Pariser Autosalon 2014
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Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz CLS Facelift

Vorstellung: Mercedes-Benz CLS Facelift

Schöner Schein

18.06.2014

Fast vier Jahre nach der Einführung der zweiten Generation des CLS und nur knapp zwei Jahre nach dem Start der Kombiversion Shooting Brake präsentiert Mercedes nun die optisch dezente und technisch tiefgreifendere Modellpflege. Zu den Höhepunkten zählen ein neuer Basisdiesel, Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer, eine Neungang-Automatik sowie der Daten- und Konnektivitätsdienst Connect Me.

Der Korpus des CLS gibt sich weitgehend unverändert, kann also wie gehabt mit eleganter, expressiver Aura die Feingeister für sich vereinnahmen. Vor allem im Frontbereich bietet der schicke E-Klasse-Ableger jedoch einen neuen Look. Auffällig ist der Diamantkühlergrill mit einem prominenter heruasgearbeiteten Stern in der Mitte. Der vordere Stoßfänger wirkt zudem mit seinen größeren Lufteinlässen prägnanter, während am Heck abgedunkelte Mehrpegelleuchten zum Einsatz kommen. Der Clou: Diese Rückleuchten passen die Leuchtstärke an den äußeren Lichtbedingungen an.

Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz CLS FaceliftEin im Wortsinn echtes Highlight sind zudem die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer, bei Mercedes Multibeam genannt, die künftig für jeden CLS zur Serienausstattung gehören werden. Bisher gab es für den CLS ohnehin schon Voll-LED-Scheinwerfer serienmäßig, doch die Multibeam-Version bieten eine verbesserte Funktionalität und einen Sicherheitsgewinn. So verfügt jeder Scheinwerfer über 24 Hochleistungs-LED, die in 255 Stufen dimmbar sind und sich einzeln elektronisch ansteuern lassen. Diese Technik ermöglicht es, einzelne Bereiche der Fahrbahn gezielt situationsabhängig auszublenden. Der Vorteil: Man kann mit permanent eingeschaltetem Fernlicht selbst bei Gegenverkehr fahren. Sensoren erkennen das andere Auto und blenden den Scheinwerferbereich situationsbedingt aus, der das andere Fahrzeug blenden würde. In der Folge fühlt der Gegenverkehr im Schatten des Scheinwerferkegels, während die Fahrbahn drum herum für den CLS-Fahrer optimal mit Fernlicht ausgestrahlt wird.

Vorausschauendes Abbiegelicht

Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz CLS FaceliftDarüber hinaus bieten die Multibeam-Scheinwerfer noch ein dynamisches Kurvenlicht mit Vorausschau-Funktion. Noch bevor der Fahrer durch das Einlenken die Scheinwerfer zum Schwenk animiert, kann das Licht seinen Lichtkegel bereits zuvor um bis zu 12 Grad nach links oder rechts richten und die geplante Fahrtrichtung ausleuchten. Ähnlich kann diese Funktion auch vor der Einfahrt in einen Verkehrskreisel diesen sogar gleichzeitig nach rechts und links 30 bis 60 Meter weit zusätzlich ausleuchten. Schließlich haben die neuen LED-Leuchten noch eine Begrüßungsfunktion, in dem die Lichtleiter beim Öffnen des Fahrzeugs mit einem bläulichen Licht eine Art Erwachen signalisieren.

Auch der Innenraum wurde im Zuge der Modellpflege renoviert und profitiert der CLS von einigen Neuheiten der Mercedes-Produktwelt. So kommt nunmehr für das Multimedia-Navisystem mit neuester Comand-Software ein freistehendes 8-Zoll-Display zum Einsatz mit leicht modifizerter Bedieneinheit. Ein neues Dreispeichen-Lenkrad, diverse Verfeinerungen im Detail und mehr Optionen bei der Individualisierung von Dekors und AMG-Design-Paketen runden den Neuerungsschub ab.

Zwei neue Sparmotoren und Neungang-Automatik

Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz CLS FaceliftAuch bei den Antrieben gibt es einige NeuerungenÄnderungen. Neu ist der Basisdiesel 220 BlueTec, der unter anderem dank einer zweistufigen Aufladung 170 PS und 400 Newtonmeter mobilisiert. Der Euro-6-konforme Vierzylinder kann niedrigen Verbrauch mit guten Fahrleistungen in Einklang bringen: Knapp über 8 Sekunden für den Standardsprint und fast 230 km/h Topspeed steht ein Verbrauch von unter fünf Litern entgegen.

Ein weiterer Effizienz-Motor mit allerdings deutlich mehr Dampf steckt im neuen CLS 400. Hier kommt ein Dreiliter-V6-Motor mit 333 PS und 480 Newtonmeter zum Einsatz. In Kombination mit der Siebengang-Automatik soll der Sprint gut fünf Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h liegen und der Verbrauch sich mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer bescheiden.

