Detroit Auto Show 2009
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Galerie: Vorstellung Fisker Karma

Vorstellung: Fisker Karma

Schöner stromen

15.01.2009

Atemberaubend schön und dank Elektroantrieb trotz sportlicher Fahrleistungen noch sparsam – so präsentierte die US-Firma Fisker Automotive Anfang 2008 die Plug-in-Hybrid-Studie Karma. Genau ein Jahr danach feiert an gleicher Stelle die Serienversion zusammen mit einer Cabrio-Variante Premiere. Noch dieses Jahr will Fisker zumindest von der Limousine die ersten Exemplare ausliefern.

Gegenüber der Karma-Studie aus dem Jahr 2008 sind die Änderungen am Serienmodell nur marginal. Die finale Version unterscheidet sich durch kleine Luftöffnungen hinter den Vorderrädern, eine veränderte Heckschürze und größere Außenspiegel. Doch ansonsten ist der 1,30 Meter flache und fünf Meter lange Viertürer mit dem letztjährigem Ausblick identisch. Das ist gut so, denn die coupéhafte Silhouette mit kurzen Überhängen und ausgestellten Radhäusern macht richtig an. Geblieben ist aber auch der eigenwillige Kühlergrill mit dem Joker-Grinsen von Jack Nicholson.

Cabrio-Studie S

Dieses Gesicht trägt übrigens auch der Karma S. S steht für Sunset (Sonnenuntergang). Hierbei handelt sich um die Cabriolet-Version des Karma, die allerdings noch als Studie gezeigt wird. Die für 2011 geplante Frischluft-Variante verfügt über ein zweiteiliges Hardtop, dass auf Wunsch im Kofferraum verschwindet. Ob geschlossen oder offen: In beiden Aggregatszuständen macht auch der Sunset eine überaus gute Figur.

Obwohl der Radstand beim Cabrio gegenüber der Limousine verkürzt wurde, handelt es sich ebenfalls um einen Viersitzer. Im Fond ist die Kniefreiheit allerdings deutlich eingeschränkter. Der Antrieb ist der mit dem der Limousine identisch.

Elektroantrieb

Galerie: Vorstellung Fisker KarmaDas Besondere am Karma ist das Plug-in-Hybrid-Antriebssystem der Firma Quantum Technologies. Primär sorgen hier zwei Elektromotoren an der Hinterachse für Vortrieb, die zusammen rund 400 PS leisten. Mit Strom werden sie von einer Lithium-Ionen-Batterie versorgt. Vollständig geladen, liefern die Akkus Energie für rund 80 Kilometer.

Die Batterien können an einer konventionellen Steckdose geladen werden. Über die Aufladezeit macht Fisker noch keine Angabe. Für etwas mehr Reichweite sorgen zusätzlich ein Rekuperationssystem, dass Bremsenergie in Strom wandelt, sowie ein optionales Solardach. Doch beide Quellen erhöhen die Reichweite nur unwesentlich.

Benziner an Bord

Galerie: Vorstellung Fisker KarmaDamit der Karma auch nach 80 Kilometern weiter fahren kann, ist noch ein 260 PS starker Zweiliter-Benzinmotor mit an Bord. Dieser produziert über einen Generator Strom für die Elektromotoren. Der turbogeladene Benzindirekteinspritzer soll eine Gesamtreichweite von knapp 500 Kilometer ermöglichen. Erst danach muss der Karma entweder an die Zapfsäule und/oder Steckdose. Trotz der hohen Leistung von E- und Benzinmotoren soll sich der Karma allein mit der Energie aus dem Verbrennungsmotor mit 4,5 Litern Benzin auf 100 Kilometer bescheiden.

Flitzer

Doch nicht nur sauber und sparsam sondern auch sportlich soll man im Karma unterwegs sein. Für den 100-km/h-Sprint sollen rund sechs Sekunden reichen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 200 km/h angegeben. Darüber hinaus verspricht Fisker eine sportliche Fahrwerksauslegung. Zusammen mit einem tiefen Schwerpunkt, breiten Reifen und kräftig zupackenden Bremsen soll der Karma dynamische Fahrfreuden auf hohem Niveau ermöglichen.

Leder oder Bambus

Galerie: Vorstellung Fisker KarmaIm sehr aufgeräumten Innenraum hat Fisker ein edles, klassisches Ambiente mit Hightech-Anzeigen gepaart. Neben viel Leder und etwas Holz fällt in der Mittelkonsole ein großer Touchscreen auf. Über das berührungsempfindlich Display lassen sich unter anderem die Klima- und Audioanlage bedienen. Darüber hinaus informieren zwei runde LCD-Multifunktionsanzeigen hinterm Lenkrad über Geschwindigkeit und Ladezustand der Batterie.

Der Karma soll im Innenraum darüber hinaus ökologische Glanzpunkte setzen. Statt mit Lederausstattung kann der Karma auch mit dem Interieur-Trimm EcoChic bestellt werden. Hier kommt statt gegerbter Tierhaut umweltfreundliche Bambus-Viskose zum Einsatz.

Kommt nach Europa

Nach Aussage von Fisker wurden bereits über 1.000 Karma vorbestellt. Im November 2009 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden. Der Preis liegt bei rund 88.000 US-Dollar, was etwa 67.000 Euro entspricht. Auch nach Europa wird der Karma kommen. Im März 2009 feiert die Serienversion auf dem Genfer Autosalon zunächst Europapremiere. Dann wird Fisker auch die Preise und Marktstarttermine für die europäischen Märkte bekannt geben. (mh)

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