Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
2009 wird das Jahr der Entscheidungen. Einige Automobilhersteller werden um das nackte Überleben kämpfen müssen. Gut, wer langfristig die Weichen gestellt hat und 2009 ein Öko-Feuerwerk abfackeln kann. Denn wie der Trend der letzten Monate zeigt, stagnieren lediglich die Auto-Verkäufe ab Mittelklasse aufwärts. Spritsparmodelle verkaufen sich dagegen gut und finden weiterhin zahlungswillige Käufer.
Alfa Romeo
Wichtigste Alfa-Neuheit ist zweifellos der 149. Er tritt ab September 2009 die Nachfolge des bereits seit 2000 gebauten 147 an. Kräftige Turbobenziner von 1,4 (120 PS) bis 1,8 Liter Hubraum und teils neue JTD-M-Jet-Dieselmotoren bis 170 PS werden den Kompaktklässler antreiben. Eine Sportversion mit V6-Motor nach Art des 147 3.2 GTA wird es nicht mehr geben. Wohl aber eine aufgepumpte Vierzylinder-Turbovariante mit rund 250 PS.
Diesen kleinen Kraft-Motor erhält zeitgleich auch der kleinste
Alfa. Im Mito munkelt man von gut 220 PS aus 1,8 Liter Hubraum. Zudem soll in einigen
anderen Motorvarianten des Mito schon ab Frühling ein Start-Stopp-System für Verbrauchsreduktion
sorgen.
Alfa 159, Brera und Spider erhalten ab März ebenfalls den neuen 1,8-Liter-Turbo-Benziner und neue 2,0-Liter-Dieselmotoren.
Alpina
In Buchloe, unweit von München entfernt, sitzt die Fahrzeugmanufaktur Alpina, die seit Ende der 1970er Jahre als Fahrzeughersteller agiert. Dabei bedienen sich die Bayern bei BMW, um deren Autos weiter zu verfeinern. Im Spätsommer 2009 kommt der neue Alpina 7er, der wohl als Dreiliter-Dieselmodell rund 300 PS leisten wird. Außerdem ist ein gestärkter 750i in der Pipeline. Von Haus aus schon 407 PS kräftig, wird Alpina aus dem 4,4-Liter-Turbo-V8 wohl zirka 500 PS rausholen. Der Diesel wird D7 genannt, den 750i taufen die Buchloer in B7 um.
Aston Martin
2009 ist ungewöhnlich viel los bei Aston Martin. Mindestens vier Neuheiten werden die Engländer präsentieren. Mit dabei sind gleich zwei superheiße Modelle: Der Rapide vereint auf eine sehr elegante Weise die Coupéform mit vier Türen. Kurz nach dem Start des Porsche Panamera wird der britische „Schnellzug“ ab Dezember für deutlich über 100.000 Euro erhältlich sein.
Fast zeitgleich kommt mit dem one-77 das
neue Topmodell der Engländer. Der auf 77 Exemplare limitierte Hardcore-Sportler soll mit einigen innovativen
Details aufwarten – bei einem Kaufpreis jenseits der Millionen-Grenze darf man das auch erwarten.
Ebenfalls neu kommen 2009 der V12 Vantage und der DBS Volante
(Cabriolet)
Audi
Nicht müde, immer neue Fahrzeuge zu präsentieren, werden auch
die Ingolstädter 2009 wieder kräftig am Rad drehen. Rund zehn Neuheiten inklusive Facelifts stehen an.
Nicht gerade zeitgemäß macht der schnellste Audi den Anfang. R8 V10 nennt sich der
525 PS starke Zehnzylinder, der die 1,25 Meter flache Flunder 316 km/h schnell macht und dafür sorgt,
dass maximal zwei Insassen in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultiert werden.
Passend zum Frühling kommt das A5 Cabriolet
mit Motoren von 180 PS (2.0T) bis gut 330 PS (S5 Cabriolet) auf den Markt. Den neuen 330-PS-Kompressor-V6
wird übrigens im Laufe des Jahres auch das S5 Coupé erhalten und damit den 350 PS
starken V8 aufs Abstellgleis schieben.
Zu dieser Zeit präsentiert Audi auch den TT RS. Als Coupé und als Roadster wird der Sportler alte Fünfzylinder-Traditionen wieder aufleben lassen und aus rund 2,5 Liter Hubraum etwa 340 PS generieren. Damit wird er Porsche Cayman S und Nissan 370Z mächtig einheizen.
