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Galerie: Vorstellung Mercedes CL

Vorstellung: Mercedes CL

Ganz großes Kino

27.06.2006

Alle waren sie gekommen zur Weltpremiere ihres neuen Topmodells, dem Mercedes CL: Professor Peter Pfeiffer, mit dem wohlklingenden Titel Senior Vice President Design der Mercedes Car Group. Hans Multhaupt, Leiter der Entwicklung des Mercedes CL. Und nicht zuletzt Dr. Dieter Zetsche himself, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrylser AG. Großer Bahnhof also für ein wahrlich großes Auto.

Breit, lang und satt steht der Neuling da, in strahlendem Weiß, umrahmt von seinen Vorfahren. Was vor kurzem noch unter einem weißen Tuch vor neugierigen Blicken geschützt war, kann jetzt seine ganze Pracht entfalten: der Mercedes CL. Er ist inzwischen der siebte Vertreter der so genanten großen Coupés von Mercedes.

Galerie: Vorstellung Mercedes CLBegonnen hat die Geschichte 1952 mit dem 300S. Die Fachpresse titulierte den Benz damals als Wagen der Weltelite. Das ist heute nicht anders. Tradition ist auch, dass Mercedes mit den Coupés immer Meilensteine in der Fahrzeugtechnik setzte. 1961 kamen Scheibenbremsen rundum, bereits ein Jahr später debütierte die Luftfederung und 1995 feierte ESP seine Premiere in einem CL.

Lizenz zum Auffallen

Zurück in die Gegenwart. Schnell wird klar, die Zeit des Understatements ist vorbei. Ganz so wuchtig wie der Vor-Vorgänger (auf Basis des W140) ist der Neue zwar nicht. Doch deutlich selbstbewusster als das aktuelle Modell. Wer soviel Geld für ein Auto ausgibt, wie andere für ein Reihenhaus, will schließlich auch zeigen, was er hat. Nämlich ein „wahres Meisterstück“, so Dieter Zetsche nicht ohne Stolz.

Galerie: Vorstellung Mercedes CLMit einer Gesamtlänge von über fünf Metern läuft man gewiss nicht Gefahr, in der Menge unterzugehen. Doch nicht nur die stattlichen Proportionen lassen den CL zum Objekt der Begierde werden. Es ist vor allem das harmonische Gesamtbild: Keine Kante zu viel oder zu wenig, jede Linie von gekonnter Hand in einem Schwung gezeichnet.

Da wäre zunächst die massive Front, mit dem schier endlos breiten, steilen und mit blitzendem Chrom verzierten Kühlergrill, der einen großen Stern beherbergt. Die Scheinwerfer ziehen sich weit in die Seitenpartie und gehen nahtlos in wuchtige Radhäuser über.

Kein Zierrat

Ähnlich die vor Kraft strotzende Seitenansicht: Die muskulöse Schulterlinie gleitet über die große Tür hinweg bis in die Heckleuchten. Plane, schnörkellose Flächen dominieren das Profil. Das Dach schwingt sich wie aus einem Guss über die Fensterfront, die ohne störende B-Säule noch länger wirkt, und fließt über die flache C-Säule in das Heck. Dort dominiert, neben den halbkreisförmigen, roten Rückleuchten, die Heckscheibe in den Dimensionen eines Kaufhaus-Schaufensters.  

Galerie: Vorstellung Mercedes CLDer Innenraum hingegen lässt sich in knappe Worte fassen, ist weitgehend aus der S-Klasse bekannt. Auch das neue Bediensystem Command II wurde mit allen Stärken und Schwächen übernommen. Neu sind die beiden Integralsessel für Fahrer und Beifahrer. Wie in einem Maßanzug fühlt man sich darin, sie sind komfortabler sind als manch private Wohnzimmer-Ausstattung. Im Fond geht’s naturgemäß etwas enger zu, aber für nicht allzu lange Strecken bietet auch die Rückbank ausreichend Freiraum.

Starker Motor, starker Preis

Genügend Spielraum bieten auch die beiden vorerst verfügbaren Motoren. Im CL 500 arbeitet ein V8 mit 388 PS. Der CL 600 wird von einem äußerst kultivierten V12 befeuert, der 517 Pferde mobilisiert und 830 Newtonmeter an die Heckräder schickt. Völlig ausreichend, sollte man meinen. Für Individualisten bietet Mercedes in Zukunft auch noch die beiden AMG Versionen CL 55 und CL 65 an. Letzterer bedient sich eines 612 PS starken Zwölfzylinders.

Galerie: Vorstellung Mercedes CLWie üblich zum Schluss der bekannte Wehrmutstropfen: Mit 105.800 Euro startet der CL 500. Richtig teuer wird’s beim CL 600. 149.600 Euro sollte man mindestens übrig haben. Natürlich kann das Mercedes-Marketing auch diese enorme Summe schönreden: „Schließlich ist der 600er so gut wie komplett ausgestattet“, so der Entwicklungs-Chef. Extras, wie die fahrdynamischen Multikontursitze, Keyless-Go, Massage-Sessel mit Lüftung und High-End-Soundsystem, die beim „Kleinen“ Aufpreis kosten, sind serienmäßig an Bord.

Fazit

Wie seine Vorgänger hat auch der neue CL eindeutig das Zeug zum Klassiker. Nicht umsonst wurde das Coupé im frisch eröffneten Mercedes-Benz-Museum der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort hat der elegante Riese schon jetzt seinen Platz sicher. Den Weg zu den Händlern findet der Stern-Gleiter Ende Juni, ab September werden die ersten Modelle ausgeliefert. Insgesamt, so hofft man, soll die Vorgänger-Stückzahl wieder übertroffen werden: Immerhin 46.800 Exemplare.

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