Detroit Auto Show 2009
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Galerie: Vorstellung BMW Z4

Vorstellung: BMW Z4

Lange gewehrt

16.12.2008

Mercedes hat es seit 1996, Audi und BMW bislang noch gar nicht. Die Bayern rümpften bei der Kombination aus Roadster und Klappdach stets die Nase. Das ändert sich ab Mai 2009, dann kommt der neue Z4 von BMW – mit Klappdach. Damit ersetzt der Neue neben dem Z4 Roadster auch das selige Z4 Coupé.

Von einer „authentischen Roadster-Form“ schreibt BMW gleich zu Anfang des Pressetextes über den neuen Z4. Man könnte fast meinen, sie entschuldigen sich bei allen Roadster-Puristen für den Fauxpas – das Hartklappdach. Zudem wuchs der neue Z4 um ganze 15 Zentimeter und misst nun 4,24 Meter in der Länge bei nahezu unveränderter Breite und Höhe.

Aluminiumdach

Galerie: Vorstellung BMW Z4Aber die Proportionen stimmen noch immer, klassisch sieht auch der Neue aus. Lange Motorhaube und weit nach hinten gerückte Fahrgastzelle verströmen das richtige Flair. Im Offen-Modus erkennt man nicht einmal, dass unter dem Heckdeckel ein Aluklappdach schlummert. 20 Sekunden dauert der Dachzauber, der allerdings, wie bei Hartschalen-Helmen üblich, nur im Stand gelingt. Schön ist jedoch, dass selbst in geschlossenem Dachzustand die Linie nicht verhunzt wird. Mit dem knackigen Popo, der LED-Rückleuchtengrafik und der massiven Abrisskante im BMW-6er-Style wird er wahrscheinlich mehr Neukunden bringen, als dass er alte verschreckt.

Schwere Entscheidung

Galerie: Vorstellung BMW Z4Tränen müssen sich allerdings die Z4-Coupé-Fans von der Wange wischen. Einen waschechten Sportler wird es als Z4 nicht mehr geben. Dagegen spricht schon die deutliche Gewichtzunahme des Z4. 125 Kilogramm Plus stehen auf dem Datenblatt. 1.490 Kilogramm wiegt der Z4 sDrive30i, wie die Dreiliter-Variante offiziell heißt. Er ist der Mittlere der drei angebotenen Reihensechszylinder. Mit 258 PS und 310 Newtonmeter ab 2.750 Umdrehungen leistet er zudem weniger als der Alte (265 PS, 315 Nm ab 2.500). Der 100-km/h-Sprint soll mit Handschalter in 5,8 Sekunden erledigt sein und damit 0,3 Sekunde länger dauern als zuvor.

Beim Verbrauch herrscht mit rund 8,5 Litern Pari. Angesichts des gestiegenen Gewichts ist das okay, dennoch hätte man speziell von BMW hier mehr erwartet. So ist der Minderverbrauch wohl hauptsächlich auf die bessere – aber noch immer nicht gute – Aerodynamik zurückzuführen (Cw-Wert 0,34).

Galerie: Vorstellung BMW Z4Als Topmotor kommt selbstverständlich der Dreiliter-Biturbo zum Einsatz. Wie in anderen BMW-Modellen leistet das Sahnestück auch im Z4 306 PS und 400 Newtonmeter. Der Verbrauch steigt im Vergleich zum Sauger um einen Liter an. Optionales Schmankerl des Z4 sDrive35i ist das Siebengang Doppelkupplungsgetriebe, das es bereits in den stärksten BMW 3er-Modellen gibt.

Als Basismotor dient zum Marktstart der 2,5-Liter-Sechszylinder, der als Z4 sDrive23i verkauft wird. Die von ehemals 218 auf 204 PS reduzierte Leistung verhilft ihm zu dennoch standesgemäßen Fahrwerten. Mit 8,5 Litern genehmigt er sich identisch viel Kraftstoff, wie der Dreiliter Sauger. Alle Motoren erfüllen die Euro-5-Norm.

Adaptives Fahrwerk

Galerie: Vorstellung BMW Z4Um die Leistung artgerecht auf die Straße zu bringen, schwören die Bayern selbstverständlich auf den Heckantrieb und eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung. Auch hier verwendet BMW eine McPherson-Vorderachse und eine Zentrallenker-Hinterachse.  

Jede Motorvariante hat ihre eigene Bremsanlage. Die Scheiben der Vorderachse messen zwischen 300- und 348-Millimeter, an der Hinterachse zwischen 300- und 324-Millimeter. Damit wachsen die Bremsanlagen im Vergleich zum Vorgänger um rund zehn Prozent und tragen dem gestiegenen Gesamtgewicht Rechnung. Serienmäßig besitzen alle Z4 das so genannte Fahrdynamik Control. Dabei handelt es sich um ein System, das in drei Stufen die Gaspedal-Kennlinie, die Motorsteuerung, das ESP und die Lenkkraftunterstützung beeinflusst. Wer das Doppelkupplungsgetriebe oder die Wandlerautomatik bestellt hat, kann außerdem die Schaltdynamik variieren. Beim aufpreispflichtigen adaptiven Fahrwerk wird zudem die Härte der elektronischen Dämpfer verstellt.

Geräumiger

Galerie: Vorstellung BMW Z4Im Innenraum soll der neue Z4 komfortabler und geräumiger sein als der Vorgänger. Die Kopffreiheit wuchs laut BMW um fünf Millimeter, die Schulterfreiheit gar um zwei Zentimeter. In den Kofferraum, der nun gegen Aufpreis auch eine Durchladeöffnung besitzt, passen mindestens 180 und maximal 310 Liter. Die Zuladung konnte um 30 Kilogramm auf 330 gesteigert werden.

Die Ledersitze besitzen die Sun-Reflect-Oberfläche, die die Leder-Temperatur bei Sonneneinstrahlung um bis zu 20 Grad senkt. Ein spezieller Cabrio-Modus für die aufpreispflichtige Klimaautomatik mit neuer Bedienmimik passt, nach verschiedenen Parametern berechnet, die Temperatur an.

iDrive nun auch im Z4

Galerie: Vorstellung BMW Z4Hightech gibt es ab Frühjahr 2009 auch im Z4. So kann neben einer High-End-Audioanlage auch das neueste Navigationssystem Professional mit 80 Gigabyte Festplatte bestellt werden, wovon rund 15 GB für das Speichern von Musikdaten bereitstehen. In Verbindung mit dem großen Navi ist dann auch Internet-Zugang im Roadster möglich.

eVote

 

Ganz neu ist die elektronische Parkbremse, die bei Roadster-Freunden ebenso Eingewöhnungszeit brauchen wird, wie das feste Klapp-Dach. Auf Anhieb passen werden die vielfach verstellbaren Sportsitze und die allgemeine Bedienung, die sich am aktuellen BMW-Stil orientiert. Für die Sicherheit an Bord sorgen neben dem obligatorischen Tagfahr- und Bi-Xenonlicht auch die Kopf-Thorax- und die beiden Front-Airbags.

Preisalarm

Bei den Preisen hält sich BMW zurück. Bei 35.900 Euro fängt der neue Z4-Spaß an und ist damit 600 Euro günstiger als ein SLK 200 mit 184-PS-Vierzylinder. Den Z4 sDrive30i gibt es ab 42.900 Euro (altes Modell 42.250 Euro) und das Topmodell mit Biturbo-Motor fährt ab 47.450 Euro aus dem Schauraum. (mb)

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