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Galerie: Vorstellung Dacia Sandero

Vorstellung: Dacia Sandero

Am unteren Limit

13.03.2008

Mit der bislang bescheidenen Modellpalette von drei Logan-Varianten hat sich die Renault-Marke Dacia als bereits feste Größe im europäischen Automarkt etabliert. Die günstigen Franko-Rumänen sind in Europa kaum mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. Nun folgt der nächste Streich: Im Sommer 2008 bringt Dacia den Sandero, der als starke Billigkonkurrenz für VW Polo und Opel Corsa antreten wird.

Statt mit biederer Stufenheck-Optik, kommt der Sandero im Schrägheck-Look wesentlich moderner und ansehnlicher als die Logan-Limousine daher. Der Kühlergrill mit Chromspange lässt den Neuling zusammen mit den nach hinten gezogenen Scheinwerfern freundlich lächeln. Doch selbst dieses insgesamt gefällige Erscheinungsbild macht aus dem neuen Dacia keinen wirklich attraktiven Hingucker. Leztlich fehlen der Kompakt-Variante hierfür Spannung erzeugende Akzente und ein besonderer Pfiff.

Klassischer Zuschnitt

Galerie: Vorstellung Dacia SanderoDie Abmessungen des Sandero entsprechen dem aktuellem Kleinwagen-Niveau: Bei 4,02 Meter Länge beträgt der Radstand 2,59 Meter. Der Wagen ist zudem 1,75 Meter breit und dürfte also für fünf Passagiere samt Gepäck ausreichend Platz bieten. Hinter der Heckklappe steht für Letzteres ein 320 Liter großer Kofferraum bereit. Reicht dieser nicht aus, kann dank der umklappbaren Rückbank (asymmetrisch gegen Aufpreis) maximal ein 1.200-Liter-Areal entstehen.

Gestalterisch ist der Innenraum des Kaparten-Kompakten ebenfalls ohne Höhepunkte. Die einfache Plastiklandschaft in Kombination mit grauen Sitzbezügen bietet ein betont sachliches Ambiente. Am auffälligsten sind noch die weiß unterlegten Rundinstrumente. Letztlich wirkt alles übersichtlich, funktional und dem Preisniveau angemessen.

Zwei Diesel, zwei Benziner

Die Motoren des Sandero sind vom Logan bekannt. Neben zwei Benzinern mit 75 beziehungsweise 87 PS gibt es außerdem einen 1,5-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung in den Leistungsstufen 68 oder 86 PS. Über die Fahrleistungen macht Dacia noch keine Angaben. Der Verbrauch des Diesels soll bei nur 4,5, der des starken Benziners bei 7,2 Litern liegen.

Logan-Fahrwerk

Galerie: Vorstellung Dacia SanderoAuch das Fahrwerk des Sandero ist mit dem des Logan weitgehend identisch. Vorne kommt eine McPherson-Achse zum Einsatz, hinten eine H-förmige Verbundlenkerachse mit separaten Schraubenfedern und Stoßdämpfern. Dieser Unterbau dürfte für ein zugleich gutmütiges wie komfortables Fahrverhalten analog zum Logan sorgen. Dank 15,5 Zentimeter Bodenfreiheit und einem Motor-/Getriebeschutz soll sich der Sandero zudem für den Einsatz auf schlechten Straßen gut eignen.

Je nach Motorisierung beziehungsweise Ausstattung gibt es für den Sandero Querstabilisatoren als Wankschutz und eine Servolenkung. Als Regelelektronik erhöhen ABS und eine elektronische Bremskraftverteilung die Sicherheit. Weitere Fahrhilfen sind allerdings nicht bestellbar.

Sicher wie der Logan

Galerie: Vorstellung Dacia SanderoDie Karosseriekonstruktion soll laut Pressetext die Insassen vor Crashfolgen gut schützen. Dreipunkgurte auf allen fünf Sitzen sowie Fahrer- und Beifahrerairbags gehören serienmäßig zur Sicherheitsausstattung. Zusätzlich sind Seitenairbags gegen Aufpreis bestellbar. Vermutlich dürfte der Sandero so gerüstet beim EuroNCAP-Crashtest ähnlich wie der Logan abschneiden: 2005 zog sich dieser mit einem Drei-Sterne-Ergebnis aus der Affäre.

Unter 8.000 Euro

Der Sandero wird übrigens seit September 2007 in Brasilien gebaut und dort als Renault vertrieben. Die Dacia-Variante wird im rumänischen Pitesti produziert. 147 Million Euro investierte Renault dort für die Produktionsanlage des Sandero. Da fast 70 Prozent der Bauteile von Logan und Sandero identisch sind, reichte diese vergleichsweise geringe Investition. Die Sandero-Produktion wird schon bald in Rumänien anlaufen. Die Markteinführung in verschiedenen europäischen Märkten wird im Sommer folgen. Der Einstiegspreis dürfte in Deutschland unterhalb von 8.000 Euro liegen. (mh)

 
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