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Galerie: Vorstellung Mercedes-Benz R-Klasse Facelift

Vorstellung: Mercedes-Benz R-Klasse Facelift

Renovierter Reise-Riese

31.03.2010

SUV-artig angehaucht, hochvariabel, vielseitig nutzbar – die seit 2006 in Deutschland angebotene Mercedes R-Klasse vereint in sich viele begehrenswerte Eigenschaften. Zum Verkaufsschlager reichte es dennoch nicht. Ein tiefgreifendes Optik-Update, sparsamere Dieselmotoren und eine dezente Innenraum-Aufwertung könnten den Absatz der R-Klasse ab dem 18. September 2010 in Deutschland ankurbeln. Premiere feiert der Reise-Riese Ende März auf der New York International Auto Show.

Zuletzt erhielt die R-Klasse zum Modelljahr 2008 ein kleines, kaum auffälliges Facelift. Es blieb dabei: Auf dem deutschen Markt wurde das eigenwillige Design nicht wirklich angenommen. Wohl auch deshalb sind die optischen Neuerungen zum Modelljahr 2011 wesentlich radikaler ausgefallen, als dies bei Mercedes-Facelifts sonst üblich ist.

Vorne alles neu

Mercedes-Benz Classe RSo präsentiert sich der Vorderwagen in komplett neuer Optik. Sowohl Motorhaube, Kotflügel, Kühlergrill, Scheinwerfer und Stoßfänger wurden erneuert und sorgen für ein breiteres, kraftvolleres und wohl auch massenkompatibleres Antlitz. Zusätzliche Präsenz verleihen eine optional erhältliche Chromspange in Kombination mit LED-Tagfahrlichtern und Bi-Xenon-Scheinwerfern.

Seitlich sind die Änderungen von marginaler Natur. Außenspiegelgehäuse mit integrierten Blinkern sowie neue Designs für die 17 bis 21 Zoll großen Leichtmetallräder sorgen für frische Akzente. Am Heck fallen ein veränderter Stoßfänger, modifizierte LED-Rückleuchten und zwei in die untere, diffusorartige Schürze integrierte, rechteckige Auspuffendrohre auf. Auf Wunsch erstrahlt die R-Klasse zudem in der neuen Farbe Diamantweiß.

Reichlich Platz

Mercedes-Benz Classe RAm besonders variablen und vielseitig nutzbaren Innenraum haben die Stuttgarter nichts geändert. Es gibt weiterhin zwei Radstand-Versionen – die kürzere mit fünf Sitzen, die längere mit einer dritten Sitzreihe und wahlweise mit sechs oder sieben Plätzen. Das Gestühl lässt sich weiterhin verschieben und umklappen, wie es gerade gewünscht oder gebraucht wird. Zum Zweisitzer umgebaut bietet die Kurzversion nahezu zwei Kubikmeter Stauraum, während die Langversion sogar fast 2.400 Liter Gepäck aufnehmen kann.

Doch steht bei der R-Klasse nicht allein der Nutzwert im Vordergrund. Die Luxus-Van will vor allem auch mit noblem Ambiente die Fahrgäste umgarnen. Das soll mit einer neuen, zweifarbigen Ausstattung künftig noch besser gelingen. Hier hat der Kunde unter anderem die Wahl zwischen einer neuen Beige-Braun-Kombination oder einem Kontrast von hellem und dunklem Grau.

Optional gibt es das AMG-Sportpaket, das innen mit serienmäßiger Nappaleder-Ausstattung in Schwarz, sowie mit Alu-Zierteilen und dunklen Applikationen eher sportlich orientierte Fahrer ansprechen will. Alternativ lassen sich auch hellere Holz-Applikationen mit Chrom-Zierrat kombinieren.

Erstarkter 350 CDI

Weiterhin werden drei Diesel- und drei Ottomotoren angeboten. Während die Benzin-Aggregate unverändert bleiben, wurden die Selbstzünder sparsamer und der 350 CDI sogar deutlich stärker. Der Einstiegs-Diesel heißt nun 300 CDI statt 280 CDI und wird weiterhin ausschließlich für die heckgetriebene Fünfsitzer-Variante angeboten. Unverändert leistet dieser ordentliche 190 PS, der Verbrauch ist allerding auf 7,6 Liter leicht gesunken.

Deutlich stärker geworden ist der 350 CDI, den es ausschließlich in Kombination mit dem Allradantrieb 4Matic gibt. Statt der bisherigen 224 PS leistet der V6 nunmehr 265 PS und enorme 620 Newtonmeter. Damit soll die R-Klasse in 7,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten und die Höchstgeschwindigkeit 235 km/h betragen. Den Verbrauch gibt Mercedes mit dennoch genügsamen 8,4 Litern an.

Den gleichen Verbrauch bietet übrigens auch der 211 PS starke Drei-Liter-Diesel in der sogenannten BlueTec-Version, die sich dank Harnstoff-Einspritzung durch besonders niedrige Stickoxid-Emissionen auszeichnet. Damit liegen die Abgaswerte auf dem Niveau der erst 2014 gültigen Abgasnorm Euro 6, während alle anderen Motorisierungen „nur“ Euro-5-fit sind.

Benziner unverändert

Für den deutschen Markt weniger wichtig sind die drei Benzinmotoren. Unverändert bietet Mercedes den Drei-Liter-V6 300 mit 231 PS, den 3,5-Liter-V6 350 mit 272 PS sowie den 5,5-Liter-V8 500 mit 388 PS an. Neue Downsizing-Benzinmotoren sollen erst später für die R-Klasse angeboten werden. Die zwischenzeitlich angebotenen AMG-Version der R-Klasse wird es definitiv nicht mehr geben.

Mercedes-Benz Classe RDie Preise für die R-Klasse werden sich mit dem Start der gelifteten Version wohl nur marginal ändern. Derzeit kostet das Einstiegsmodell happige 49.000 Euro. Immerhin kann sich die Serienausstattung sehen lassen. Diese umfasst unter anderem eine Sieben-Gang-Automatik, acht Airbags, elektrische Außenspiegel, ESP, Klimaautomatik, Regensensor, CD-Radio und Tempomat.

Selbstverständlich bietet Mercedes für die R-Klasse ein reichhaltiges Options-Programm an. Gegen Aufpreis gibt es Allradantrieb, Luftfederung, Abstands-Tempomat, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Super-Navi mit Spracherkennung, Panorama-Schiebedach, Rückfahrkamera und besonders komfortable Vordersitze. Auch optisch lässt sich die R-Klasse mit verschiedenen Paketen aufwerten. Preislich verlangt dieser individuelle Luxus nach einem entsprechend guten Kontostand. Den soll die R-Klasse dank ihres guten Werterhalts beim Wiederverkauf zumindest relativ gesehen wieder einigermaßen ausgleichen können. (mh)

 
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