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Galerie: Vorstellung Dacia Logan „Graf Dracula“

Vorstellung: Dacia Logan „Graf Dracula“

East Block Customs

28.02.2008

Adelige Vampire gelten als exzentrisch, luxusliebend und heimatverbunden. Was also ein echter Langzahn-Graf aus Rumänien ist, der muss sich bei der Wahl seines Fortbewegungsmittels etwas einfallen lassen. Denn in seiner Heimat hat er nur die Wahl zwischen einem ARO oder dem Billigheimer Dacia Logan. Entsprechend kann es nur einen Weg geben: Pimpen bis das Blut kocht. Mit dem Einzelstück Logan Graf Dracula zeigt die Renault-Tochter Dacia, wie ein angemessener Blutsauger-Bolide aussehen könnte.

Fahrwerks-Tieferlegung, 18-Zoll-Alufelgen, getönte Fondscheiben und eine Airbrush-Lackierung mit diversen Motiven der Dracula-Saga – das sind die vergleichsweise unscheinbaren Außendetails des Einzelstücks. Doch der Vampir-Logan hat es in sich und qualifiziert mit seinem Innenraum-Tuning die Jungs von West Coast Customs zu kreativarmen Flickschustern.

Die Gruft

Galerie: Vorstellung Dacia Logan „Graf Dracula“So wurde der Logan-Kofferraum mit zwei Mini-Särgen bestückt, die sich per Funk öffnen lassen und dann den Blick auf zwei Highend-Verstärker freigeben. Ebenfalls im Kofferraum befindet sich der Granit-Grabstein des Graf Vlad III Draculea mit integriertem Farbmonitor. Unter diesem Stein ist in der Reserveradmulde ein Subwoofer untergebracht. Eine Kamera überträgt auf den Grabsteinmonitor das Bild vom Subwoofer. Ein zweiter, ausfahrbarer Bildschirm im Kofferraum kann zudem TV- und Video-Informationen darstellen.

Spätestens hier sollte man sich die Frage nach dem Sinn dieser Installation stellen. Doch zweifelnde Gedanken vernebelt sogleich die ebenfalls im Kofferraum untergebrachte Rauchmaschine. Rheinkieselsteine und Satinstoff im Gepäckabteil dürften selbst dem letzten Zweifler den morbiden Rest geben.

Alcantara-Orgie

Galerie: Vorstellung Dacia Logan „Graf Dracula“Auch die Fahrgastzelle bietet ein skurriles Ensemble. Eine leuchtende Einstiegsleiste mit Dracula-Schriftzug stimmt den Fahrgast auf das Thema des Autos ein. Massenhaft Alcantara in Rot und Schwarz sorgt für schwülstiges Puffambiente. Auch die Sportsitze und das Sportlenkrad wurden mit dem teuren Material überzogen. Im Fahrzeughimmel sorgen 350 rote Leuchtdioden für stimmungsvolles Licht.

Drei Logans wert: Die Audio-Anlage

Technischer Höhepunkt ist die Audioanlage. F#1Status nennt Alpine seine Highend-Installation. Das 6.1-Kanal-Surrroundsystem kostet in etwa so viel wie drei Basis-Logan. Über sechs 2-Wege-Einzel-Komponentenlautsprecher und weitere LCD-Farbmonitore verfügt das System. 1.600 Watt Leistung und 144 dB Dynamik dürften das Blut der Dracula-Bräute so richtig in Wallung bringen. Damit die aufwendige Anlage auch ausreichend mit Strom versorgt wird, wurde zusätzlich eine starke Blei-Gel-Batterie im Kofferraum installiert.

Rund 45.000 Euro

Das Fahrzeug samt Umbau soll etwa 45.000 Euro verschlungen haben. Angesichts der Exklusivität eigentlich ein akzeptabler Preis. Zwar kommt die Fahrzeugbasis aus dem Billiglohnland Rumänien. Doch die rund 250 Arbeitsstunden für den Umbau wurden in Deutschland geleistet. Statt blutsaugender Heuchschrecken-Mentalität und Globalisierungshorror, betreibt Renault also auch ein wenig versöhnliche Standortsicherung in Deutschland. (mh)

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