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Der 2003 eingeführte Continental GT war für Bentley ein Riesenerfolg, an dem die auf dem Pariser Autosalon debütierende Neuauflage nahtlos anknüpfen soll. Wohl auch deshalb sind die optischen und technischen Unterscheide von eher marginaler Natur. Doch zumindest eine kleine Antriebs-Revolution fürs Modelljahr 2012 hat Bentley angekündigt.
Dass der Bentley Continental ein technisch naher Verwandte des VW Phaeton ist, mag man dem distinguierten Briten kaum ansehen. Bei der Neuauflage wurde diese eigenständige Außenoptik im Vergleich zum Vorgänger lediglich um Nuancen modifiziert. Auch die Außenabmessungen blieben bis auf eine leichte Spurverbreiterung unverändert. Nur der Kenner wird wohl auf den ersten Blick sehen, dass der Matrix-Grill etwas steiler steht, die Scheinwerfer mit hauchdünnen Chromeinfassungen aufgewertet wurden und erstmalig über ein LED-Tagfahrlicht verfügen. LEDs wurde übrigens in ähnlicher Form erstmalig beim Mulsanne eingeführt.
Ansonsten sorgt Bentley mit dem sogenannten Superform-Verfahren dafür, dass die Blechhaut künftig besser definierte und schärfere Linien bietet. Am Heck fällt zudem noch das Doppelhufeisen-Design von Heckklappe und Schürze auf, das ebenfalls mit dem Mulsanne eingeführt wurde. Schließlich gibt es noch eine neue Diffusoroptik, während die schlicht wirkenden Heckleuchten wie bisher im Doppeloval erstrahlen.
Frischekur innen
Innen sind die Änderungen etwas augenscheinlicher. Neue Sitze mit mehr Seitenhalt sollen im Fond mehr Beinfreiheit ermöglichen und den Einstieg dorthin erleichtern. Das Armaturenbrett bleibt in der Grundarchitektur unverändert, doch gibt es in der Mittelkonsole unterhalb der neu designten Bedieneinheit der Klimaautomatik ein neues Ablagefach. Die neu gestalteten Ablagefächer in den Türen bieten zudem erstmalig Flaschenhalter. Auch das Kombiinstrument mit seinen vier Analoganzeigen und einem Display wurde deutlich aufgefrischt. Ebenfalls neu ist das Navi-Entertainment-System mit Acht-Zoll-Touchscreen, neuer Menü-Führung, neuer Grafikoberfläche sowie einer 30-GB-Festplatte.
Geblieben ist dem Continental GT als vorläufig einziges Antriebsaggregat der prestigereiche Sechs-Liter-W12-Motor, dessen Leistung von 560 auf 575 PS angehoben wurde. Parallel wuchs das Drehmoment von 650 auf 700 Newtonmeter und sollen die Turbolader künftig spontaner ansprechen. Beim sechsstufigen Automatikgetriebe von ZF wurden angesichts der Mehrleistung leichte Anpassungen vorgenommen und gleich noch die Schaltzeiten verkürzt. Beim serienmäßigen Allradantrieb wurde die Momentenverteilung zu Gunsten einer sportlichen Gangart etwas hecklastiger. Im Zuge dieser Maßnahmen musste auch das ESP neu abgestimmt werden.
Stärker und sparsamer
Dank der Antriebsmodifikation und einer Gewichtsreduzierung um 65 Kilogramm auf knapp unter 2,3 Tonnen soll der Continental GT noch antrittsstärker sein. Die Sprintzeit hat sich um zwei Zehntel auf 4,6 Sekunden verkürzt, die Endgeschwindigkeit soll unverändert bei 318 km/h liegen. Parallel sank der Durchschnittsverbrauch von 17,2 auf 16,5 Liter Super pro 100 Kilometer.
Wesentlich effizienter dürfte der Continental GT allerdings mit V8–Benziner werden. Noch hält sich Bentley mit konkreten Informationen bedeckt, kündigt aber für Ende 2011 ein Vier-Liter-Aggregat an. Die Leistung des neuen Motors dürfte wohl jenseits der 400 PS liegen, der Verbrauch könnte sich hingegen auf einen unteren zweistelligen Wert einpendeln.
Im März 2011 will Bentley den neuen Continental GT in den Markt bringen. Über Preise gibt es derzeit noch keine Informationen, doch sind hier keine dramatischen Sprünge zu erwarten. Derzeit kostet der Continental GT rund 180.000 Euro.
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