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Nach weniger als fünf Jahren Laufzeit löst Hyundai im kommenden Frühjahr den i30 ab. Bei der zweiten Generation legten Ingenieure und Designer des in und für Europa entwickelten Kompaktwagens ihr Augenmerk vor allem auf ein emotionaleres Design und mehr Innenraumqualität.
Es ist wirklich erstaunlich, in welchem Tempo sich der Hyundai-Konzern mit seinen beiden Marken Hyundai und Kia dem Niveau europäischer Hersteller angleicht. Der i30 ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Die 2007 vorgestellte erste Generation trug zwar als erstes das „i“ der neuen Modell-Nomenklatur im Namen und war auch als erstes Fahrzeug des Konzerns speziell für Europa konzipiert, in Sachen Design und Materialqualität bot der Kompakte jedoch allenfalls Durchschnitt.
Viele Betrachter enttäuschte er sogar durch sein - gerade im Vergleich zum Konzern-Bruder Ceed - sehr konservatives Design. Dem Erfolg tat dies allerdings keinen Abbruch, immerhin rund 350.000 Exemplare hat Hyundai vom i30 in Europa bislang verkauft.
Mutiger
Das neue Modell ist wesentlich mutiger ausgefallen. Großen Anteil daran hat sicherlich der deutsche Chefdesigner bei Hyundai Motor Europe (HME), Thomas Bürkle. Ihm gelang es, die heute in dieser Klasse gängigen Designversatzstücke wie die nach hinten ansteigende Seitenlinie, breite Schultern, diverse Karosseriesicken, gepfeilte Scheinwerfer oder den schon im neuen i40 verwendeten Familien-Kühlergrill zu einem sehr gelungenen Gesamtkonzept zu verschmelzen.
Der i30 wirkt stämmig, sportlich und modern; und er muss sich auch hinter keinem deutschen Produkt mehr verstecken. Hinzu kommt ein durchdachtes Cockpit mit hochwertigen, gut verarbeiteten Materialien sowie ausreichend Platz auf der Rückbank. Das Kofferraumvolumen des Schrägheckmodells liegt mit 378 Litern Fassungsvermögen nicht nur über dem des Klassenprimus Golf, sondern auch gut zehn Prozent über dem des Vorgängermodells.
Unter 16.000 Euro
Unter den zum Marktstart angebotenen sechs Motoren (90 – 135 PS) dürfte vor allem der 1,6-Liter-Diesel mit 128 PS eine häufig getroffene Wahl sein, zumal er in der Öko-Variante Blue unter 100 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen soll. Auch der neue 1,4-Liter-Selbstzünder wird viele Interessenten finden. Der ebenso große Einstiegs-Benziner soll weiterhin unter 16.000 Euro kosten.
Man darf gespannt sein, wie sich der neue i30 tatsächlich fährt, denn beim Abrollkomfort und der Lenkungspräzision offenbarten die Koreaner bislang noch am ehesten Nachholbedarf, zumindest im Vergleich zu den in diesem Bereich besten Angeboten Astra, Focus und Golf. (mg/SP-X)
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