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Galerie: Vorstellung Jaguar XF

Vorstellung: Jaguar XF

Des Jaguars neue Kleider

29.08.2007

Ein Jaguar ist ein Jaguar - und genau so muss er auch aussehen. Über Jahre hinweg blieb das Design der englischen Luxusmarke unverändert. Zum Freude der Traditionalisten, aber zum Leid einer neuen Klientel, die sich moderne Formen und frische Linien wünscht. Mit dem XK machten die Briten einen ersten Schritt hin zu einer neuen Designphilosophie, die der neue XF konsequent fortsetzt.

Jaguar hat sich viel Zeit genommen, um einen Nachfolger für den S-Type zu kreieren. Und die Entscheidung für den XF, der die seit 1999 erhältliche Obere-Mittelklasse-Limousine beerbt, ist den Verantwortlichen nicht leicht gefallen. Schließlich bricht der neue designtechnisch mit vielen Traditionen, die das Unternehmen bislang pflegte.

Galerie: Vorstellung Jaguar XFRunde Scheinwerfer, deren Wölbung sich weit in die Motorhaube fortsetzt, die flache Schulterlinie, ein tiefes Heck - so was findet sich beim neuen XF nicht mehr. „Beim Flaggschiff XJ haben uns die Kunden vorgeworfen, man könne alt und neu nicht unterscheiden“, meint Ian Cullum, der Chef-Designer. „So was soll uns beim XF nicht noch mal passieren“.

Neue Formen, neue Kunden

Galerie: Vorstellung Jaguar XFDabei ist die Eindeutigkeit sicher nur ein Aspekt für das gewagte Design. Mit der bisherigen Formensprache konnte man zwar langjährige Jaguar-Fahrer immer wieder beglücken, neue Kunden zu gewinnen fiel den Engländern aber schwer. Die sollen sich nun für den XF entscheiden, mit seinen geschwungenen Frontleuchten, dem kurzen Heck und den Aston-Martin-ähnlichen Rückleuchten.

Mehr noch als mit dem Design aber will der 4,96 Meter lange XF durch Technik und Qualität begeistern. „Wir wollen nicht mehr der Kleine unter den Großen, sondern der Große unter den Kleinen“, betont Jaguar-Sprecherin Andrea Leitner-Garnell. Soll heißen: Weg von Mercedes und Co., hin zu Ferrari, Maserati und Bentley.

Alu, Holz und Leder

Galerie: Vorstellung Jaguar XFDer erste Eindruck, nachdem man auf den schweren Ledersesseln Platz genommen hat, bejaht diesen Anspruch. Soweit das Auge reicht: Holz, Leder und Aluminium bester Qualität und vorbildlich verarbeitet. Gepaart mit technischen Spielereien erinnert der XF ein wenig an James Bond.

Der Startknopf fängt rot zu pulsieren an, als will er den Fahrer auffordern, endlich den Motor anzulassen. Die verschlossenen Lüftungsdüsen drehen sich um die eigene Achse in Position, Schalter und Instrumente leuchten in elegantem Blau auf. Wenn dann noch der runde Automatik-Wählknauf aus der Versenkung auftaucht, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Durch drehen können zukünftige XF-Fahrer die Sechsstufen-Automatik bedienen.

Keine Stoffsitze

Galerie: Vorstellung Jaguar XFUm den Premium-Anspruch zu unterstreichen, setzt Jaguar beim XF auf eine nahezu komplette Serienausstattung. Sparmodelle mit manuellem Getriebe oder Stoffsitzen wird es, anders als beim S-Type, nicht geben. Auch die Motorenauswahl ist auf dementsprechend hohem Niveau - mindestens 207 PS aus sechs Zylindern stecken unter der Haube.

Die drei angebotenen Benziner starten bei 237 PS im 3,0 Liter V6. Nach 8,3 Sekunden soll die Tachonadel 100 km/h anzeigen, den Verbrauch des knapp 1,7 Tonnen schweren XF gibt Jaguar mit 10,5 Liter an. Mit 11,1 Liter soll sich der 298 PS starke V8 zufrieden geben. Er schöpft seine Kraft aus 4,2 Liter Hubraum und absolviert den Standardsprint in 6,7 Sekunden.

Mit Nachdruck

Galerie: Vorstellung Jaguar XFTopmodell ist der XF 4,2 V8 S/C, der seine Kraft vom gleichen Achtzylinder bekommt, allerdings zwangsbeatmet von einem Kompressor. Der sorgt für den enormen Leistungssprung auf satte 416 PS. Der Verbrauch hingegen soll nur moderat auf 12,6 Liter steigen. Ein Wert, den wohl kein Fahrer je erreichen wird. Schon gar nicht wenn er den XF in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert.

Deutlich realistischer und geldbeutelschonender ist der Konsum des 207 PS starken 2,7-Liter-Diesel. Der V6-Selbstzünder steht mit durchschnittlich 7,5 Litern im Datenblatt. Sein wuchtiges Drehmoment von 435 Newtonmetern verhilft ihm zu starkem Durchzug und einer Sprintgeschwindigkeit von 8,4 Sekunden.

Fazit

Er sieht nicht mehr so aus, wie ein Jaguar eigentlich auszusehen hat. Aber er sieht gut aus - sehr gut sogar. Mit dem XF müssen sich die Traditionalisten endgültig von ihrer Design-Vorstellung einer englischen Luxuslimousine lösen. Hat man diesen Schritt überwunden, wird aus dem XF ein tadellos verarbeiteter, eleganter und hochwertiger Jaguar. Die technischen Spielereien zeigen auch, dass Jaguar die Zukunft für sich entdeckt hat, und nicht weiter im eigenen Saft aus Tradition und Erbe schmoren will. Diese Erkenntnis war dringend notwendig, schließlich haben die Engländer vom S-Type über die gesamte Laufzeit gerade 280.000 Einheiten verkauft - soviel wie Mercedes von der E-Klasse in einem Jahr.

 
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