Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Im dritten und letzten Teil unseres Überblicks stellen wir Ihnen die Neuheiten von Peugeot bis VW vor. Die Hersteller haben zahlreiche Highlights für 2009 geplant: Volkswagen bringt den neuen Polo, Porsche schickt mit dem Panamera eine Limousine ins Rennen und Seat steigt mit dem Exeo in die Mittelklasse ein. Aber auch die anderen Hersteller halten jede Menge interessante Modelle bereit.
Peugeot
Die Franzosen starten mit einem Facelift für den Kleinstwagen 107 in das Jahr 2009. Kleine Retuschen an der Front verleihen dem Peugeot mehr Style, neue Innenraumfarben sorgen für ein frisches Ambiente. Technisch bleibt dagegen alles beim Alten. Nur kurze Zeit später geht die siebensitzige Variante des Partner Tepee an den Start, für einen Aufpreis von rund 700 Euro.
Das erste große Highlight des Jahres ist der offene 308 CC. Ab März 2009 steht das Cabrio bei den Händlern, das bereits im Herbst 2008 auf dem Pariser Autosalon debütierte. Gegenüber seinem etwas plump geratenen Vorgänger wirkt der 308 CC deutlich eleganter; wie gehabt ist auch er mit einem faltbaren Blechdach ausgerüstet. Zunächst steht nur ein 140 PS starker Diesel in der Preisliste, ein Benziner mit 150 PS folgt kurz darauf. Zeitgleich überarbeitet Peugeot den nach wie vor gebauten 206. Eine aufwändige Neugestaltung der Front soll ihn besser ins Familienbild integrieren.
Ebenfalls noch im Frühjahr soll der bullige 3008 auf den Markt kommen, ein Crossover-Modell auf Basis des 308, das Kombi, Van und SUV kombinieren soll. Erhältlich ist der 4,40 Meter lange Peugeot mit fünf Motoren zwischen 110 und 163 PS, 2011 soll ein Diesel-Hybrid folgen. Zum Herbst hin will Peugeot schließlich noch den 308 RC-Z präsentieren, ein sportlich-schnittiges Coupé mit 218 PS – für rund 25.000 Euro.
Porsche
Mit zwei Facelifts begrüßt Porsche das neue Jahr: Nach der Elfer-Baureihe erhalten jetzt auch Cayman und Boxster Benzin-Direkteinspritzer und das Doppelkupplungsgetriebe PDK. Nur kurz darauf folgt eine kleine Sensation: Im Cayenne wird Porsche erstmals einen Dieselmotor anbieten. Der von Audi stammende 240-PS-V6 soll den Verbrauch des SUV auf 9,3 Liter senken. Erhältlich ist der Nagler aus Zuffenhausen für rund 56.500 Euro.
Zum Sommer steht der neue, 450 PS starke GT3 mit gewaltigem Heckspoiler in den Startlöchern. Das Hauptaugenmerk liegt aber gewiss auf dem für Herbst angekündigten, mit Spannung erwarteten Panamera. Die fünf Meter lange Limousine bietet Platz für vier Passagiere und soll Komfort und Sportlichkeit perfekt vereinen - irgendwann sogar mit Hybrid-Antrieb. Den Jahresabschluss übernimmt der 911 Turbo, der damit wieder der Elfer-Familie angepasst wird. Außerdem bringt Porsche die RS-Rennversion des GT3.
Renault
Zahlreiche Neuheiten hat Renault für das Jahr 2009 auf dem Plan: Den Anfang übernimmt das Mégane Coupé, das deutlich sportlicher daherkommt, als sein fünftüriger Bruder. Weniger sportlich, dafür umso praktischer ist der Kangoo BeBop – ein 3,87 Meter langer, dreitüriger Kastenwagen mit jeder Menge Stauraum.
Vor dem Sommer folgen dann noch überarbeitete Versionen des Clio und des Clio Campus, das Kombimodell Mégane Grandtour sowie der 250 PS starke, sportliche Ableger Mégane Sport mit Bi-Turbo. Außerdem steht der neue Kompaktvan Scénic in den Startlöchern, der – auf 4,60 Meter gewachsen – Platz für bis zu sieben Passagiere bieten soll. Die Leistungspalette reicht von 110 bis 180 PS, die Preise starten etwa bei 22.000 Euro.
