Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Ein Lamborghini Gallardo ist eine irre Fahrmaschine mit extremem Dynamik-Potenzial. Neben hoher Leistung ist hierfür auch der serienmäßige Allradantrieb verantwortlich. Doch Freunde wilder Heckdrifts werden mit der Kraft auf vier Räder nicht ganz warm. Lamborghini hat nun ein Einsehen und bringt den lang ersehnten Hecktriebler LP 550-2.
Der komplette Modellname wurde übrigens zu Lamborghini Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni aufgebläht. Die Hecktriebler-Version trägt damit den Namen einer Fahrer-Legende mit ganz besonderem Bezug zur Marke Lamborghini. Valentino Balboni war seit Anfang der 1970er Jahre der Abstimmungsfahrer der italienischen Sportwagenmarke. Bevor Balboni sich kürzlich auf sein Altenteil zurückzog, war er noch maßgeblich an der Abstimmung des LP 550-2 beteiligt und durfte sich im Namen der auf 250 Fahrzeuge limitierten Sonderedition verewigen.
Diese Sonderedition zeichnet sich unter anderem durch einen Farbstreifen in Weiß und Gold aus, der sich von der Fronthaube über das Dach und Teile der Motorabdeckung bis zum Heckspoiler zieht. Im weitgehend schwarzen Innenraum findet sich dieses Farbthema auf den Sitzen und der Mittelkonsole wieder. Das gewohnt sportlich gestaltete Interieur verwöhnt die Insassen zudem mit umfangreicher Ausstattung, die unter anderem eine Rückfahrkamera und ein Navisystem umfasst.
Drift-ESP
Doch wesentlich spannender ist selbstredend die Umstellung auf den reinen Heckantrieb, die umfassende Modifikationen nötig machte. Federn, Dämpfer, Stabilisatoren und Reifen mussten daraufhin angepasst werden. Auch die Aerodynamik erfuhr kleine Änderungen.
Ein wichtiger Punkt war die ESP-Anpassung. Während beim Standardprogramm die Stabilität im Vordergrund steht, lässt das Programm CORSA größere Driftwinkel zu und erlaubt es so, das hohe Dynamikpotenzial auch mit aktiven ESP zu genießen. Überarbeitet wurde nach Aussage von Lamborghini auch das um zehn auf nun 550 PS gekappte Zehnzylinder-Triebwerk. Angesichts der nur 1,4 Tonnen Gewicht soll der 100-km/h-Sprint 3,9 Sekunden dauern und der Vortrieb bei 320 km/h enden.
Selbstredend teuer
Der Verbrauch bleibt hingegen unverändert: Mit manuellem Schaltgetriebe liegt dieser bei knapp über 14 Liter, mit dem selbstschaltenden E-Gear-Getriebe einen Liter darunter. Einen Lambo zu fahren ist nun mal kein billiges Vergnügen. Im Fall des limitierten Sondermodells Valentino Balboni liegt zudem der Kaufpreis bei knapp über 190.000 Euro. Das Basismodell mit Allradantrieb bekommt man schon für 20.000 Euro weniger. (mh)
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