Dass Audi jede noch so kleine Marktlücke füllen möchte, zeigen
die Bayern mit dem A4 Allroad. Nach Vorbild des Audi Allroad,
der auf dem A6 Avant basiert, wird die Karosserie auf Offroad getrimmt und das Fahrwerk leicht angehoben.
Eine adaptive Luftfederung wird er aber wohl nicht erhalten. Als Motoren sind alle aus dem A4
bekannten, aufgeladenen Aggregate geplant.
Zum Sommer folgt der A5 Sportback. Bei anderen Herstellern heißt diese Variante schlicht Fließheck. Audi legt aber besonderen Wert auf Lifestyle und starke sowie sparsame Motoren. Der A5 Sportback erhält daher alle Aggregate der A5-Baureihe.
Ebenfalls im Sommer startet der geliftete Q7.
Marginal-Änderungen am Heck und an der Front (LED statt Glühlampen) im Stile des V12 TDI
werden jedoch die Verkäufe des Dinosauriers nicht wirklich ankurbeln.
Zum Jahresende 2009 rollt der neue Audi A8 zu den Händlern. Optisch eher eine Evolution zum aktuellen Modell soll er technisch neue Maßstäbe in der Luxusklasse setzen. Vor allem in Punkto Komfort muss er deutlich zulegen, will er weiterhin mit BMW 7er und der ab Juni facegelifteten S-Klasse Schritt halten. Neue Motoren und eine neue Achtgang-Automatik werden die Staatslimousine zudem verbessern.
Bentley
Im April wird Bentley die Final Series des 5,40 Meter langen
Arnage auf den Markt bringen. Das 1998 vorgestellte Luxusmodell schöpft nach wie
vor seine Kraft aus dem betagten 6,75-Liter-V8, der mittlerweile eine Turbounterstützung besitzt.
Im Juli folgt der GTC Speed, dabei handelt es sich um eine von 560 auf 610 PS gestärkte Cabrio-Version. Grundmotor ist nach wie vor der W12-Zylinder von VW, der auch im Phaeton und Audi A8 seinen Dienst verrichtet – bei den beiden Deutschen aber ohne Zwangsbeatmung.
BMW
Bei BMW macht der neue Z4 den Anfang der
Neuheiten-Arie. Zum Marktstart Mai wird es drei Reihensechszylinder mit einer Leistungsspanne zwischen
204 und 306 PS geben. Der Basispreis liegt bei 35.900 Euro.
Eine lange Durststrecke kommt im Sommer, bis es zur Frankfurter IAA im September BMW-Neuheiten hagelt. Mit dabei sind die Starkversionen (M) von X5 und X6. beide werden einen deutlich leistungsgesteigerten 4,4-Liter-Turbo-V8 besitzen. Die Leistung dürfte sich bei rund 540 PS einpendeln.
In einer ähnlichen PS-Liga wird sich der BMW 760i
bewegen. Das Topmodell der Bayern erhält trotz aller Sparabsichten wohl wieder einen Zwölfzylinder.
In einigen Regionen der Erde zählt das noch immer.
Der intern PAS genannte Multifunktionswagen auf Fünfer-Basis kommt voraussichtlich im November. Der PAS soll ein intelligentes Raumkonzept mit schickem Design verbinden und alle BMW-affinen Autofahrer ansprechen, die keinen X und keinen Kombi wollen. Mit all diesen Modellen werden die Bayern jedoch nicht wirklich den Flottenverbrauch senken können.
Das gelingt eher mit dem kleinsten BMW-SUV. Der X1 kommt ebenfalls noch Ende 2009 auf den Markt, genauso wie die Hybridversionen von X6 und 750i, die beide auf den bekannten 4,4-Liter-Turbomotor vertrauen. Dieser leistet in der Active Hybrid-Variante rund 440 PS und soll mit etwa zehn Litern Benzin jeweils 100 Kilometer weit kommen.
Brilliance
Die Chinesen greifen 2009 an und werden den vor allem für Deutschland
wichtigen Kombi des BS4 einführen. Der BS4 Wagon soll ab Mai
2009 bestellbar sein. Neben den zwei Mitsubishi-Benzinern wird ein dritter Ottomotor mit rund 150 PS
und Turboaufladung aus eigener Produktion in den Kombi eingepflanzt. Genauso wird noch 2009 ein Dieselmotor
die Angebotspalette erweitern. Der Mittelklasse-Kombi wird für rund 17.000 Euro an den Start gehen –
ESP gibt es jedoch nicht.
