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Galerie: Vorstellung Jaguar XJ

Vorstellung: Jaguar XJ

Neuer XJ mit Kraftsparmotoren

09.07.2009

Alt wirkt der noch aktuelle XJ eigentlich nicht, eher klassisch oder traditionell – wie bislang alle XJ-Modelle der Nobelmarke Jaguar. Das ändert sich ab Anfang 2010, dann nämlich kommt die radikal neue Luxus-Limousine aus Coventry. Mit Traditionen hat dieser Brite nichts mehr am Hut.

Viele werden den neuen XJ wohl nicht einmal mehr als Jaguar identifizieren können. Zu anders ist seine Design-Sprache, die laut Jaguar-Chef-Stylist Ian Cullum jedoch immer noch typische Jaguar-Gene in sich trägt und den Mk2 sowie den ersten XJ zitieren soll.

Leichtigkeit auf fünf Metern

Galerie: Vorstellung Jaguar XJFür alle Design-Laien kommt wohl lediglich die Front des XJ irgendwie Jaguar-typisch rüber, erinnert sie doch an die Linienführung des XF. Kritiker werden dagegen ebenso einen gehörigen Schuss Maserati Quattroporte erkennen, dessen Kunden dieser XJ übrigens gerne abgreifen möchte.

Die Seitenlinie des Engländers ist extrem flach und coupémäßig, das Heck ist anders. Anders als jeder Jaguar zuvor aber zugleich höchst interessant. So suggeriert die Rückansicht dem Betrachter eine dreiteilige Heckscheibe. Dadurch entfallen scheinbar die C-Säulen – zumindest bei hellen Lackierungen. In Wahrheit handelt es sich jedoch um einen intelligent gestalteten optischen Effekt, der durch die dunkel eingefärbten und mit Sicken durchbrochenen C-Säulen zustande kommt. Dieser Effekt verleiht dem XJ eine filigrane Leichtigkeit, die der Kofferraumdeckel aufgreift. Fängt er doch schon im sanft auslaufenden Dachbogen an, um dann in einem eleganten Schwung – flankiert von den LED-Rückleuchten – in Richtung Stoßfänger zu fließen.

Viel Platz trotz Coupélinie

Galerie: Vorstellung Jaguar XJTrotz der extravaganten Linienführung und der ungewöhnlichen Gestaltung des Ladeabteils soll das Platzangebot im Inneren auf Niveau der Konkurrenz liegen. Vor allem in der um 12,5 Zentimeter auf 5,25 Meter gestreckten Langversion. Hier wie dort lassen sich 520 Liter in den Kofferraum verstauen. Damit liegt er Kopf an Kopf mit der S-Klasse, überbietet den Maserati aber um 70 Liter. Viel Bewegungsfreiheit soll es im Interieur geben.

Großen Anteil am Wohlfühl-Ambiente im Fond hat das bei allen Ausstattungsvarianten serienmäßige Glas-Schiebe-Ausstelldach. Es verstärkt laut Jaguar das großzügige Raumgefühl und soll die Kopffreiheit nicht einschränken. Eine spezielle Beschichtung sowie Jalousien schützen die Insassen vor Sonnenbrand. Eine Vier-Zonen-Klimaautomatik gehört in diesem Fahrzeug-Segment zum guten Ton und bietet die Möglichkeit der individuellen Temperaturregelung.

12,5-Zoll-Display als Tacho

Deutlich mehr Exklusivität verspricht dagegen das Informationszentrum im Blickfeld des Piloten. Hier gibt es ein 12,5-Zoll-Display, das alle relevanten Informationen darstellt. So werden beispielsweise Tachometer und Drehzahlmesser virtuell angezeigt. Müssen wichtige Informationen eingeblendet werden (Tankreserve oder Reifendruckverlust), nehmen diese variabel den Platz des Drehzahlmessers ein, bis die Information bestätigt wird. Zudem wird, je nach Fahrmodus, die Illumination geändert. So färben sich Bereiche des virtuellen Tachos im Dynamik-Modus in ein sanftes Rot – normalerweise ist ein kühles Blau-Weiß im gesamten Interieur angesagt.

