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Galerie: Vorstellung Jaguar XF

Vorstellung: Jaguar XF

Festgekrallt

18.05.2016

5er BMW, Mercedes-Benz E-Klasse und Audi A6 – die Platzhirsche der mittleren Oberklasse teilen einen Großteil des Kuchens unter sich auf. Doch schon seit einiger Zeit mischt auch Jaguar mit dem XF in der Business-Klasse mit. Die Limousine wurde Ende 2015 neu aufgelegt und buhlt ab sofort auch mit einer Diesel-Allrad-Kombination um die Kundschaft.

Schon beim Vorgänger-XF lag die Stärke im Leichtbau, jetzt haben die Briten noch einmal nachgelegt. Die 4,95 Meter lange Limousine hat noch einmal 190 Kilogramm abgespeckt, wiegt jetzt nur noch gut anderthalb Tonnen – und damit deutlich weniger als ein Audi A6. Zu verdanken hat der Jaguar das Leichtgewicht seiner zu 75 Prozent aus Aluminium gefertigten Karosserie.

Galerie: Vorstellung Jaguar XFDas hat natürlich mehrere Vorteile: Zum einen ist der Brite agil und leichtfüßig und lässt sich knackig ums Eck scheuchen. Die straff abgestimmten Federn und Dämpfer tragen ihren Teil dazu bei, unbequem wird der XF dadurch aber nicht. Zum anderen machen sich die wenigen Kilos beim Verbrauch bemerkbar. Der 180 PS starke Zweiliter-Selbstzünder zum Beispiel nimmt sich nur 4,3 Liter im 100-Kilometer-Durchschnitt.  

Mehr Traktion, mehr Verbrauch

Greift man zum ab sofort erhältlichen Allradantrieb, ist auch die formidable Achtgang-Automatik mit an Bord. Mit zunehmender Traktion wächst allerdings auch der Durst; 4,9 Liter nimmt sich das 4x4-Modell auf dem Prüfstand, in der Praxis laufen ein paar Liter mehr durch die Kraftstoffleitung. Vor allem, weil der Allrad-XF mit 430 Newtonmeter den Fahrer erst recht zu einer sportlichen Gangart motiviert: Wie auf Schienen durchpfeilt die britische Katze Biegungen und krallt sich beim Herausbeschleunigen fest in den Asphalt – selbst wenn der nass ist.

Dass sich das Aggregat bei der Kurvenhatz mächtig ins Zeug legen muss, ist in dem ansonsten recht ruhigen Jaguar allerdings gut hörbar. Souveräner meistert das die Dreiliter-Variante, die ihre 300 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment aus sechs Zylindern schöpft – sie ist aber nur mit Heckantrieb erhältlich.

Galerie: Vorstellung Jaguar XFFür Sparfüchse hält Jaguar außerdem noch eine E-Performance-Version des kleinen Selbstzünders bereit, die es auf 163 PS bringt, denen aber auch nur glatte vier Liter Verbrauch gegenüber stehen. Auf der anderen Seite gibt es zwei 3,0-V6-Benziner mit 340 und 380 PS, die beide nicht unter rund achteinhalb Liter zu betreiben sind – für die beiden Ottomotoren ist der Allrad ebenfalls optional erhältlich. Ein kleinerer Zweiliter-Turbo-Benziner ist für 2017 angekündigt.  

Viel Platz

In Sachen Verarbeitung und Materialauswahl steht der Jaguar der deutschen Premium-Konkurrenz in nichts nach, beim Platzangebot übertrifft er sie sogar: Vorn und hinten sitzt man komfortabel und das Gepäckabteil schluckt 540 Liter – bei umgeklappten Rücksitzen sogar 885 Liter. Und auch das immer wichtiger werdende Infotainment-System ist in der zweiten Generation auf dem neuesten Stand: Ein riesiger Touchscreen dominiert die Mittelkonsole und lässt sich frei konfigurieren; und auch hinter dem Lenkrad mussten die analogen Instrumente einem Bildschirm weichen. Dass sich das Multimediasystem auf Wunsch mit dem Internet verbindet, ist heut schon fast selbstverständlich.

Drei Jahre keine Inspektionskosten

Galerie: Vorstellung Jaguar XFGeschenkt gibt’s allerdings auch bei den Briten nichts: Der günstigste XF kostet 41.350 Euro, für den Allrad-Diesel werden 47.660 Euro fällig – ein Aufschlag von 2.600 Euro gegenüber der heckangetriebenen Version. Der große Diesel beginnt bei 65.050 Euro, die Benziner bei 62.270 Euro. Und auch für die Sonderausstattung sollte man noch etwas Budget übrig lassen, denn die Basisversion des XF ist nur spärlich bestückt – mittlerweile sind auch die einst in jedem Jaguar standardmäßig verbauten Ledersitze wieder nur gegen Aufpreis zu haben.

Außerdem stehen in der Preisliste Extras wie LED-Scheinwerfer, ein adaptives Fahrwerk mit Dynamikmodus und natürlich eine ganze Reihe von Fahrerassistenzsystemen. Weitere zehntausend Euro kommen schnell zusammen. Im Preis dabei sind dafür drei Jahre lang sämtliche Inspektionen – und zwar unabhängig von der Laufleistung.

  • Technische Daten

Länge: 4,95 Meter, Breite: 1,88 Meter, Höhe: 1,46 Meter, Radstand: 2,96 Meter, Kofferraumvolumen: 540 Liter

20d AWD:

2.0 Liter 4-Zylinder Turbodiesel mit permanenten Allradantrieb, 132 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 430 Nm bei 1750 U/min, 0-100 km/h: 8,4 s, Vmax: 222 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter, CO2-Ausstoß: 129 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 47.660 Euro

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Rund 30 Prozent der Käufer greifen in der oberen Mittelklasse zum Allradantrieb – nur wenige allerdings entscheiden sich für einen großen V6-Benziner. Dass Jaguar jetzt auch den mittleren Diesel mit Vierrad-Technik ausstattet, ist also nur logisch. Die verhilft der ohnehin leichtfüßigen Limousine zu noch mehr Agilität – allerdings stößt der Zwei-Liter-Selbstzünder bei allzu versierter Fahrt manchmal an seinen Grenzen.

Schier grenzenlos ist dagegen das Platzangebot. Hier übertreffen die Briten die deutschen Mitbewerber; und auch in Sachen Qualität kann der Jaguar mithalten. Leider auch bei der Serienausstattung: Die ist ähnlich mager wie bei den Modellen aus Ingolstadt, München oder Stuttgart und die Preisliste hält viele kostspielige Schmankerl bereit.
 
 

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