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Galerie: Vorstellung BMW M3

Vorstellung: BMW M3

Schluss mit Understatement

14.04.2007

Understatement war bei der BMW M-GmbH offenbar nur ein temporäres Phänomen. Der neue M3 zeigt wieder unverblümt, dass er ein echter Sportwagen ist - und kehrt damit, was die Optik betrifft, zu seinen Wurzeln zurück. Unter der Haube dagegen geht die Aufrüstung kontinuierlich voran, die jüngste Generation bietet exakt doppelt soviel Motor wie der Ur-M3 vor mehr als 20 Jahren.

1986 brachte BMW den ersten M3 auf den Markt. Mächtige Radhausverbreiterungen und opulentes 80er Jahre Spoilerwerk hoben das Homologationsmodell für die DTM unverwechselbar von den zivilen Mittelklasse-BMWs ab. 200 PS leistete der 2,3-Liter-Vierzylinder, womit der M3 in sagenhaften 6,9 Sekunden auf Tempo 100 spurtete und 245 Sachen schnell war.

Galerie: Vorstellung BMW M3Die Generationen zwei und drei (E36 und E46) kamen wesentlich dezenter daher, die optischen Verweise auf das Mehr an Leistung beschränkten sich im Wesentlichen auf größere Räder und vier Auspuffendrohre. Mit der M-Version des E36 zogen auch hoch drehenden Reihensechszylinder-Motoren ein. Der 3,0 Liter aus dem Jahre 1992 leistete 286 PS bei 7.000 Touren, der bis zuletzt eingesetzte und heute noch im Z4 M-Modell erhältliche 3,2 Liter kommt auf 343 PS und dreht bis 7.900 Touren.

Flinker, nicht schneller

Galerie: Vorstellung BMW M3Entsprechend der Mehrleistung entwickelten sich auch die Fahrleistungen. Mit einer Ausnahme: Die reguläre Höchstgeschwindigkeit ist seit Jahren bei 250 km/h gedeckelt. Das ändert sich übrigens auch bei der neuen, vierten M3-Generation nicht. Wer nicht einen speziellen Lehrgang besucht, muss sich weiterhin hinter den Porsches einreihen.

Optisch macht der neue M3, der auf dem aktuellen 3er Coupé basiert,  historisch gesehen einen Schritt zurück. Mit seinen aufgeplusterten Backen, den wuchtigen Schwellern, den riesigen Lufteinlässen, dem zerklüfteten Heckdiffusor, dem ausmodulierten Powerdome auf der Alu-Motorhaube und dem unlackierten Kohlefaser-Dach trägt der 2007er M3 den wenig zurückhaltenden Chic der 80er Jahre.

High-Tech-Kraftwerk

Galerie: Vorstellung BMW M3Beim Motor musste BMW nachlegen, schließlich baut die versammelte Konkurrenz (Audi RS4, Mercedes CLK 63 AMG, Lexus I-SF) auf Achtzylinder. Und die Bayerischen Motoren Werke ließen sich nicht lumpen, zauberten ein V8-Prachtstück mit Doppel-Vanos-Nockenwellensteuerung, acht Einzeldrosselklappen und doppelter Nasssumpf-Ölschmierung aus dem Hut.

Dank eines Aluminium-Silizium-Kurbelgehäuses wiegt das Aggregat nur 202 Kilogramm. Aus 4,0 Liter Hubraum mobilisiert der Sauger 420 PS - über die Drehzahl. Der Begrenzer setzt erst bei extremen 8.400 Touren ein. Das maximale Drehmoment beträgt 400 Nm und liegt bei 3.900 U/min an.

Die Trinksitten sollen sich laut BMW im Rahmen halten. Unter anderem ist der neue V8 mit einem Bremsenergierückgewinnungssystem ausgerüstet. Strom für das Bordnetz wird während der Schub- und Bremsphasen erzeugt, beim Beschleunigen muss so nicht zusätzlich Energie aufgewendet werden. Letztlich kommt der neue M3 auf einen genormten Durchschnittsverbrauch von 12,4 Liter SuperPlus auf 100 Kilometer (295 g CO2/km).   

Handschalter und M-Taste

Galerie: Vorstellung BMW M3Das automatisierte Schaltgetriebe SMG hat BMW eingemottet.  Geschaltet wird wieder über ein manuelles Sechsganggetriebe. Später wird ein optionales Doppelkupplungsgetriebe folgen. Für ein hohes Maß an Traktion spricht eine variable Differenzialsperre an den angetriebenen Hinterrädern mit Walzen der Dimension 265/40 ZR 18. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 soll in nur 4,8 Sekunden gelingen. Beachtlich, da der Wagen trotz zahlreicher Gewichtssparmaßnahmen wie Alu-Fahrwerk, Alu-Motorhaube und CFK-Dach doch ein stattliches Leergewicht von 1.655 Kilogramm auf die Waage bringt.

Analog zu M5 und M6 ist nun auch der M3 mit der sogenannten MDrive-Taste ausgestattet. Hier lassen sich die ganz persönlichen Fahrdynamik-Favoriten auf eine Taste legen - etwa das Stabilitätsprogramm im verschärften DTC-Modus kombiniert mit der harten „Sport“-Stellung der (optionalen) elektronischen Dämpfer und einer extrem direkten Lenkunterstützung.

Kampfpreis

Galerie: Vorstellung BMW M3Betont sportlich und dennoch luxuriös ist der Innenraum gehalten. Ein Lederlenkrad mit Daumenmulde, rutschfeste Alu-Pedale und Sportsitze stehen auf der funktionalen Seite, eine erweiterte Lederausstattung, der schwarze Dachhimmel und exklusive Dekorleisten fallen unter die Kategorie M-Schmuck.

Beim Händler steht der neue BMW M3 ab Mitte September. Zu Preisen ab 66.650 Euro, womit der neue M3 gut 5.000 Euro günstiger ist als ein Audi RS4 (V8 mit 420 PS) und dem zu erwartenden RS5. Zum Mercedes CLK 63 AMG (V8 mit 481 PS) beträgt die Preisdifferenz fast 24.000 Euro zugunsten des Bayern. (bs)

 
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