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Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8

Vorstellung: Der neue Audi A8

Audi setzt einen Großen drauf

01.12.2009

Spätestens seit dem A8 D3 ist Audi in der Oberklasse angekommen. Ein Denkmal setzt zudem die Kanzlerin: Merkel fährt A8. Damit das auch in Zukunft so bleibt, schickt Audi ab Frühjahr 2010 das neue Flaggschiff ins Rennen. Der A8 D4 übertrifft die Vorgänger und die Konkurrenz nicht nur mit seiner stattlichen Größe.

Was hatten die Medien 1991 getobt: Die S-Klasse (W140) von Mercedes sei ein Panzer. Zu lang, zu breit, zu hoch und vor allem zu schwer. Richtig, 1,89 Meter Breite und 5,11 Meter Länge bei einem Gewicht von mindestens 1.900 Kilogramm waren damals üppig. Und heute?

Damals wie heute

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Heute präsentiert Audi sein neues Flaggschiff, den A8. In pompösem Rahmen der Design-Messe Art Basel Miami feiert das zum Marktstart mindestens 1.835 Kilogramm (plus 35 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger) schwere Aluminium-Luxusgefährt seine Weltpremiere. Und der A8 passt in dieses Bild. Er wirkt tatsächlich kunstwerkartig, ist schön, scharf, interessant, maskulin und sportlich zugleich. Nur eins ist er nicht: außergewöhnlich. Vor allem auf Fotos wirkt das Ingolstädter Top-Modell eher wie ein aufgepumpter Audi A4 – insbesondere im Heck-Seitenbereich.

Dass es sich jedoch um ein Oberklasse-Auto handelt, wird bei der näheren Betrachtung unmissverständlich klar. 5,14 Meter misst er in der Länge. Drei Meter Distanz ergeben sich zwischen Vorder- und Hinter-Achse und 2,11 Meter von Spiegel zu Spiegel. Immerhin sind es noch 1,95 Meter ohne die Spiegel und da mutet ein Mercedes-Panzer (W140) doch fast schon zierlich an. Und nicht nur die: Eine aktuelle S-Klasse ist 1,87 Meter breit und knapp 5,10 Meter lang, ein BMW 7er nimmt 1,90 und 5,07 Meter ein.

Üppigstes Platzangebot der Klasse

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Logisch also, dass der neue A8 laut Audi das großzügigste Innenraumangebot haben soll. Daran ändert auch der voluminöse Mitteltunnel und die vergleichsweise niedrige Dachhöhe nichts. Ansonsten wirkt das Interieur jedoch recht vertraut. Audi hat es geschafft, moderne Design-Elemente mit Vertrautem zu kombinieren. Alles sitzt an gewohnter Stelle und ist logisch aufgebaut und dennoch neu.

Innovativ ist das Touch-Pad, welches im MMI Navigationssystem plus inbegriffen ist. Zur Zieleingabe oder zum Wählen einer Telefonnummer „malt“ der Zeigefinger den Buchstaben oder die Ziffer auf das Touch-Pad. Ein Spracheingabesystem, bei dem Stadt, Straße und Nummer in einem Satz gesagt werden können, gibt es zusätzlich. Neuartig ist auch der Automatik-Wählhebel, der die neue Acht-Gang-Wandler-Automatik bedient. Er ist so ausgelegt, dass die Hand des Fahrers darauf ruhen kann. Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8

Ansonsten verströmt das Interieur Hochwertigkeit, selbst wenn Blindschalter (neben der Audi-Analoguhr) in der Armaturentafel in solch ein Fahrzeug eigentlich nicht hineingehören. Als weitere Besonderheit kann der A8-Kunde auf Wunsch vollklimatisierte 22-Wege-Sitze mit Massagefunktion ordern. Sie lassen sich perfekt an die jeweilige Anatomie der Fahrgäste anpassen. Um auch die Ohren zu verwöhnen, bieten die Ingolstädter nach wie vor drei Lautsprechersysteme für den A8 an. Serie, Bose (1.150 Euro) und Bang & Olufsen (6.500 Euro) stehen zur Wahl.

Hightech und etwas mehr

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Die Ausstattungsinnovationen des neuen A8 überraschen weniger. Ein neues Nachsichtgerät reagiert auf Wärme und bildet die erfassten Objekte als gelborangefarbene Silhouette im Kombiinstrument ab. Eine andere Neuheit ist die „gleitende Leuchtweitenregulierung“, wie Audi das adaptive Licht nennt. In Verbindung mit Voll-Led-Scheinwerfern, die es gegen 1.800 Euro Aufpreis für alle A8 gibt, schmiegt sich der Lichtkegel um entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge herum. So soll stets maximale Lichtkraft mit minimalen Blendeigenschaften einhergehen. Es gibt sogar eine Vernetzung zwischen LED-Scheinwerfern und Navigationssystem. So passt sich der Lichtkegel den örtlichen Gegebenheiten automatisch. Beispiel: Der A8 fährt in der Innenstadt an eine Kreuzung. Das Navigationssystem „sagt“ den Scheinwerfern schon kurz vor Erreichen der Kreuzung, dass das statische Kurvenlicht eingeschaltet werden soll, ähnliches passiert bei Autobahnausfahrten und in anderen Situationen.

Ein weiteres technisches Schmankerl ist der neue adaptive Abstandsregeltempomat ACC. Er funktioniert zwischen 0 und 250 km/h und soll aufgrund von zwei Radarsensoren im Frontbereich die Situation besser als herkömmliche Varianten erfassen. Damit sollen sich Fehlberechnungen bei Kurvenfahrten vermeiden lassen. Zudem ist auch ACC mit dem Navigationssystem in ständiger Korrespondenz und validiert Informationen auf deren Plausibilität. Nicht neu, aber neu im A8 ist das Pre Sense genannte Sicherheitssystem, das ähnlich wie Mercedes Pre Safe agiert. Auch bei Audi greift das System schon vor einem Crash ein und kann dadurch die Unfallschwere verringern.

