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Vorstellung: Audi RS4

Vorstellung: Audi RS4

Audi dreht auf

22.02.2005

Irgendwie ist es unheimlich: Was die Konkurrenz auch anstellt, Audi scheint stets eins draufzulegen. Beispiel BMW M3: 343 PS bietet der aktuell sportlichste 3er; 381 Pferde wüteten schon im Audi RS4-Vorgänger. Nun kündigte BMW an, den neuen M3 mit einem hochdrehenden V8 und über 400 PS auszustatten. Audi war nicht nur schneller, sondern tat es gleich: Der neue RS4 hat einen - Überraschung - hochdrehenden V8 mit 420 PS.

Das neue Audi-Aggregat ist das erste Ingolstädter Serienfahrzeug mit Hochdrehzahlaggregat. Der Vorgänger-RS4 wurde noch von einem 2,7-Liter-V6 mit zwei Turboladern befeuert. Nun arbeitet unter der Haube ein V8 mit Benzindirekteinspritzung (FSI), der bis 8.250 Umdrehungen pro Minute dreht.

Mit 420 PS und einem Hubraum von 4.163 ccm überspringt der RS4 die für Serienfahrzeuge magische Hürde von 100 PS pro Liter Hubraum. Das maximale Drehmoment von 430 Newtonmeter erreicht der Motor bei 5.500 Umdrehungen. Für den sportlichen Alltag weit wichtiger: 90 Prozent der maximalen Kraft stehen im breiten Drehzahlspektrum von 2.250 bis 7.600 Touren bereit.

Schweres Leichtgewicht

Vorstellung Audi RS4Die Fahrleistungen des RS4 entsprechen denen eines reinrassigen Sportwagens: In 4,8 Sekunden durchbricht er die 100 km/h-Marke, in 16,6 Sekunden sind 200 Stundenkilometer erreicht. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.

Obwohl die Sportlimousine 1.650 Kilogramm auf die Waage bringt, haben die Entwickler sehr wohl aufs Gewicht geachtet: Die vorderen Kotflügel und die Motorhaube sind aus Aluminium, wie auch die meisten Teile des Fahrwerks. Sogar die RS-Schalensitze wurden so leicht wie möglich konstruiert. Das Leistungsgewicht beträgt lediglich 3,93 Kilogramm pro PS wieder ein echter Sportwagenwert.

Modifikation zum Jubiläum

Vorstellung Audi RS4Rechtzeitig zum 25. Quattro-Jubiläum wurde der Allradantrieb erneut weiterentwickelt. Die jüngste Generation wartet mit asymmetrisch-dynamischer Momentenverteilung und selbstsperrendem Torsen-Mittendifferenzial auf. Dazu kommt das so genannte DRC (Dynamic Ride Control) zum Einsatz, das die Wank- und Nickbewegungen des Fahrzeugs deutlich reduziert. Das ESP wurde für den RS4 komplett neu abgestimmt, reagiert später und regelt so kurz wie möglich.

Wer schnell fährt, muss meist auch hart bremsen. Deshalb wurde eine 18-Zoll-Bremsanlage verwendet. Die Bremsscheiben haben Pizza-Format: vorne 36,5 Zentimeter Durchmesser, hinten immerhin 32,4 Zentimeter. Eine Trockenbremsfunktion sorgt bei feuchter Witterung für zusätzliche Sicherheit, indem in regelmäßigen Intervallen die Bremsbeläge an die Bremsscheiben angelegt und die Bremse so getrocknet werden - der Fahrer spürt davon freilich nichts.

Sport und Luxus

Hinsichtlich der Optik blieben die Audi-Designer vergleichsweise zurückhaltend. Auf den Rennsport-A4 weisen der Kühlegrill in Rautenoptik, die zusätzlichen Lufteinlässe sowie die eigens für den RS4 entwickelten Räder hin. Zudem wurde die Heckschürze mit den beiden großen Endrohren und einem Spoiler neu gestaltet. Die Karosserie liegt gegenüber dem Audi A4 um drei Zentimeter tiefer, die Spur wurde vorne wie hinten verbreitert.

Vorstellung Audi RS4Im Innenraum herrscht sportlicher Luxus: Leder, Aluminium und Carbon sind die dominierenden Materialien. Dazu gibt es Schalensitze mit hohen Seiten-wangen, die sich auf Knopfdruck aufblasen und damit perfekt an den Fahrer anpassen lassen. Das unten abgeflachte RS-Sportlenkrad, der Motorstartknopf auf der Mittelkonsole und die Aluminium-Pedale lassen keine Zweifel an den Rennsport-Ambitionen aufkommen. Auf Komfort muss jedoch nicht verzichtet werden. Komfort-Klimaautomatik, akustische Einparkhilfe und eine High-End-Radioanlage sind von Haus aus mit dabei.

Publikumspräsentation feiert der RS4 in Genf, die Markteinführung ist kurz vor September geplant. Vorerst wird es den Super-A4 nur als Limousine geben, zu Preisen ab etwa 70.000 Euro. Die Kombi-Variante - den beliebten Vorgänger gab es ausschließlich in der praktischen Karosserieform wird erst 2006 auf den Markt kommen. (bs)

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