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Galerie: Vorstellung Lamborghini Huracán LP 610-4

Vorstellung: Lamborghini Huracán LP 610-4

Stürmische Zeiten

20.12.2013

Vor kurzem erst hatte Lamborghini offiziell das Ende des Gallardos verkündet, schon steht der Nachfolger in den Startlöchern. Und der tritt in große Fußstapfen, avancierte doch der „kleine“ Gallardo in seinen zehn Jahren Bauzeit mit über 14.000 Einheiten zum deutlich meistverkauften Lamborghini. Das soll der Neue toppen und gleichzeitig einen neuen Maßstab definieren.

Bedingungslose Performance, sportlich-luxuriöse Anmutung und entspannte Fahrbarkeit, all das soll der auf den Namen Huracán getaufte Gallardo-Nachfolger vereinen, und vor allem der letzte Punkt dürfte all diejenigen aufhorchen lassen, die sich bislang ob Bandscheibenvorfall oder schlichtweg alternder Knochen nur leidlich in den engen Gallardo hineinzwängen konnten und von jeder kleinen Bodenunebenheit geplagt wurden. Ob der Neue allerdings wirklich deutlich entspannter sein wird, bleibt abzuwarten; eine Sänfte hat Lamborghini sicher nicht auf die Räder gestellt und zumindest die ersten Bilder versprechen auch keinen besonders kommoden Einstieg.

V10 mit 7-Gang-Doppelkupplung

Immerhin kann die elektromagnetische Dämpferregelung in drei Stufen justiert werden, ebenso wie die Lenkung sowie Motor und Getriebe. Letzteres haben die Italiener neu entwickelt, zum Einsatz kommt nun ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, bislang konnten lediglich sechs Gänge entweder händisch oder automatisch sequentiell gewechselt werden. Dass auch der neue Huracán über Allradantrieb verfügt, deutet schon der Namenszusatz LP 610-4 an.

Galerie: Vorstellung Lamborghini Huracán LP 610-4Über den Motor verliert Lamborghini noch nicht allzu viele Worte und nennt nur die Eckdaten; demnach handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bisher eingesetzten 5,2-Liter-V10, der nun 610 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmeter auf die Kurbelwelle bringen kann; bislang war bei 570 PS respektive 540 Newtonmeter Schluss. Neu ist die Kombination von indirekter und direkter Einspritzung, die neben dem Leistungsplus für sinkenden Verbrauch sorgt. 12,5 Liter soll der Huracán konsumieren, also gut einen Liter weniger als der bisher sparsamste Allrad-Gallardo (ihn gab es auch in einer Heckantriebs-Variante). 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und maximal 325 km/h bedeuten dagegen eine Steigerung um zwei Zehntel Liter beziehungsweise fünf km/h. Und: Das Aggregat ist Euro-6-fertig.

Stolz auf seine Leichtbaukompetenz, verweist Lamborghini auf das Hybrid-Chassis mit Karbon- und Aluminiumelementen, die das Gewicht reduzieren sollen. So bringt der Huracán ein Trockengewicht von 1.422 Kilogramm auf die Waage. Das sind zwar rund 80 Kilogramm weniger, als der „normale“ Gallardo zuletzt wog (die auf Leichtbau getrimmte Abspeck-Version Superleggera kam auf nur 1.340 Kilogramm), doch verglichen mit dem Vor-Facelift-Modell von 2003 hat Lamborghini das Gewicht gerade mal um acht Kilogramm gesenkt.

Designelemente vom Aventador

In Sachen Design spricht Lamborghini von einer Revolution der Gallardo-Formensprache. Geblieben ist dem Huracán die extreme Keilform mit der äußerst niedrigen Schnauze, doch wirkt er auf den ersten Fotos deutlich stimmiger und mehr „wie aus einem Guss“ als es der Vorgänger tat. Aufgemischt wurde die Optik mit Elementen des großen Bruders Aventador. Wenn gleich der Huracán nicht ganz so zerklüftet daherkommt, erinnern doch vor allem das abgesetzte Heck mit den schmalen Rückleuchten und vier Endrohren, die sechseckige Form der Lufteinlässe in der Frontschürze, der Fenstergrafik und der Rückspiegel sowie die V-förmigen LED-Tagfahrlichter an den Super-Boliden.

Innen geht es dagegen aufgeräumt zu, ein 12,3 Zoll großes Display übernimmt die Aufgaben des Kombiinstruments und stellt nicht nur fahrrelevante Informationen wie den Drehzahlmesser dar, sondern kann dem Fahrer auch die Navigationskarte anzeigen; es lässt sich individuell vom Fahrer konfigurieren. Ausgekleidet ist das Cockpit des Zweisitzers mit feinem Nappaleder und Alcantara und auch hier hat der Kunde zahlreiche Möglichkeiten, seiner Individualität Ausdruck zu verleihen.

Sturm oder Stier

Galerie: Vorstellung Lamborghini Huracán LP 610-4Bleibt noch die Frage nach dem Namen. Sucht man in einschlägigen Lexika nach Huracán, stößt man schnell auf den Maya-Gott des Windes, des Sturmes und des Feuers. Eine passende Erklärung, will der Lambo doch ein feuriger Zeitgenosse sein und schnell wie der Wind. Lamborghini aber hat freilich, nach guter alter Unternehmens-Tradition, auch einen spanischen Kampfstier gleichen Namens aufgetan. Über den lässt sich ohne großen Rechercheaufwand zwar nichts ausfindig machen, doch soll er der Legende nach 1879 in Alicante gekämpft haben und unbesiegbar geblieben sein und mit seinem herausragenden Mut und seiner Angriffslust ein Ebenbild eben jenes neuen Lamborghinis sein.

Wie auch immer der im italienischen Sant’Agata Bolognese gebaute und ab Frühjahr 2014 an die Kunden ausgelieferte Huracán zu seinem Namen kam, für einen Sturm im Portemonnaie dürfte er auf jeden Fall sorgen. Zwar nennen die Italiener noch keine Preise, doch wurden zuletzt für den Gallardo 180.000 Euro aufgerufen und wir der neue mit Sicherheit ein gutes Stück darüber liegen. Und auch der neue Huracán dürfte wieder nur der Anfang einer ganzen Modellfamilie sein; als gesichert gilt, dass Lamborghini wieder eine offene Spyder-Variante bringt. Ob das Abenteuer Heckantrieb noch einmal gewagt wird, bleibt offen, wahrscheinlicher ist dagegen die Neuauflage eines Superleggera-Modells. Stattlich: Zusammen mit verschiedenen Sondermodellen hatte es der Gallardo in zehn Jahren auf immerhin 22 verschiedene Varianten gebracht. Auch das sind große Fußstapfen.  

 
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