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Galerie: Vorstellung Hyundai Genesis Coupé

Vorstellung: Hyundai Genesis Coupé

Dicke-Hose-Koreaner

08.12.2010

Gut, günstig, doch ohne ein gewisses Etwas – so hat Hyundai bislang seine Autos mit wachsendem Erfolg unters Volk gebracht. Doch erstmalig haben die Koreaner in Deutschland ein Modell mit Halsverdreher-Potenzial im Programm: das Genesis Coupé. Neben starker Optik bietet der sportliche Zweitürer auch kraftvolle Antriebe, viel Ausstattung und das zu Preisen, die aufhorchen lassen. Doch beim genauen Blick auf die technischen Daten kann die Euphorie etwas abkühlen.

Bereits seit 1996 hat Hyundai stets ein 2+2-Sitzer-Coupé im Programm. Doch waren die bisherigen drei Generationen hinsichtlich Optik und Ausstrahlung keine echten Siegertypen. Mit dem Genesis Coupé, das technisch auf der Genesis Limousine basiert, werden hingegen andere Seiten aufgezogen.

Gegenüber den Vorgängern ist das neue Coupé um über 30 Zentimeter in der Länge gewachsen. Hinzu kommt eine elegante wie auch dynamisch gezeichnete Blechhaut. Die Proportionen sind stimmig, die Linien versprechen ein temporeiches Fahrerlebnis, der Blick der Scheinwerfer ist selbstbewusst und fordernd. Auch das Hinterteil mit den beiden volumigen Auspuffendrohren und dem Heckflügel der V6-Version vermitteln gehobene Sportlichkeit. Schließlich verleiht ein Knick in der Schulterlinie auf Höhe der B-Säule der Korea-Flunder auch noch das gewisse Etwas.

Groß und stark

Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumt, mit schicken Materialien und einer zeitgemäßen Mischung aus Komfort und Sportlichkeit. Blau illuminierte Instrumente, Aluakzente sowie sportlich konturierte Sitze sorgen für diese dynamische Behaglichkeit. Und dank des immerhin 2,82 Meter langen Radstands sollen selbst auf den Fondsitzen zwei Erwachsene ausreichend Platz finden. Darüber hinaus bietet das 332 Liter große Gepäckabteil für den Alltag ausreichend viel Stauraum.

Galerie: Vorstellung Hyundai Genesis CoupéDoch geht es beim Genesis Coupé vordergründig um das dynamische Fahrerlebnis. Hierfür bietet bereits die Basismotorisierung ausreichend viel Leistung. Der turbogeladene Zwei-Liter-Vier-Zylinder-Benziner liefert via Sechs-Gang-Schaltgetriebe immerhin 214 PS und 302 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. Das Drehmoment steht zwischen 1.900 und 3.500 U/min zur Verfügung. Damit schafft der 1,6-Tonner den Sprint in glatt acht Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 222 km/h liegen. Auch die 9,5 Litern  Verbrauch sind kein herausragend guter Wert.

Zum Vergleich: Ein BMW 320i leistet auf dem Papier 44 PS weniger, bietet damit allerdings die etwa gleichen Fahrleistungen und verbraucht gut drei Liter weniger Sprit. Antriebstechnisch ist die Basisversion des Genesis Coupé also keine Offenbarung.

Über 300 PS beim V6

Galerie: Vorstellung Hyundai Genesis CoupéAttraktiver erscheint der 3,8-Liter-V6, der 303 PS und 361 Newtonmeter mobilisiert. Wahlweise kann man das Top-Aggregat mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einer Sechs-Gang-Automatik (rund 2.000 Euro Aufpreis) ordern. In beiden Fällen wird die Höchstgeschwindigkeit bei 240 km/h elektronisch abgeregelt. Nun ja. Während die Schaltversion aus dem Stand auf Tempo 100 in 6,4 Sekunden sprintet, braucht der Selbstschalter 6,3 Sekunden. Auch beim Verbrauch ist die Automatikversion mit 9,9 Liter um 0,4 Liter sparsamer als der Schalter. Das klingt zwar ziemlich flott, doch schneidet auch die V6-Version im Vergleich zum dann 272 PS starken BMW 330i Coupé bei der Performance schlechter ab und verbraucht zudem noch drei Liter mehr.

Heckantrieb, eine Gewichtsverteilung von 55 Prozent auf der Vorder- und 45 Prozent auf der Hinterachse, ein Sperrdifferenzial sowie 19-Zoll-Räder mit 225/245-Mischbereifung versprechen ein betont dynamisches Fahrverhalten. Die bei der US-Version verbaute Brembo-Sportbremsanlage wird es in der Euro-Version übrigens nicht geben. Diese wurde im Zuge der Fahrwerksanpassung für Europa durch nicht ganz so namhafte Stopper getauscht. Die Fahrwerksadaption der Euro-Version soll dabei dem Geschmack europäischer Autofahrer entgegenkommen.

Viel drin, günstig im Preis

Bei der Sicherheitsausstattung kommt das Genesis Coupé recht gut gerüstet daher. Sechs Airbags, aktive Kopfstützen, der Schleuderschutz ESP, eine Traktionskontrolle, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und ein Bremsassistent gehören grundsätzlich zum Serienumfang. Auch die Komfortausstattung kann sich sehen lassen. Die gut 30.000 Euro teure Basisversion 2.0T verfügt über ein CD-Radio, einen Tempomat, Lichtautomatik, elektrisch verstell- und beheizbar Außenspiegel, eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, ein Lederlenkrad, Alupedale, Sportsitze und eine umklappbare Rückbanklehne.

Die V6-Version steht mit 35.000 Euro in der Liste. Dafür bekommt der Kunde zusätzlich noch eine Premium-Soundanlage, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, elektrisch einstellbare Ledersitze sowie einen automatisch abblendenden Innenspiegel. Mag das Genesis Coupé bei den Fahrleistungen nicht ganz überzeugen, so hebt es sich dafür preislich von den deutschen Premium-Coupés deutlich ab: Für ein vergleichbar gut ausgestattetes BMW 330i Coupé müsste man über 50.000 Euro investieren. So gesehen sollten sich Mehrverbrauch und die etwas niedrigere Endgeschwindigkeit locker verschmerzen lassen. (mh)

 
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