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Galerie: Vorstellung Mercedes C 63 AMG Coupé Black Series

Vorstellung: Mercedes C 63 AMG Coupé Black Series

Stark und hart

25.07.2011

Wenn Mercedes eines seiner Modelle mit dem AMG-Logo adelt, ist höchstes Fahrdynamik-Niveau selbstverständlich. Doch mit der 2006 aufgelegten Black-Series-Division des Mercedes-eigenen Tuning-Labels nimmt das sportliche Ansinnen noch extremere Formen an. Jüngster Spross dieser besonders seltenen PS-Protzer ist das C-Klasse Coupé. Der nur in geringer Stückzahl anvisierte Hardcore-Racer ist zugleich noch die stärkste C-Klasse von Mercedes.

Eigentlich verpasst Mercedes seinen AMG-Boliden einen optisch eher dezenten Power-Auftritt. Doch die seit 2006 aufgelegten drei Black-Series-Varianten von SL, SLK und  CLK sind ausgeprägte Macho-Typen. So auch der neue C 63 AMG Coupé Black Series, die nunmehr vierte Schwarz-Arbeit der Affalterbacher. Bemerkenswert breit und flach kauert der eigentlich in der Normal-Version recht elegant wirkende Zweitürer auf dem Asphalt, vermittelt eine gehörige Portion Rennsport-Aura.

Mächtige Schlünde prägen die Front, während über zwei Schlitze in der Alu-Motorhaube die erwärmte Kühlluft entweichen soll. Eine breitere Spur und die Riesenräder, die in den stark ausgestellten Radhäusern unterkommen, vermitteln ebenfalls Stärke. An neu gestalteten AMG-Seitenschwellern fällt eine schwarze Leiste auf, die die Idee des Frontsplitters optisch fortführt. Angedeutete Luftöffnungen vor den Hinterrädern bilden einen Abschluss, eine Heckschürze mit mächtigem Diffusor und einer Sportauspuffanlage mit eckigen Rohren runden den martialischen Auftritt ab.

Irre stark, irre schnell

Galerie: Vorstellung Mercedes C 63 AMG Coupé Black SeriesDen Rohren der Abgasanlage entweicht ein infernalisches Bellen, welches unweigerlich die Frage nach der Straßenzulassung aufwirft. „Vollkommen legal“, lächeln die AMGler zufrieden und verschmitzt. Doch der bösen Akustik folgen auch böse Taten: Aus 6,3 Liter Hubraum soll der Acht-Zylinder-Saugmotor 517 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment allein an die 19-Zoll-Hinterräder mit 285er-Reifen wuchten.

4,2 Sekunden soll der Standard-Sprint im Idealfall kurz sein. Die Höchstgeschwindigkeit wurde noch nicht endgültig bekannt gegeben, doch ohne elektronische 250-km/h-Sperre dürfte sie sich jenseits von 300 km/h bewegen.

Automatik und Fahrwerk für höchste Dynamik

Galerie: Vorstellung Mercedes C 63 AMG Coupé Black SeriesDie Kraftübertragung übernimmt das noch recht neue Speedshift MCT 7-Gang Sportgetriebe. Vier Fahrprogramme, die Zwischengasfunktion sowie Race Start versprechen eine Extra-Portion Dynamik-Fahrspaß, zudem dürfte der Wagen gehobenen Ansprüchen an Sportlichkeit gerecht werden. In den Fahrprogrammen „Sport plus“ und „Manuell“ dauern die Gangwechsel nur 100 Millisekunden. Dennoch bietet das Getriebe auch den Komfort einer Automatik.

Der Black Series verfügt über das neue AMG-Sportfahrwerk. Wie im Motorsport üblich und für ein Black-Series-Modell typisch, ist es als Gewindefahrwerk konzipiert. So bietet es zahlreiche Einstellmöglichkeiten und erlaubt dem Fahrer, sein persönliches Setup vorzunehmen.

Ein serienmäßiges Hinterachs-Sperrdifferenzial ist für eine verlässliche Traktion speziell im Rennstreckenbetrieb verantwortlich. Für verschiedene Fahrsituationen die passende Lösung bietet das 3stufige ESP: Über den ESP-Taster kann der Fahrer zwischen „ESP ON“, „Sport Handling Mode “ und „ESP OFF“ wählen.

Black Series – ein kurzer Rückblick

Das Label Black Series ist noch recht jung. 2006 machte der SLK 55 AMG Black Series den Start. Der 5,5-Liter-V8-Motor des Klappdach-Zweisitzers lockte mit einer Höchstleistung von 400 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment. Zwischen Juli 2006 und April 2007 wurden nur 120 Exemplare produziert.

Direkt im Anschluss folgte der CLK 63 AMG Black Series. Das zweisitzige Coupé wurde von einem AMG 6,3-Liter-V8-Motor mit 507 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment angetrieben. Von April 2007 bis März 2008 entstanden 700 Fahrzeuge.

Das vorläufige Highlight war der im Juli 2008 präsentierte SL 65 AMG Black Series: Das High-Performance-Coupé fasziniert noch heute durch spektakuläre Optik, einzigartige Leistungsdaten, aufwendigen Leichtbau und höchste Exklusivität. Der 6,0-Liter-V12-Biturbomotor mit einer Höchstleistung von 670 PS (!) sowie 1.000 Newtonmeter Drehmoment machte den SL 65 AMG Black Series zum stärksten in Serie produzierten AMG-Fahrzeug bisher. Etwas bedauerlich: Basis ist zwar die Offen-Konstruktion SL, in der Black-Series-Version gibt es nur ein festes Coupé-Dach. Insgesamt 350 Exemplare wurden von September 2008 bis August 2009 produziert.

Komfort eher Mangelware

Galerie: Vorstellung Mercedes C 63 AMG Coupé Black SeriesWer Mercedes-artigen Komfort wünscht, sollte sich eine radikale Black-Series-Version besser nicht zulegen. Neben dem härteren Fahrwerk wurde zur Gewichtsersparnis die Rückbank rausgeworfen. Die maximal zwei Passagiere sitzen zudem auf sehr leichten mit hoher Seitenführung gesegneten Karbon-Schalensitzen, die sich lediglich in Längsrichtung verstellen lassen. Auf Wunsch kann man den Black Series aber auch mit komfortableren Sportsitzen und mit Rückbank ordern.

Sportlich mutet auch der Arbeitsplatz des Fahrers an. So umfassen seine Hände ein besonders wulstig und handlich gestaltetes Sportlenkrad mit Alu-Schaltpaddels und roten Kontrastnähten, die farblich also auf die Sicherheitsgurte abgestimmt sind.

Dennoch nicht spartanisch

Doch der Black Series hat auch einige Komfortdetails serienmäßig an Bord. Klimaautomatik, CD-Radio oder ein Tempomat sind im Preis enthalten. Auch die Sicherheitsausstattung ist nahezu vollständig. Optional kann man noch speziellen Karbon-Außenschmuck, spezielle Leichtmetallräder, das Intelligent Light System ILS, das schlüssellose Zugangs- und Startsystem oder getönte Fondscheiben ordern.

Weltpremiere feiert das C 63 AMG Coupé Black Series im Rahmen des Formel-1-Rennens am Nürburgring, dem Großen Preis von Deutschland (23.- 24. Juli 2011). Die Markteinführung ist für den Januar 2012 vorgesehen, der Verkaufspreis beträgt 115.430 Euro. Zwar gibt es keine strenge Limitierung der Produktionszahl, dennoch sieht man bei Mercedes ein Marktpotenzial von rund 500 Fahrzeugen. Es dürfen aber gerne auch mehr werden. (mh)

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