Pariser Autosalon 2012
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Galerie: Vorstellung BMW 7er Facelift

Vorstellung: BMW 7er Facelift

Rüstung vor dem Sturm

25.05.2012

Mit Spannung wird die neue Mercedes-Benz S-Klasse erwartet, die wohl in diesem Herbst auf dem Pariser Auto Salon debütiert und im Frühjahr 2013 in den Handel kommt. Traditionell setzt das Flaggschiff der Stuttgarter neue Maßstäbe und mischt die automobile Oberklasse ordentlich auf. BMW rüstet sich schon jetzt gegen die zu erwartende Konkurrenz und schickt ab Juli 2012 den überarbeiteten 7er ins Rennen.

So gründlich wie noch nie sei der 7er überarbeitet worden, betont Projektleiter Dr. Robert Kahlenberg. Das mag man kaum glauben, denn äußerlich hat sich die jetzt acht Millimeter flachere Limousine kaum verändert. Die ohnehin mächtige BMW-Niere wurde mit einem dicken Chromrand und neun statt zwölf Streben noch etwas prominenter, die Schweinwerfer marginal überarbeitet. Auf Wunsch und für 2.500 Euro arbeiten die Frontleuchten nun mit LED-Technik; die dazu passenden LED-Nebelleuchten kosten noch einmal 210 Euro. Am Heck ist außer einer neuen Chromspange nichts zu erkennen.

Stopp-Start und Power-Diesel

Galerie: Vorstellung BMW 7er FaceliftGründlicher erfolgte die Überarbeitung unter der Haube, um bis zu 25 Prozent konnte der Verbrauch gesenkt werden. Alle Modelle sind fortan an die Achtgang-Automatik gekoppelt und haben mit einer Ausnahme eine Stopp-Start-Automatik an Bord. Nur der Zwölfzylinder im 760i darf an der Ampel weiter laufen.

Den im 5er vorgestellten Top-Diesel 550d xDrive gibt es ab sofort auch in der Oberklasse und heißt dort 750d xDrive. Mit 381 PS und 740 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt der dreifach aufgeladene Dreiliter-Reihensechszylinder (intern N57 genannt) den Siebener in nur 4,9 Sekunden auf Tempo 100; dabei soll er gerade mal 6,4 Liter konsumieren.

Neuer Benziner im 740i

Nur noch 5,6 Liter Diesel je 100 Kilometer soll sich das europäische Volumenmodell 730d nehmen, das nach dem Facelift 258 PS (plus 14 PS) und 560 Newtonmeter Drehmoment leistet. Im 740d entwickelt der gleiche Dreiliter-Sechszylinder-Diesel dank TwinTurbo-Technik, also zwei unterschiedlich großen Ladern, zukünftig 313 PS (plus sieben PS) und 630 Newtonmeter; der Verbrauch liegt mit 5,7 Liter, wie beim 730d, um 17 Prozent niedriger als beim Vorgänger

Der um 43 auf 450 PS gesteigerte 4,4-Liter-V8-Turbobenziner (N63) im 750i ist eher für den amerikanischen und asiatischen Markt interessant; für China gibt es auch eine auf vier Liter Hubraum reduzierte Version mit 400 PS. Mit 8,6 Liter pro 100 Kilometer sinkt der Verbrauch um satte 25 Prozent. 21 Prozent weniger als bisher schluckt der 3,0-Liter-Turbo-Reihensechszylinder im 740i; eine Weiterentwicklung des verbreiteten, 306 PS starken „35i“ (N55), der in dieser Ausbaustufe im 640i debütierte und auch im Roding Roadster zum Einsatz kommt. Mit 320 PS ist er nur marginal schwächer als sein Bi-Turbo-Vorgänger, der Verbrauch sinkt jedoch von 9,9 auf 7,9 Liter.

Hybrid mit Sechs-Zylinder

Galerie: Vorstellung BMW 7er FaceliftAuch den Hybrid haben die Ingenieure überarbeitet, statt eines V8 koppeln sie nun den besagten N55-Sechszylinder mit dem 40-Kilowatt-Elektromotor. So stehen nicht mehr wie bisher 465 PS zur Verfügung, sondern 354 PS; den Normverbrauch gibt BMW nun mit 6,8 statt mit 9,4 Litern an, rein elektrisch sollen vier Kilometer möglich sein. Günstiger wird der ActiveHybrid7 durch den Verzicht auf zwei Zylinder auch, er kostet nur noch 89.300 Euro; bislang wurden 105.900 Euro fällig. Die anderen Modelle wurden geringfügig teurer, günstigster 7er ist weiterhin der 730d für jetzt 74.900 Euro, der 740d kostet 81.900 Euro.

Alle Siebener haben mit dem Facelift serienmäßig eine Hinterachs-Luftfederung mit Niveauregulierung an Bord und auch die Dämpfer wurden erneuert. Wer will, kann eine Wankstabilisierung ordern, die die Seitenneigung reduzieren soll. Neben dem Sport- und Komfortmodus gibt es nun auch im 7er das EcoPro-Programm zum Spritsparen, das neben der Gaspedalkennlinie unter anderem auch die Klimaanalage und Sitzheizung einbremst. Beim Hybrid gibt es zudem eine neue Segelfunktion.

Neue Sitze, digitale Instrumententafel

Galerie: Vorstellung BMW 7er FaceliftIm Innenraum fallen die schlankeren Sitze für Fahrer und Beifahrer auf, optional können sie gegen strafferes Sportgestühl oder rückenschonenden Multikontursitze getauscht werden; letztere haben kleine Klapptische an der Rückseite der Lehne. Noch mehr Komfort im Fond versprechen die zwei Einzelsitze an Stelle der Dreierbank. Eine neue Ambientebeleuchtung und noch bessere Geräuschdämmung sollen für noch mehr Wohlbefinden sorgen.

Für 600 Euro Aufpreis lassen sich die klassischen Rundinstrumente durch eine komplett digitale Instrumententafel mit 10,25 Zoll großem TFT-Display ersetzen, die individuell angepasst werden kann und je nach Fahrmodus verschiedene Inhalte anzeigt, außerdem ändert sich die Farbe. Im blauen EcoPro-Programm etwa werden Spritsparinformationen angezeigt, im orangefarbenen Sportmodus stehen Geschwindigkeit und Drehzahl im Vordergrund.

Fußgänger werden angeleuchtet

Erstmals verfügbar ist ein neu entwickeltes Nachtsichtgerät, das Personen und Tiere auch außerhalb des Scheinwerferkegels erkennt und sie mit zwei schwenkbaren LED-Scheinwerfern anstrahlt. Außerdem kann der 7er mit zahlreichen Assistenten wie Verkehrszeichenerkennung oder Abstandstempomat mit Stopp-and-go-Funktion aufgerüstet werden. We beim 3er lässt sich nun auch beim Flaggschiff der Kofferraumdeckel per Fußschwenk unter der Heckschürze öffnen.  

Ob die getroffenen Maßnahmen reichen, um der neuen Mercedes-Benz S-Klasse ab 2013 Paroli zu bieten, wird sich zeigen. Frühestens 2014, eher 2015, wird BMW mit einer neuen 7er-Generation auf das Stuttgarter Top-Modell antworten.  

 
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