Eine Klasse darunter soll der BS2 im September
starten. Der knapp 4,20 Meter lange Kompaktwagen möchte mit durchaus ansprechendem Design im Golf-Revier
wildern. Zwei 1,6-Liter-Motoren mit jeweils rund 110 PS sprechen Diesel- wie Benzinerfreunde gleichermaßen
an. Kostenpunkt: Ab 12.000 Euro.
Cadillac
Die Amerikaner bringen zum Februar eine der brutalsten Limousinen
der Jetztzeit auf den Markt, den CTS-V. Was ihn so außergewöhnlich macht, ist die
Performance des V8-Boliden, der die Nordschleife des Nürburgrings in unter acht Minuten absolviert.
Das war bisher reinrassigen Sportwagen vorbehalten. Basis des Monsters bildet der Cadillac
CTS, dem jedoch ein Corvette-Motor implantierte wurde. Die Amis griffen in die Vollen und spendierten
der extravaganten Limousine den 6,2-Liter-Kompressormotor, der gut 550 PS leistet. In den USA kostet
das „Mördergerät“ mit Vollausstattung lächerliche 64.000 US-Dollar (knapp 50.000 Euro).
Mindestens 10.000 US-Dollar mehr kostet der Escalade
Hybrid. Hier kombinieren die US-Amerikaner den Sechsliter großen V8-Motor mit einem Elektroantrieb
und schaffen damit rund 330 PS. In der Stadt kann sich das Ungetüm für einige Zeit vollständig vom Benzinantrieb
lösen. So gewappnet soll sich der Verbrauch bei nicht einmal zwölf Litern auf 100 Kilometer bewegen,
was einer Einsparung von gut einem halben Liter im Vergleich zum Escalade 6.2 entspricht.
Im Sommer startet Cadillac dann noch der CTS Sport
Wagon und das CTS Coupé. Zwei Fahrzeuge, die das Straßenbild in jedem Fall
bereichern. Zeitgleich gibt es den neuen 2,9-Liter-V6-Dieselmotor mit rund 250 PS für alle CTS Varianten.
Der neue SRX (SUV) soll im Winter auf den Markt kommen.
Chevrolet
Die Korea-Amerikaner bringen im März 2009 den lang ersehnten
Cruze. Der Mittelklässler ersetzt den betagten Nubira und soll
der Marke weiter Aufwind geben. Designtechnisch könnte das in jedem Fall gelingen. So zimmerte Chevrolet
dem Cruze ein durchaus ansprechendes Blechkleid und ein modern gestaltetes Interieur
zurecht. Mit drei Motoren geht er ins Rennen: Zwei Benziner mit 112 und 140 PS sowie ein Diesel mit
rund 150 PS werden zum Frühjahr verfügbar sein.
Citroën
Mit dem C1 Facelift startet Citroën ins
Jahr 2009. Technisch bleibt alles beim Alten. Heißer Anwärter auf die Auszeichnung „coolster Minivan“
könnte ab Februar 2009 der C3 Picasso einheimsen. Der etwas über vier Meter lange
Van beginnt als 95-PS-Benziner preislich bei knapp 15.000 Euro.
Im Herbst startet der neue C3, der optisch eine gelungene Mischung
aus C3 Picasso und C4 ist. Technisch vertrauen die Franzosen auf die Bodengruppe des Peugeot 207. Als
Antrieb werden hier erstmals Turbobenziner bereitstehen.
Eines der schönsten Automobile der Neuzeit ist der Citroën C6. Das außergewöhnliche Design sticht aus der Masse hervor und bietet dennoch ein ordentliches Platzangebot. Der annähernd fünf Meter lange Gleiter erhält ab Oktober einen neuen Dreiliter-Diesel mit Biturboaufladung und rund 250 PS. Dennoch soll der Verbrauch im Vergleich zum 2,7-Liter-Diesel spürbar sinken.
Corvette
Corvette bringt gleich zu Jahresbeginn den Dampfhammer schlechthin.
