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Galerie: Vorstellung  Lada Granta

Vorstellung: Lada Granta

Neuer Schwung

05.06.2012

In der über 20jährigen Geschichte der Leipziger AMI war Lada eine feste Größe, 2010 wurde mit dieser Tradition gebrochen. Jetzt können Freunde der Billigmarke wieder aufatmen: Die Russen sind nicht nur zur AMI 2012 zurückgekehrt, sie haben mit dem Granta gleich noch eine echte Neuheit im Gepäck, die dank französischer Schützenhilfe zudem eine neue Qualitätsstufe zündet, preislich aber weiterhin das unterste Niveau markieren dürfte.

Zwar bietet das Granta-Design im Front- und Heckbereich einen frischen Auftritt, doch insgesamt kommt einem die biedere Silhouette der Stufenheck-Limousine bekannt vor. Kein Wunder, unterm Blechkleid steckt der schon seit einigen Jahren bekannte Kalina in einer technisch überarbeiteten Version.

Im Innenraum sind die Kalina-Gene nicht mehr zu erkennen. Dafür sind einige Details, wie zum Beispiel die Belüftungsdüsen, im aufgeräumten und funktionalen Cockpit von Dacia her bekannt. Das ist kein Zufall, denn Lada gehört in den engeren wirtschaftlichen Dunstkreis der Dacia-Mutter Renault. Auch die Qualität der Materialien und die Verarbeitung im Granta entsprechen dem Dacia-Niveau. Allerdings riecht es hier weiterhin ganz in der Tradition der Marke Lada nach unfeinen petrochemischen Ausdünstungen.

Großer Kofferraum

Galerie: Vorstellung  Lada GrantaTypisch für die russische Automarke sind die etwas weich gepolsterten Sitze. Dafür ist das Platzangebot in beiden Reihen des Viertürers ordentlich, selbst hinten kommen Erwachsene gut unter. Besondere Größe zeigt der Kalina auch, wenn man die hochbauende Heckklappe öffnet. Fast 500 Liter Fassungsvermögen bietet das Heckabteil. Praktisch: Der Kofferraumboden ist mit einer leicht abwaschbaren Gummischale ausgekleidet und kann dank der umklappbaren Rückbank deutlich erweitert werden.

Bei den Motoren bietet Lada zwei Alternativen, beide stammen von Renault. Ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit acht Ventilen leistet 87 PS, der 16-Ventiler mobilisiert sogar 98 PS. Gekoppelt an eine manuelle Fünf-Gang-Schaltung kommt der nur 900 Kilogramm schwere Russe ordentlich voran. 11,8 beziehungsweise 11,6 Sekunden dauert der Standardsprint, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 167 respektive 175 km/h angegeben. Der Verbrauch soll bei 7,4 für die schwächere und 7,1 Liter pro 100 Kilometer für die stärkere Version liegen.

Zwei Ausstattungen

Galerie: Vorstellung  Lada GrantaWie bei den Motoren kann der Kunde beim Ausstattungsniveau nur zwischen zwei Varianten wählen: Die recht bescheidene Basis heißt Norm, das höhere Niveau Luxus. Die Version Luxus bietet zwei Airbags, ABS, 14-Zoll-Aluräder, elektrische Fensterheber, Klimaanlage und Sitzheizungen vorne. ESP steht momentan weiterhin nicht in der Ausstattungsliste.

Lada prüft derzeit noch die Markteinführung des Granta in Deutschland. Sollte die Publikumsreaktion auf der Leipziger AMI positiv ausfallen, könnte die Limousine frühestens Anfang 2013 offiziell nach Deutschland kommen. Die Preise dürften sich an dem Niveau des Kalina orientieren, den es hierzulande ab 8.000 Euro gibt. Trotz des niedrigen Einstiegspreises dürfte der Granta nicht die Erfolgsaussichten wie im Heimatmarkt Russland haben. Dort ist der seit Ende 2011 für unter 6.000 Euro angebotene Billigheimer bereits auf Platz 4 in den Verkaufscharts gestürmt.

 
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