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Galerie: Vorstellung Audi S8

Vorstellung: Audi S8

Lambo-Limo

25.10.2005

Bei Audi gehört es zum guten Ton, jede Baureihe mit einem sportlichen “S”-Modell nach oben hin abzurunden. Auf der Tokio Motor Show stellen die Ingolstädter nun den S8 vor - mit einem Motor, der auf dem V10 des Lamborghini Gallardo basiert.

Allerdings wurde das Lambo-Aggregat gehörig modifiziert, unter anderem mit der Benzindirekteinspritzung FSI versehen. Im S8 leistet der Zehnzylinder mit 5,2 Liter Hubraum nun 450 PS bei 7.000 U/min. Dazu kommt ein mächtiges Drehmoment von 540 Newtonmetern, das bereits ab 3.500 Touren anliegt. Und darunter? Schon knapp über 2.000 U/min wuchtet der Motor gut 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle.

Die daraus resultierenden Fahrleistungen sind in jeder Hinsicht überragend. In nur 5,1 Sekunden stürmt der Zweitonner auf Tempo 100, drängt vehement weiter, bis ihn die Elektronik bei 250 km/h ausbremst. Noch fühlt sich Audi der einst von zahlreichen deutschen Herstellern getroffene, freiwillige Tempo-Beschränkung verpflichtet, auch wenn Konkurrenten wie Opel (Vectra OPC 260 km/h) und BMW (M5 und M6 auf Wunsch 305 km/h) diese de facto bereits aufgekündigt haben. „Rein theoretisch schafft der S8 ebenfalls um die 300 km/h“, versichert Audi.

Heckbetonter Allradantrieb

Galerie: Vorstellung Audi S8Als bedeutend wichtiger hingegen werden die Handlingeigenschaften der Oberklasselimousine betrachtet. Und da soll der große Audi dem sportlichen Image der Marke voll gerecht werden. Obligatorisch ist der S8 mit dem Allradantrieb quattro der neuesten Generation ausgerüstet. Das bedeutet im Normalfall eine hecklastige Auslegung der Antriebskräfte (40:60). Wenn nötig, leitet das zentrale Mittendifferenzial bis zu 85 Prozent auf die Hinterachse - oder bis zu 65 Prozent auf die Vorderachse.

Das luftgefederte Sportfahrwerk (Option für A8) wurde für den S8 noch einmal straffer ausgelegt. Zwar stehen weiterhin verschiedene Fahrprogramme zur Verfügung, darunter auch eine Komfort-Einstellung, doch sollen die Wank- und Nickbewegungen der Karosserie noch einmal reduziert worden sein. Zudem wurde die Lenkung direkter übersetzt. Die kürzer übersetzte Sechsgangautomatik lässt sich wie gehabt über Wippen am Lenkrad „manuell“ schalten.

Zurückhaltung nur optisch

Galerie: Vorstellung Audi S8„Die Modelle der S-Reihe stehen für kultivierte Sportlichkeit“, ist in der Pressemappe zu lesen. Schön, dass dies dem S8 anzusehen ist. Der Prollfaktor geht gegen Null, die optischen Retuschen sind marginal. Am auffälligsten sind noch die kleinen Änderungen am Grill, die vier Endrohre und die formschönen 20-Zoll-Räder mit Breitreifen im Format 265/35. Ähnlich sachte wurde das Interieur auf Sport getrimmt: Zweifarbige Ledersitze mit farblich abgesetzten Nähten, silberfarbener Dachhimmel, gebürstetes Aluminium und Carbon anstelle von Holz sowie hellgraue Skalen machen den Unterschied zum A8 aus.

Und nun zu den Kosten: Ab 97.600 Euro ist der Audi S8 ab Mitte 2006 zu haben. Wer sich das leisten kann, dem dürfte auch der Durchschnittsverbrauch von minimal 13,9 Liter Superplus kaum wehtun. Zumal in der Praxis durchaus mit gut 20 Litern zu rechnen ist - zumindest wenn man den Audi wie einen Lambo fährt. (bs)

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