Linie an prominenter Stelle über den Luftöffnungen und erinnern so an den Audi S6. Die Blinker, die bei den Normal-Q7 in der Frontschürze ihren Platz haben, wanderte in den Hauptscheinwerfer. Sparsamer Umgang mit Aluminium an Spiegelkappen und Dachreling sowie der gerade bei diesem Modell nicht notwendige Edelstahl-Unterfahrschutz runden das Gesamtkunstwerk ab.

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Fahrwerkseitig kommt eine an die Leistung angepasste adaptive Luftfederung (air suspension) zum Einsatz, die den Q7 auf nur noch maximal 205 Millimeter Freigang unter dem Fahrzeug anheben kann. Der Quattro-Antrieb verteilt seine Kraft – mittlerweile Audi-typisch – im Verhältnis von 40 zu 60 Prozent an Vorder- und Hinterräder.

Noch dieses Jahr im Handel

Bestellbar soll der Q7 mit ultimativem Stark-Diesel hierzulande ab Sommer 2008 sein. Mit einer Auslieferung der Fahrzeuge, ist aber wohl nicht vor Ende 2008 zu rechnen. Zu den Preisen gibt es bislang keinerlei Auskunft. Vermutlich werden Sie aber geringfügig über denen des Porsche Turbo liegen (mb).

 

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