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Galerie: Vorstellung Lexus LFA

Vorstellung: Lexus LFA

Der Überreife

10.11.2009

Fast fünf Jahre, drei Messe-Studien und unzählige Abstimmungsfahrten im Tarn-Dress hat es gedauert, bis Lexus seinen lang angekündigten Supersportler LFA im Serien-Ornat vorstellt. Das erstmals auf der Detroit Autoshow im Januar 2005 offiziell vorgestellte Projekt hat Lexus nach ungewöhnlich langer Entwicklungsphase endlich finalisiert. Zum irren Preis bietet der LFA irre Fahrleistungen.

4,8 Liter, zehn Zylinder, 560 PS, 325 km/h und 3,7 Sekunden für den Standardsprint – so lauten die eindrucksvollen Eckdaten der Superflunder. Herz ist ein Front-Mittelmotor, der dank des Einsatzes diverser Leichtbaumaterialien wie Titan nur gut 200 Kilo wiegen soll. Das komplett neu entwickelte, hochdrehende V10-Aggregat erreicht seine Maximalleistung erst bei 8.700 Touren, 800 Umdrehungen weiter endet die Drehzahlorgie. Das maximale Drehmoment von 480 Newtonmeter liegt bei 6.800 Touren an. Zum sicherlich unzeitgemäßen Verbrauch macht Lexus hingegen keine Angaben. Wer den Wagen standesgemäß bewegt, wird jeden der zehn Zylinder mit rund zwei Liter Benzin pro 100 Kilometer bei Laune halten müssen.

Galerie: Vorstellung Lexus LFAFür die Kraftübertragung an die Hinterachse ist das automatisierte, sequentielle Sechs-Gang-Schaltgetriebe ASG verantwortlich. Der Gangwechsel soll kurzweilige 0,2 Sekunden dauern. Zum Vergleich: Das Doppelkupplungsgetriebe DSG von VW braucht hierfür weniger als 0,1 Sekunden. Vier per Knopfdruck abrufbare Fahrmodi sorgen für unterschiedliche Schalt- und Motorcharakteristika. Damit die enorme Kraft nicht gleich in Rauch aufgeht, sorgt ein Torsen-Sperrdifferenzial für eine kontrolliertere Leistungsabgabe.

Leicht und luxuriös

Galerie: Vorstellung Lexus LFADank Transaxle-Bauweise (Motor vorn, Getriebe an der Hinterachse) bietet der LFA eine im Motorsport erstrebenswerte Achslastverteilung von 48:52, nach Ansicht von Lexus die ideale Gewichtsproportion für Sportwagen. Um das Gesamtgewicht auf knapp unter 1,5 Tonnen zu drücken, hat der LFA eine kohlefaserverstärkte Kunststoffkarosserie. Die Fahrwerkskomponenten bestehen hingegen zum Großteil aus ebenfalls leichtem und steifem Aluminium, während die Bremsscheiben aus einem besonders verschleißarmen Karbon-Keramik-Verbundstoff gefertigt wurden.

Trotz des konsequenten Sporttrimms soll der LFA auch Qualitäten eines Gran Turismo bieten. Die Ledersitze sollen nicht nur hohen Seitenhalt bei hoher Querdynamik bieten, sondern zugleich auch komfortables Reisen ermöglichen. Sogar ein Kofferraum ist vorhanden. Zur Komfort-Ausstattung gehören unter anderem elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, ein Audio-Entertainment-Navisystem mit Festplatte und großem Farbdisplay in der Mittelkonsole. Für eine feine als auch gewaltige Akustik sind zwölf Lautsprecher der Mark-Levison-Audioanlage verantwortlich.

Eine Ausnahme-Erscheinung

Galerie: Vorstellung Lexus LFAStatt auf ein Kombiinstrument mit klassischen Analoganzeigen blickt der Fahrer durch das unten abgeflachte Karbon-Leder-Sportlenkrad auf ein TFT-Display. Auf dem Bildschirm wird farbenreich und in 3D-Optik ein runder, zentral platzierter Drehzahlmesser dargestellt. Im Zentrum des Drehzahlmessers werden wiederum Geschwindigkeit und Fahrmodus angezeigt. Weitere wichtige Fahrinformationen gruppieren sich um den Drehzahlmesser herum. Auf Wunsch rückt der Drehzahlmesser nach rechts und schafft so Platz für ein Runden-Zeitmesser.

Auch mit seiner Außenoptik demonstriert der LFA, dass er eine Ausnahme-Erscheinung ist. Dabei wirkt sein Design eigenständig und hat man sich bei Lexus nicht bei der Formensprache etablierter Sportwagenmarken bedient. Ein ungewöhnlicher Blickfang in der Seitenansicht sind die in den hinteren Kotflügeln befindlichen Luftöffnungen auf Schulterhöhe. Mit einem lang gezogenen Schwung läuft oben aus der Luftöffnung eine Spitze in Fahrtrichtung parallel zum Fensterband. Ein weiterer Clou: In den Seitentüren finden sich keine Griffe.

So teuer wie zwei 911 Turbo

Galerie: Vorstellung Lexus LFAAm Heck mit riesigen Lüftungsöffnungen fallen die in einem Dreieck zusammenfassten drei Auspuffendohre ins Auge. Ab 80 km/h fährt zudem ein wuchtiger Heckflügel hoch, um so den Anpressdruck an der Hinterachse zu erhöhen. Ob das Design des LFA allerdings gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Mit der Eleganz und Emotionalität eines Ferraris kann der Lexus-Bolide zumindest nicht mithalten.

Besonders beeindruckend ist der Preis von 375.000 Euro für den bereits bestellbaren LFA. Von diesem Geld könnte man auch zwei Porsche 911 Turbo mit Vollausstattung finanzieren. Allerdings handelt es sich beim LFA um ein besonders exklusives Hightech-Spielzeug, dass in Japan in Handarbeit montiert wird. Nur maximal 500 Fahrzeuge sollen in der LFA-Manufaktur entstehen. Die ersten Exemplare sollen Anfang 2011 ausgeliefert werden. (mh)

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