Mit dem identischen Motor wie der Cadillac CTS-V gesegnet, dürfen sich ZR1-Fahrer
über nochmals rund 70 PS Mehrleistung freuen. Der Kompressormotor schwingt sich hier bis zu unglaublichen
620 PS auf. 820 Newtonmeter Drehmoment lassen die rund 1,5 Tonnen Leergewicht wie ein Federkleid wirken
und beschleunigen die ZR1 samt Insassen in unter vier Sekunden auf 100 km/h. Preis des Vergnügens: rund
120.000 Euro.
Dacia
Dacia bringt ab März den Logan Pick-Up und den Logan Van. Beim
Van handelt es sich einfach um einen Kombi, der hinten keine Fenster mehr besitzt. Komplett mit Blech
verkleidet setzt er auf Nutzwert. Der Pick-Up wird in Deutschland offiziell ebenfalls erst ab März angeboten.
Elia-Tuning importiert den Lademeister schon seit fast einem Jahr. Die Motoren entsprechen denen der
Limousine und des Kombis. Den Pick-Up wird es als 75-PS-Benziner ab etwa 8.000 Euro geben.
Daihatsu
Der japanische Autohersteller, der viele Toyota-Bauteile und
-Motoren verwendet, schickt einen modifizierten Sirion ab November in den Ring.
Drei Benziner von 70 bis 103 PS stehen bereit; es gibt sogar eine Allradversion. Die Preise werden auch
weiterhin bei knapp 10.000 Euro beginnen.
Ferrari
Stahlklappdach und Doppelkupplung? Ganz neue Ansichten bei Ferrari.
Mit dem California brechen die Italiener mit Traditionen und bieten ab Februar ein
gut 170.000 Euro teures Cabrio-Coupé an. Angetrieben wird der Sportler von einem V8 mit 460 PS. Zum
Jahresende hin munkelt man noch über eine Leichtbauversion des 599 GTB.
Fiat
Fiat bringt zur Open-Air-Saison ein Keincabrio. Anders als erste
Spekulationen erwarten ließen, kommt der offene 500er nur mit einem Rolldach nach
traditionellem Vorbild. Echtes Cabriofeeling bleibt den Insassen damit verwehrt. Dennoch dürfte die
halboffene Variante neue Kunden überzeugen. Die Motorenpalette umfasst weiterhin den 69- und 100-PS-Benziner
und den 75-PS-Diesel. Der Basispreis dürfte bei rund 12.000 Euro liegen.
Ansonsten bleibt das Fiat-Jahr eher geruhsam. Sedici und Grande Punto erhalten ein sanftes Facelift und der Transporter Doblo wird komplett erneuert.
Ford
Ford fackelt dagegen ein ganzes Neuheiten-Feuerwerk ab, bei
dem der Ford Ka eine Protagonistenrolle einnimmt. Ganz zufällig basiert der kleinste
Ford auf dem Fiat 500, beide werden in Polen gebaut und kosten in etwa dasselbe. Den Ka
gibt es ab Februar 2009 mit drei Motoren.
Eine Nummer größer rangiert der Fiesta,
der ebenfalls noch recht neu ist. Eine Öko- (Econetic) und eine Sportversion kommen
Ende Januar. Zeitgleich wird es auch den 2,5-Liter-Fünfzylinder-Benziner für den Kuga
geben. 220 PS leistet dieser auch im SUV. Im Mai soll dann der Fiesta als Van-Version kommen und den
Fusion ersetzen.
Der Kracher des Jahres wird aber der mehr als 300 PS starke Focus RS sein. Der Fronttriebler transferiert seine Kraft via Vorderachse auf die Straße. Sperren und Elektronik sollen die Traktion des Fünfzylinders verbessern. Beim RS pfeift Ford auf die freiwillige Selbstbeschränkung von 250 km/h und gibt Tempo 263 als Topspeed an.
Honda
Meistbeachtetes Modell der Japaner wird ab Februar der Honda
Insight sein. Das neue Modell wird das erste familientaugliche Hybridfahrzeug sein,
das für unter 20.000 Euro zu bekommen ist. Die Form erinnert an den Toyota Prius,
der 2009 ebenfalls neu aufgelegt wird. Angetrieben wird der Insight von einem 1,3 Liter kleinen Benzinmotor
und einem Elektro-Zusatzaggregat. Die Kombination soll Verbrauchswerte von 4,5 Liter Super ermöglichen.
Schon ab Januar gibt es den facegelifteten Civic und die Automatikversion des Accord Diesel, der zur Jahresmitte sogar eine Leistungssteigerung auf 180 PS erhält.
» Hier geht's zum zweiten und zum dritten Teil der Neuheiten 2009
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