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Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse Facelift

Vorstellung: Mercedes S-Klasse Facelift

Sehen, fühlen, reagieren

09.04.2009

Wie soll es anders sein: Mit dem Facelift der S-Klasse präsentiert Mercedes den Maßstab in der Luxusklasse – so die eigene Aussage. Dank Feinschliff an den Motoren, einen bislang weltweit einmaligen Hybridantrieb, neuen Sicherheitssystemen und einem distinguierteren Äußeren könnte dieser Anspruch sogar wahr werden.

So kann die seit Herbst 2005 insgesamt 270.000-mal verkaufte, erfolgreichste Luxuslimousine weltweit mit allerhand neuem Technik-Schnickschnack geordert werden. Mit dabei sind aber eine ganze Reihe sinnvoller Neuerungen.

Safety First

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftTraditionell ist Mercedes Vorreiter in der Sicherheitstechnik. Die aufgemöbelte S-Klasse kann daher mit viele neuen Assistenzsystemen kokettieren. Das Auto sieht, fühlt und reagiert laut Mercedes und greift in Notsituationen autonom in das Fahrgeschehen ein. Denn Ziel der Weiterentwicklung war es laut Vorstandsmitglied Weber, „besonders häufige und folgenschwere Kollisionen zu verhindern“.

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftUm diese Ziel zu erreichen, wird die neue S-Klasse (optional) mit einer Kamera-Armada hinter der Frontscheibe ausgestattet, die auch weit vor dem Auto das Geschehen beobachten kann. Eine Neuigkeit, die diese Kameras nutzt, ist das bereits 2005 von Hella in einem Versuchsträger präsentierte adaptive Fernlicht. Trotz „Dauerfernlicht“ wird der Gegenverkehr nie geblendet, da der Lichtkegel praktisch um das entgegenkommende Fahrzeug herum fließt und alle anderen Bereiche stets mit maximal möglicher Helligkeit ausleuchtet, ohne dabei den Gegenverkehr zu irritieren. Inklusive LED-Tagfahrlicht im Audi-Stil, LED-Positionsleuchten, Dioden-Frontblinker und aktivem Kurvenlicht kostet das LED-Licht-Paket 1.250 Euro.

Nachtfalke

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftLediglich überarbeitet wurde dagegen der gut 2.000 Euro teure Nachtsicht-Assistent, der Fußgänger erkennen und sie im Kombiinstrument „sichtbar“ machen soll. Den Spurhalte-Assistent kennt man bereits von anderen Herstellern. Das Besondere bei der S-Klasse: Die Software will erkennen, ob der Fahrer absichtlich oder unbeabsichtigt die Spur verlässt. Soll heißen: Beim Überholvorgang, bei Autobahnauffahrten und bei starken Bremsmanövern wird das System nicht akustisch und physisch warnen. Zusammen mit dem Tote-Winkel-Assistent und dem automatischen Abstandsradar, der nach wie vor hinter dem Kühlergrill sitzt, kostet das Fahrassistenz-Paket knapp 2.600 Euro.

Augen zu und durch

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftDie Müdigkeitserkennung Attention-Assist berechnet ständig 70 Parameter, die darauf hinweisen können, ob der Fahrer einzuschlafen droht. Sollte das System vermehrt diese Anzeichen registrieren, ertönt ein Gong und erscheint ein Hinweis im Kombiinstrument. Zu guter Letzt überarbeitete Mercedes den Bremsassistenten und den Abstandsregeltempomat, die wiederum mit dem Pre-Safe-System korrespondieren. Sollte die Elektronik erkennen, dass eine Kollision unvermeidlich ist, wird etwa 0,6 Sekunden vor dem Aufprall eine Vollbremsung eingeleitet und somit virtuell die Knautschzone verlängert.

Lenkt jetzt auch

Die Direktlenkung hat nun auch in der S-Klasse (serienmäßig) Einzug erhalten. Sie soll sportlicheren Naturen wie auch Komfortfreunden gleichermaßen zugute kommen, da mit dem System stets weniger Kurbellei am Lenkrad verbunden ist. Egal, ob im Stadtverkehr oder auf der Landstraßenhatz.

