Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Bufori ist eine einst australische Autofirma, die seit 1997 in Malaysia produziert. Allein dieser Umstand ist Exotik pur. Doch auch ihre Produkte - verschwenderisch geformte Neuzeit-Klassiker – muten in höchstem Maße skurril an. Dem seit 2003 gebauten Zweisitzer-Coupé La Joya stellt Bufori mit dem Geneva nun einen gewaltigen Viertürer zur Seite, der in Sachen Luxus auf Augenhöhe mit Bentley und Rolls-Royce sein will.
5,30 Meter lang und 1,90 Meter breit ist der überaus kurvenreich gezeichnete Geneva. Sein mächtiger Maschendraht-Kühlergrill mit Chromumrandung wird von ausladend geformten Kotflügeln mit jeweils drei kleinen Rundscheinwerfern flankiert. Die Kotflügel selbst erstrecken sich über die gesamte Flanke des Fahrzeugs und enden in einem eleganten Boat-Tail. Zwischen den Radhäusern sieht es also so aus, als hätte der Geneva Trittbretter. Ebenfalls eine Reminiszenz an die guten alten Zeiten des Fahrzeugbaus sind die gegenläufig angeschlagenen Türen.
Auch beim Antrieb frönt der Geneva klassischer Verschwendungssucht. Der 6,1 Liter große Hemi-V8-Motor von Chrysler treibt mit seinen 430 PS den Zweitonner in knapp über fünf Sekunden auf Tempo 100 und soll für 265 km/h gut sein. Gekoppelt ist der Frontmotor an eine Fünf-Gang-Automatik, die die gut 570 Newtonmeter Drehmoment allein an die Hinterräder leitet. Die 14 Liter Normverbrauch nehmen sich angesichts der enormen Fahrleistungen fast bescheiden aus. Es geht aber noch stärker und durstiger: Optional kann man den Geneva auch mit einer rund 560 PS starken Kompressor-Version bestellen. Dank des 102 Liter fassenden Tanks hat man dennoch komfortable Reichweiten.
Für Karaoke-Freunde
Ebenfalls verschwenderisch gibt sich der Geneva innen. Für klassisches Nobel-Flair sorgen edle, aufwendig polierte Echthölzer und viel feines, helles Leder. Zwei-Zonen-Klima-Automatik, elektrisch verstellbare Sitze, Humidor, Teemaschine – die Gäste des Geneva dürfen sich wohlfühlen. Die Multimedia-Infotainment-Installation mit großen, berührungsempfindlichen Farbdisplays bietet sogar eine Karaoke-Funktion – wohl ein Tribut an die potentiellen Kunden aus Südost-Asien.
Aber auch moderne Assistenzsysteme finden sich im Geneva. ABS, ESP, Traktionskontrolle und Airbags rundum sorgen für gehobene Sicherheit. Sogar ein Head-up-Display, ein Nachtsicht-Radar und ein Tote-Winkel-Warner lassen sich ordern. Einfach nur Leder, Holz und viel PS in exklusiver Verpackung reichen heutzutage im Kampf um besonders betuchte Autokunden nicht aus.
Mindestens 220.000 Euro
Die Produktion des in Handarbeit gefertigten Geneva mit Edelstahl-Chassis und Kevlar-Karbon-Karosserie soll noch in 2010 anlaufen. Die ersten Exemplare will man Ende 2010 ausliefern. Mindestens 220.000 Euro muss der Käufer für einen Geneva hinblättern. (mh)
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