Galerie: Vorstellung Jaguar XJIn der Mitte platzierten die Briten die auf den ersten Blick aus dem XF bekannte Audio-Klima-Navigations-Bedieneinheit. Via berührungsempfindlichem Acht-Zoll-Bildschirm kann dort durch die verschiedenen Menü-Ebenen navigiert werden. Neuheit XJ: Der Bildschirm hat eine blickwinkelabhängige Einsehbarkeit. Ähnlich wie bei Mercedes kann sich auch im Jag der Beifahrer sein Lieblings-TV- oder DVD-Programm ansehen, während der Fahrer die Navigationsansagen verfolgt oder aber seine Sitzbelüftung justiert.

Unterhalb dieses Touch-Screens befindet sich der aus dem XF und XK bekannte Drive-Selector, der anstelle eines herkömmlichen Automatik-Wahlhebels fungiert. Über ihn und die Tasten drumherum kann der Fahrer auch das gewünschte Fahrprogramm vorwählen und so bestimmen, ob der XJ eher komfortabel abrollen und sanft durch die sechs Gänge schalten soll, oder aber beispielsweise im Dynamik-Modus die serienmäßige Luftfederung verhärtet und aus der komfortbetonten Chauffeur-Limousine ein sportliches Selbst-Fahrer-Auto wird.

Eingebettet ist die Armaturentafel in edles Leder kombiniert mit einer von sieben Holzsorten, einer Karbon-Applikation oder aber einer Klavierlack-Komposition, ganz nach Gusto des Eigners. Dabei zieht sich das Dekor in sanftem Schwung oberhalb des gesamten Armaturenbretts und läuft großflächig an den Türen aus. Die Ausstattungsvarianten nennen sich analog zum XF Luxury (Basis), Premium Luxury für die noblere Version und Portfolio für das Luxus-Topmodell. Neu ist der Supersports, der neben besonderem Luxus auch besonders viel Leistung parat hält.

Im Vergleich sehr sparsam

Galerie: Vorstellung Jaguar XJSo wird der Supersports einzig als Fünf-Liter-V8-Kompressor mit 510 PS angeboten. Er treibt den mit deutlich unter zwei Tonnen leichtesten Oberklasse-Schlitten in nicht einmal fünf Sekunden auf Tempo 100 und soll sich – auch dank Direkteinspritzung – mit nur 12,1 Liter begnügen. Damit benötigt er 2,4 Liter weniger Sprit auf 100 Kilometer als der ähnlich starke Mercedes S 63 und sogar noch immer einen halben Liter weniger als der kleinere E 63. Den Gewichtsvorteil hat er hauptsächlich seiner vernieteten und verklebten Voll-Aluminium-Karosserie zu verdanken, die laut Jaguar leichter ist als die Alu-Haut des Audi A8. Die Aluminium-Teile sollen zu mehr als 50 Prozent aus recyceltem Material bestehen, was bis zu drei Tonnen CO2-Einsparung pro gebauten XJ bedeuten kann.

In den Genuss des Gewichtsvorteils kommen selbstverständlich auch die beiden anderen Motorsierungen des XJ. Der Fünf-Liter-Saugmotor leistet 385 PS und soll sich mit 11,4 Litern Superbenzin begnügen. Meistverkaufter XJ-Motor wird wieder ein Diesel sein. Der neue Drei-Liter-V6 mit 275 PS und Doppel-Turbo soll mit nur sieben Litern Diesel 100 Kilometer schaffen, stellt aber mit 600 Newtonmeter Drehmoment fast so viel Kraft bereit, wie der Kompressor-V8 (625 Nm). Als Endgeschwindigkeit werden alle neuen XJ bei 250 km/h limitiert. Mit einem Wartungsintervall von 24.000 Kilometern verdoppelt sich nun das Ölwechselintervall im Vergleich zum X350 (Vorgänger-XJ). Das senkt die laufenden Kosten.

Ab knapp 77.000 Euro

Die Preise für den neuen Luxusschlitten beginnen bei 76.900 Euro. Dafür gibt es den 3.0 V6 Diesel Luxury, der damit etwa 10.000 Euro mehr kostet, als das alte Modell. Dafür bekommt der Kunde neben rund 70 PS mehr Leistung vor allem mehr Technik, mehr Luxus, mehr Komfort bei gleichzeitig mehr Dynamik und weniger Verbrauch.

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