Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
BMI oder Body Mass Index beschreibt die Leibesfülle und ist vor allem bei dessen Zunahme nicht nur in der "Gala" ein favorisiertes Thema. Doch scheinbar liest man Gala bei BMW nicht, denn sonst hätte man in München beim neuen M3 Cabrio mehr Wert auf Verschlankung gelegt: Mit seinem Stahl-Klappdach ist es ein Mix aus Cabrio und Coupé, was neben unbestreitbaren Vorzügen eben auch einen Gewichtsnachteil mitbringt.
Optisch ist die offene M3-Version eng mit dem bereits bekannten Coupé verwandt. Die Motorhaube mit Powerdome und Luftöffnungen, die aggressiv gezeichnete Frontschürze sowie das Diffusorheck mit vier Auspuffendrohren konnte man schon beim Coupé bewundern. Der entscheidende Unterschied liegt in der Konstruktion der Dächer. Während das Coupé über ein leichtes Karbondach verfügt, ist es bei der Frischluft-Variante dreiteilig und aus Stahl. Diese variable Dachkonstruktion ermöglicht es, per Knopfdruck innerhalb von 22 Sekunden in den Open-Air-Modus zu wechseln.
Trotz Mehrgewicht sportlich
Dann heißt es eigentlich eitel Sonnenschein. Doch das variable Dach sorgt für ein deutlich höheres Fahrzeuggewicht. So müssen im Fall des Cabriolets zusammen mit dem Fahrer gut 1,9 Tonnen bewegt werden. Das sind fette 230 Kilogramm mehr als beim Coupé. Entsprechend hat der 4,0-Liter-V8-Motor etwas mehr Mühe, den offenen Bayer in Schwung zu bringen. Für den Standardsprint vergehen 5,3 statt 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird ebenfalls bei 250 km/h abgeregelt. Das Cabriolet ist im Vergleich zum Coupé nicht nur etwas langsamer, es braucht auch mehr Sprit: Den Normverbrauch für die geschlossene M3-Version gibt BMW mit 12,4 Litern an, das offene Derivat soll sich einen halben Liter mehr genehmigen.
Diese Angaben beziehen sich auf die Versionen mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Sparsamer und schneller werden alle M3 mit dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DKG). Parallel mit der Markteinführung des Cabrios wird BMW ab März 2008 dieses neue Getriebe zunächst ausschließlich für alle M3-Varianten anbieten und setzt damit das bisher bei M-Fahrzeugen eingesetzte SMG ab. Das gegen Aufpreis bestellbare Getriebe bietet gleich mehrere Vorteile: Die Gangwechsel erfolgen automatisch und dank der zwei Kupplungen nahezu ohne Zugkraftunterbrechung. Damit soll das DKG für bessere Fahrleistungen bei gleichzeitig weniger Verbrauch sorgen. Alle M3-Varianten mit Doppelkupplung sollen um 0,2 Sekunden schneller auf 100 km/h sprinten als die Versionen mit Handschaltgetriebe. Darüber hinaus spart das DKG zwischen 0,5 und 0,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer.
3.800 Euro Aufpreis
Unter der Bezeichnung Drivelogic bietet das DKG insgesamt elf elektronisch gesteuerte Fahrprogramme. Fünf davon lassen sich im automatischen und sechs im manuellen Modus anwählen. Der Fahrer hat so die Möglichkeit, zwischen betont sportlichen und besonders komfortablen Schaltcharakteristiken zu wählen. So sorgt zum Beispiel die Launch Control für maximale Beschleunigung aus dem Stand. Alternativ kann man auch eine effizienz-fördernde Getriebesteuerung im Automatik-Modus wählen. Das attraktive Doppelkupplungsgetriebe ist aber nicht ganz billig: Der Aufpreis beträgt saftige 3.800 Euro.
Apropos Preis: In der Basisversion wird das M3 Cabriolet ab 73.950 Euro zu haben sein. Das sind über 7.000 Euro mehr als für das Coupé. Schaut man zum direkten BMW-Mitbewerber Audi, so ist das M3 Cabriolet gegenüber dem rund 85.000 Euro teuren RS4 Cabriolet jedoch fast ein Schnäppchen. (mh)
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