IAA 2011
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Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 Sport

Vorstellung: Land Rover DC100 und DC 100 Sport

Mit 16 Gängen in die Zukunft

13.09.2011

Land Rover zeigt die Zukunft des legendären Defenders. Dass er auch im 21ten Jahrhundert so vielfältig eingesetzt werden können soll wie im vergangenen Jahrhundert, unterstreicht der Hersteller mit einer Sport-Variante, die parallel auf der IAA enthüllt wurde. Neben viel Hightech-Schnickschnack zeigt Land Rover aber auch: Der neue Defender bleibt ein echter Defender.

Zwei Bilder des DC100 genannten Concept-Cars – das war so ziemlich alles, was Land Rover vor der IAA herausrückte. Auf dem Stand dann die Überraschung: Es sind gleich zwei Studien, die als Diskussionsgrundlage für bestehende und werdende Fans dienen sollen. Neben dem silbernen Utility-Konzept soll die bernsteinfarbene „Sport“-Variante auf die urbane Klientel zielen und den Defender nun auch als SUV, als Sports-Utility-Vehicle, positionieren.

Bestwerte

Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 SportDoch bevor die eingefleischten Defender-Fahrer anfangen zu weinen: Ein Warmduscher-SUV wird der nächste Defender sicher nicht, die Entwickler wissen offenbar zu gut, was einen Land Rover Series I, II, III, einen Ninety oder eben Defender in den letzten sechs Jahrzehnten ausmachte.

Das geht bei der Karosserie des DC100 los: Die kurzen Überhänge vorne und hinten können durch das luftgefederte Fahrwerk noch verbessert werden. Bis zu 32 Zentimeter Bodenfreiheit sind machbar, die Wat-Tiefe beträgt rekordverdächtige 75 Zentimeter – mit Bugwelle scheint ein glatter Meter machbar.

Vorne wieder ein dritter Sitz

Die Briten haben es sogar geschafft, Details umzusetzen, von denen man sich schon verabschiedet hatte. Zwar kehren nicht die Lüftungsklappen unterhalb der Frontscheibe zurück, doch sind Frontscheibe und sogar die Seitenscheiben klappbar. Auch der dritte Vordersitz war seit dem TD4 (2007) eigentlich Geschichte, im DC100 ist er wieder da – Land Rover nennt das „social seating“, nicht zuletzt, weil sich die Passagiere näher kommen.

Der dritte Sitz beherbergt ein großes Ablagefach, der Beifahrersitz ist erstmals umklappbar. Den Laderaum kann man bei Bedarf auch kärchern, Leder, Alu sowie „Super-„ und „Ultra-Fabric“ genannte Hightech-Fasern sollen ein Autoleben halten – auch bei artgerechtem Einsatz.

Technik

Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 SportDer Automatikwählhebel wandert ins Armaturenbrett, darüber prangt als Steuerungszentrale ein abnehmbarer, autarker und natürlich wasserfester Flachbildschirm.

Noch wichtiger als solche Zukunftsmusik ist die umsetzbare Technik, hier besinnt sich Land Rover auf die Herkunft des Urgesteins: Der DC100 hat eine in die Frontstoßstange integrierte Winde und zwei Heavy-Duty Schlepp-Ösen. Das aus dem Discovery bekannte Terrain-Response-Fahrwerk wird um einen automatischen Geländemodus erweitert, gleichzeitig hält die aus dem Evoque bekannte Magnaride-Dämpfersteuerung Einzug.

Motoren und Antrieb

Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 SportDen DC100 treibt ein Zwei-Liter Vier-Zylinder-Dieselmotor an, die City-Variante Sport wird von einem Benziner befeuert - beide Varianten sind für einen Plug-In-Hybridantrieb vorbereitet.

Die bisher manuell schaltbaren sechs Gänge des TD4 weichen einer automatischen Acht-Gang-Lösung von ZF, wie sie Discovery und Range Rover Sport auch erst Ende 2011 erhalten. Serienmäßig ist die Automatik mit einem Start-Stopp-System ausgestattet, um Treibstoff zu sparen. Ein Verteilergetriebe ist auch wieder an Bord, die damit zur Verfügung stehenden 16 Gänge können über Schaltwippen am Lenkrad sortiert werden.

4x4+4x2

Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 SportDer Allradantrieb des Land Rover DC100 ist durch „driveline-disconnect“ nur dann permanent, wenn man ihn benötigt: Bei normaler Fahrt werden nur die Vorderräder angetrieben, die mechanische Zuschaltung der hinteren Antriebswelle erfolgt automatisch, sobald die Traktions-Verhältnisse das erfordern. Land Rover verspricht sich allein durch diese Maßnahme ein Spriteinsparpotenzial von sieben Prozent.

Statt mechanischer Achsdifferenzialsperren – die beim bisherigen Defender zum Beispiel als Limited-Slip-Differential  LSD nur über den Zubehörhandel verfügbar waren – findet sich im DC100 ein ausgefeiltes Torque-Vectoring. Das Differenzial einer Achse wird dabei nicht nur elektronisch und stufenlos gesperrt, sondern kann darüber hinaus auch mehr Drehmoment an das traktionsstärkste Rad leiten, also wie bei einem Sperrdifferenzial mit fester Sperrwirkung. Dadurch ist neben bester Traktion auch ein gleichzeitig agileres Handling machbar – bisher fanden sich Torque-Vectoring Systeme nur in Fahrmaschinen wie dem BMW X6 M oder dem Audi RS5.

Fazit

Galerie: Vorstellung Land Rover DC100 und DC 100 SportLand Rover spült den Defender nicht weich, sondern präsentiert viele sinnvolle Ideen um einen echten Offroader mit heutigen und kommenden Verkehrs- und Umweltanforderungen zu vereinen. Von den Spielereien der Studien abgesehen sind die im DC100 präsentierten technischen Details vielversprechend, allein das Design bleibt wohl die größte Herausforderung.

Doch seien wir ehrlich: „Design“ spielte beim Defender nie eine Rolle.

Noch Wünsche?

Wir hatten Sie, unsere Leser, vergangene Woche aufgerufen, uns Ihre Wunschliste für einen neuen Defender zu schicken.

Wenn Sie jetzt immer noch Wünsche haben, zögern Sie nicht, eMail genügt.

Wir leiten Ihre Antworten direkt an Land Rover weiter.

 
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