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Galerie: Vorstellung Lancia New Stratos

Vorstellung: Lancia New Stratos

Radikalisiert

15.12.2010

Als sich der Sommer 2010 dem Ende zuneigte, weckten in der Autowelt erste Bilder vom New Stratos heiße Begehrlichkeiten. Denn das im Auftrag des süddeutschen Unternehmers Michael Stoschek bei Pininfarina gefertigte Einzelstück ist eine atemberaubend schöne Retro-Interpretation des Lancia Stratos aus den 1970er Jahren. Nach diesem ersten medialen Anfüttern wurden nun auch die Technik-Details zum New Stratos veröffentlicht, die dem historischen Vorbild ebenfalls zur Ehre gereichen.

Der New Stratos lässt auf den Bildern erahnen, dass viel Geld in das bravouröse Einzelstück geflossen ist. Viele Teile sind in Handarbeit entstanden und dennoch vermittelt die Mittelmotor-Flunder keineswegs den Eindruck, dass es sich um ein improvisiertes Showcar handelt. Ein Einzelstück auf derart hohem Fertigungs-Niveau und für den Motorsport-Einsatz ausgelegt, kostet gewiss viel Geld.

Allerdings musste das Auto nicht in allen Details neu konstruiert werden, denn der New Stratos, und das mag man ihm beim besten Willen nicht ansehen, baut auf einem Ferrari F430 auf. Eigentlich ist diese Basis bereits Garant für ein extrem sportliches Fahrzeug, dennoch wurden Antrieb und Fahrwerk modifiziert und für den Rennstrecken-Einsatz radikal geschärft.

Geschärftes Ferrari-Herz

Lancia New StratosSo hat der eigentlich 490 PS starke V8-Motor um weitere 50 PS zugelegt. Auch das Drehmoment stieg auf über 500 Newtonmeter an, die zudem bei bereits 3.750 U/min anliegen sollen. Beim Ferrari-Original sind es 465 Newtonmeter bei 5.250 Touren. Zusammen mit einer Gewichtsreduzierung um rund 80 Kilo und einer verkürzten Hinterachsübersetzung ist der New Stratos deutlich sprintstärker als seine technische Basis. So soll nach vorläufigen Angaben der 100-km/h-Sprint lediglich 3,3 Sekunden dauern, während ein F430 hierfür glatt vier Sekunden benötigt. Allerdings liegt aufgrund der Übersetzung die Höchstgeschwindigkeit des New Stratos bei lediglich 274 km/h, was gut 40 km/h weniger als beim F430 sind.

Darüber hinaus wurden gegenüber dem F430 beim New Stratos der Radstand geringfügig und die Karosserie gar um satte 33 Zentimeter auf 4,18 Meter Länge verkürzt. Zusammen mit weiteren technischen Verfeinerungen – unter anderem bei Bremsen und Auspuffanlage – hat Pininfarina mit dem New Stratos ein Mittelmotor-Sportwagen geschaffen, der herausragende Handling-Eigenschaften für den ambitionierten Sporteinsatz bieten soll. Vor allem im engen, kurvigen Geläuf dürfte sich der Neuzeit-Stratos meisterlich bewegen und damit seinem historischen Vorbild alle Ehre machen.

Bleibt noch die Frage, ob weitere Exemplare vom New Stratos aufgebaut werden. Hier macht Michael Stoschek kaufkräftigen Autonarren zumindest vage Hoffnung. (mh)

 
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