Nichts gelernt?

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Eher hemdsärmelig kommen die A8-Motoren daher – auf den ersten Blick. Audi startet das Programm mit zwei dicken  V8-Aggregaten. Zum einen kommt wieder der 4,2-Liter-FSI-Saugmotor zum Einsatz. Der Direkteinspritz-Benziner schiebt den A8 in 5,7 Sekunden auf Tempo 100. Neben der Mehrleistung von 22 auf nun 372 PS wurde laut Audi auch der Kettentrieb, die Nockenwelle sowie die Nebenaggregate hinsichtlich innerer Motorreibung optimiert. Zusammen mit der Energierückgewinnung im Schubbetrieb ergibt sich ein recht eindrucksvoller Normverbrauch: 9,5 Liter sollen dem A8 4.2 FSI auf 100 Kilometern reichen. Zum Vergleich: Ein BMW 750i xDrive mit 407 PS benötigt 11,9 Liter.

Als zweite Startmotorisierung offeriert Audi den 4.2 TDI. Ein ebenfalls aus dem Vorgänger bekannter, jedoch gleichfalls modifizierter V8-Diesel. 350 PS, also ein Plus von 24 PS, konnten die Ingenieure hier generieren und gleichzeitig auch das Drehmoment auf maximal 800 Newtonmeter anschwellen lassen. Dennoch soll sich der 4.2 TDI mit nur 7,6 Litern begnügen und den knapp zwei Tonnen schweren Diesel dennoch in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 wuchten. Noch beeindruckender wird der einige Monate später folgende 3.0 TDI mit den Ressourcen umgehen. Der moderat auf 250 PS und 550 Newtonmeter gesteigerte Drei-Liter-Diesel soll sich mit 6,6 Liter zufrieden geben. Kurz darauf startet eine 204-PS-Dieselversion (ebenfalls 3.0 TDI), die nur noch 6,0 Liter benötigen soll.

Quattro ist Pflicht

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Umso bemerkenswerter sind diese Angaben, wenn man bedenkt, dass alle A8 mit Allradantrieb ausgerüstet sind. In der Normalsituation werden 60 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder geleitet, dass soll der Handlichkeit zugute kommen, von der Audi behauptet, dass der A8 das Maß in diesem Fahrzeugsegment sei. Optional gibt es das Sport-Differenzial, das die Antriebskraft nicht nur, wie bei Quattro üblich, zwischen Vorder- und Hinterachse variabel verteilt, sondern zugleich auch zwischen rechtem und linkem Hinterrad die Kraft anpasst. Das macht den A8 nochmals agiler. Der 4.2 TDI besitzt dieses Gimmick serienmäßig, bei allen anderen kostet es 1.150 Euro.

Audi wird bisweilen für eine oftmals zu straffe Fahrwerksabstimmung gerügt. Vor allem das Überfahren von Querfugen und der Langsamfahrkomfort kommen bislang nicht an die Qualitäten einer S-Klasse oder eines Siebener-BMWs heran. Auch das soll sich ändern. Denn neben dem Anspruch die sportlichste Limousine in diesem Segment zu bauen, wollen die Ingolstädter auch die Komfortfreunde für sich gewinnen. Dazu modernisierten sie das Fahrwerk deutlich. Größere Luftbälge und eine neue Achskonstruktion versprechen mehr Komfort bei. Zudem ist serienmäßig das Audi Drive Select an Bord. Damit kann der Fahrer sein Wunsch Set-Up frei konfigurieren. Voreinstellungen für Comfort, Normal und Dynamic sind ebenso implementiert.

Autsch!

Galerie: Vorstellung Der neue Audi A8Klar, dass all das bezahlt werden will. Und Audi langt in dieser Hinsicht kräftig zu. So beginnt die Preisliste für den neuen A8 vorerst bei 89.300 Euro für den 4.2 FSI. Der 4.2 TDI fängt gar erst bei 90.800 Euro an. Damit liegt der A8 auf dem hohen Niveau von Mercedes. Mit an Bord des Ingolstädter Flaggschiffs sind stets 18-Zoll-Leichtmetallräder, Bi-Xenonlicht, eine Servoschließung für die Gepäckraumklappe, 12-Wege-Ledersitze inklusive Sitzheizung, Klimaautomatik, Radio mit DVD-Laufwerk, zehn Lautsprechern sowie Tempomat, Pre-Sense-Basic-Funktion, Luftfederung inklusive Drive Select, Allradantrieb und weitere Standards .

Wer jedoch schicke 20-Zoll-Alufelgen wünscht, muss mindestens 3.100 Euro hinblättern, für Metallic-Lack werden 1.100 Euro fällig, die LED-Scheinwerfer kosten 1.800 Euro, das Dämmglas zur Geräuschminderung im Innenraum und Diebstahlreduzierung nochmals 1.200 Euro. Für die 22-Wege-Komfortsitze verlangt Audi 2.300 Euro, das Bang & Olufsen Sound-System kostet stolze 6.500 Euro und das Navi MMI Plus happige 2.900 Euro. Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen und der Preis spielerisch auf weit über 120.000 Euro treiben. Etwas günstiger wird’s ab Frühsommer 2010. Dann startet mit dem 3.0 TDI der Topseller des A8-Programms, ihn soll es ab rund 72.000 Euro geben.

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