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftAls Weltpremiere führt Mercedes den ersten Blickwinkel-abhängigen Navigationsbildschirm ein. So können auf ein und demselben Monitor zwei verschiedene Darstellungen gezeigt werden. Während der Fahrer beispielsweise die Navigationskarte (Navigationssystem mit 40-GB-Festplatte kostet gut 2.200 Euro) studiert, sieht sich der Beifahrer einen Spielfilm auf DVD an – auch während der Fahrt. Die Split-View (geteilte Sicht) genannte Technik kostet im Paket mit Soundsystem und Sechsfach-DVD-Wechsler gut 2.100 Euro.

Wer hingegen auf das Navigationssystem verzichtet, hat stets ein CD-Radio mit 7,2 GB Speicherplatz an Bord. Hier können bis zu 2.500 Musiktitel in verschiedenen Formaten abgelegt werden und mit Hilfe einer Suchfunktion zielgenau gefunden werden.

LED-Disko

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftDie optischen Differenzen zum Vorgänger zeigen sich hauptsächlich – wie bei Facelifts üblich – an den Scheinwerfern und an den Heckleuchten. Hier spielt Mercedes nun LED-Disko und zeigt vor allem nachts eine Heckansicht mit Wiedererkennungswert. Zudem ragen bei allen Motorisierungen die Endrohrblenden aus der neu gestalteten Heckschürze. Weiter vorne fallen Kennern der neu modellierte Kühlergrill, der neue Frontstoßfänger sowie die neuen, allerdings von anderen Mercedes-Modellen bekannten, Außenspiegel auf.

Hybrid mit Lithium-Ionen-Akkus

Interessanteste Neuerung im Bug ist der Antrieb des S 400 Hybrid (ab 85.000 Euro). Der Sechszylinder des 350 (272 PS) wurde hier mit einem 20-PS-Elektromotor gekoppelt. Ähnlich wie bei Toyota arbeitet der Batteriemotor in Kombination mit einem Saugrohr-Einspritzer. Das soll effizienter sein und Komplikationen in der Abstimmung vermeiden. 186 Gramm CO2-Ausstoß oder 7,9 Liter Benzinverbrauch versprechen die Stuttgarter.

Galerie: Vorstellung Mercedes S-Klasse FaceliftUnverständlich ist allerdings, warum Mercedes beim S 350 (ab 76.000 Euro) nicht auf Direkteinspritzung umgestiegen ist. So besitzen ja beispielsweise die 350er von E-Klasse und CLS bereits die modernere Technik. Der Sechszylinder der S-Klasse leistet nach wie vor 272 PS. Darüber rangiert mit dem S 450 der erste Achtzylinder im Programm, der aus 4,7 Liter Hubraum 340 PS schöpft und ab gut 84.000 Euro zu haben ist. Einer der souveränsten Motoren ist nach wie vor der 388 PS starke S 500 mit 5,5 Litern Hubraum. Preislich kratzt er jedoch an der 100.000-Euro-Grenze. Topmotor bleibt der ebenfalls 5,5 Liter große Zwölfzylinder S 600 mit 517 PS (ab 155.000 Euro).

Zwei Diesel

Als beliebtester Antrieb wird nach wie vor der Dreiliter-Diesel mit 235 PS aus dem Werk rollen. Der nun S 350 CDI getaufte Sechszylinder markiert zugleich die preisliche Basis. 73.000 Euro werden für ihn fällig. Topdiesel bleibt der Vierliter-V8 mit 320 PS. Er heißt ab sofort S 450 CDI und kostet mindestens 92.000 Euro. Alle Versionen können auch als rund 13 Zentimeter gestreckte Langversion (5,22 Meter) geordert werden. Der S 600 kommt stets als Langversion.

Von Beginn an gibt es den 350 CDI, den 350 und 450 Benziner sowie den 500er als Allradversion 4Matic. Zwei AMG-Versionen mit 525 (S 63 ab 138.000 Euro) und 612 PS (S 65 nur als Langversion ab 221.000 Euro) runden das Leistungs- und Preisspektrum nach oben ab. (mb)

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