Neben der bekannten Siebengang-Automatik werden künftig einige Motoren mit einer neuen Neungang-Automatik bestückt sein, die für eine bessere Dynamik und Effizienz sorgen soll. Dazu zählen die 220, 250- und 350-BlueTec-Motoren sowie der über 400 PS starke V8-Benziner 500. Dieser ist übrigens nicht der stärkste Antrieb im CLS-Programm, denn selbstredend gibt es weiterhin den 63 AMG, den in der schärfsten Version 585 Pferdestärken zu phänomenalen Fahrleistungen treiben.

Notruf und Fahrzeug-Fernsteuerung

Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz CLS FaceliftEine weitere Neuheit im CLS wird das neue Konnektivitätssystem Connect Me sein, welches viele praktische und sicherheitsrelevante Funktionen bietet. Connect Me baut Hardware-seitig auf ein neues KOM-Modul auf, das mit einer fest eingebauten, eigenen SIM-Karte einen fahrzeuginternen Mobilfunkanschluss ermöglicht, sogar mit eigener Telefonnummer, die allerdings nur Mercedes kennt und geheim hält. Damit ist des CLS zumindest überall dort erreichbar, wo Zugriff auf ein Mobilfunknetzwerk möglich ist. Und mit diesem Zugriff hat Mercedes sich eine Vielzahl an serienmäßigen wie optionalen Funktionen erdacht.

Die serienmäßigen Basisdienste sind:

  • Notruf: Die Insassen werden bei einem Unfall automatisch mit einer Notrufzentrale verbunden und die Position und der Zustand des Fahrzeugs werden an die Rettungsleitstelle gesendet.
  • Unfallmanagement: Bei einem manuell ausgelösten Notruf wird man auf Wunsch mit einem speziellen Kundenservice von Mercedes verbunden und der Fahrer kann zum Beispiel hierüber einen Abschleppdienst ordern.
  • Pannenmanagement: Position und Fahrzeugzustand werden übermittelt und der 24-Stunden-Service von Mercedes aktiviert.
  • Wartungsmanagement: Registriert die Bordanalyse einen Wartungsbedarf, kann Mercedes bereits ein entsprechendes Angebot zur Wartung an den Kunden schicken.
  • Telediagnose: Diagnosefähige Verschleißteile (zum Beispiel Bremsbelege) werden bei Austauschbedarf dem Händler gemeldet.


Die optionalen Zusatzdienste sind:

  • Fahrzeugstandort: Hier kann man sich die Position des geparkten CLS im Umkreis von 1,5 Kilometer anzeigen lassen.
  • Fahrzeugortung: Hier wird die CLS-Klasse via GPS während der Fahrt permanent geortet. Diese Möglichkeit soll der Fahrer einfach abschalten können.
  • Geografische Fahrzeugüberwachung: Hier kann der Kunde sich benachrichtigen lassen, wenn das Fahrzeug ein zuvor definiertes Gebiet verlassen sollte. Ebenfalls abschaltbar.
  • Türfernschließung/-entriegelung: Wer sicher gehen will, ob das Auto verriegelt ist, kann online den Status abfragen und gegebenenfalls ändern.
  • Fernsteuerung der Standheizung: Ebenfalls online lässt sich der Zeitpunkt für das An- und Ausschalten der Standheizung definieren.

Grundsätzlich bekommt der Connect-Me-Nutzer über eine Webseite Zugriff auf diese Remote-Dienste. Diese Seite ist im Stil einer Smartphone-App aufgebaut und lässt sich recht einfach übers Telefon, iPad oder Desktop-PC bedienen. Neben den genannten Diensten kann sich der Kunde auch weitere Informationen über den Fahrzeugstatus online und damit weltweit anschauen. Spritmenge im Tank, Reichweite, Status von Fenster und Dach – eine nette Spielerei, die eben auch ihren praktischen Nutzen haben kann. Habe ich vor dem Einsteigen ins Flugzeug wirklich das Schiebedach vom Auto geschlossen? Ein kurzer Blick auf die Status-Website verschafft mir die Gewissheit und habe ich die Möglichkeit, von überall aus der Welt diesen Status sogar zu ändern.

Start im September

Los geht es mit dem überarbeiteten CLS im September 2014. Zu den Preisen machen die Stuttgarter noch keine Angaben. Obwohl mit dem 220 BlueTec künftig ein schwächeres Basismodell angeboten wird, dürfte dieses im Fall der coupéartigen Limousine wie die bisherige Basis 250 CDI knapp über 50.000 Euro kosten. Deutlich teurer wird wie gehabt der Shooting Brake sein, dessen Preisliste derzeit bei knapp unter 62.000 Euro startet.

 
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