Rolls Royce
Das Jahresprogramm der Briten ist schnell abgehakt: Im Frühjahr will die BMW-Tochter eine Studie für eine neue Modellreihe unterhalb des Phantoms präsentieren. Dass der Einstiegs-Rolls gebaut wird, gilt als sicher: Erste Erlkönige wurden schon gesichtet.
Saab
Die erste Saab-Neuheit 2009 ist für Herbst angekündigt, dann steht der Saab 9-3X mit Allradantrieb bei den Händlern. Damit bringen die Schweden einen Pseudo-Offroader auf Basis des 9-3-Kombis auf den Markt, der sich durch eine robuste Optik dank Plastik-Beplankung auszeichnet. Kurz darauf startet – nach elf Jahren Bauzeit des Vorgängers – der neue 9-5, der auf dem Opel Insignia basiert und durch seine gestreckte Form recht coupéartig wirkt. Zeitgleich wollen die Schweden auch die neue Kombivariante präsentieren.
Außerdem steht mit dem 9-4X ein Kompakt-SUV an, das bereits mehrmals als Studie auf Messen zu sehen war und ab Oktober in Serie gehen soll. Basis für den 4,80 Meter langen Softroader ist der Cadillac SRX, für den Antrieb sorgt ein Zwei-Liter-Turbo mit 245 PS.
Seat
Wiedersehen mit einem alten bekannten: Seat bringt im Frühjahr die Mittelklasse-Limousine Exeo auf den Markt, unter deren neu gestaltetem Blechkleid sich nichts anderes verbirgt, als der alte Audi A4: Das verspricht hohe Qualität und tolle Fahreigenschaften. Zuvor geht noch der sparsame Ibiza Ecomotive an den Start, gefolgt von der – weniger sparsam, dafür sicher spaßigeren – Sportversion Ibiza Cupra mit satten 180 PS aus einen 1,4-Liter-TSI-Motor mit Doppelaufladung.
Mit einem Fachlift für den mittlerweile in die Jahre gekommenen Kompakten Leon begrüßen die Spanier den Sommer, im Herbst folgt schließlich noch der Exeo Kombi.
Skoda
Noch im Januar kommt der überarbeitete Skoda Octavia auf den Markt, der im Sommer als Greenline-Variante um einen sparsamen, 105 PS starken 1,6-Liter-Diesel ergänzt wird. Erst im Herbst, zur IAA, steht dann die Premiere des Yeti an, der noch Ende des Jahres bei den Händlern vorfahren soll: Zum ersten Mal war das auf Fabia und Roomster basierende, kompakte SUV als Studie auf dem Genfer Autosalon zu bewundern - und erntete dort großen Zuspruch. Erhältlich ist er wahlweise mit Front- oder Allradantrieb.
Subaru
Seit 2008 ist der Subaru Impreza auf den Markt, jetzt legen die Japaner einen zwei Liter großen Diesel mit 150 PS nach. Das Aggregat sorgte bereits vergangenes Jahr als weltweit erster Boxer-Selbstzünder für Aufsehen. Auf der IAA stellt Subaru schließlich die Neuauflage des Mittelklasse-Modells Legacy sowie dessen Offroad-Ableger Outback der Öffentlichkeit vor. Die soeben in Detroit gezeigte Studie verspricht ein deutlich moderneres und gefälligeres Design als bisher. Beide Modelle sollen schon kurz nach ihrer Premiere erhältlich sein.
Suzuki
Nur wenig Neues gibt es von Suzuki zu berichten. Für 2009 hat der Hersteller lediglich die Neuauflage des in Indien gebauten Kleinstwagens Alto angekündigt, der ab April ausgeliefert werden soll. Die Fakten: 3,50 Meter lang, fünf Türen und ein 68 PS starker Dreizylinder-Benziner, der rund viereinhalb Liter konsumieren soll. Der Preis: gut 8.500 Euro.
Toyota
Bei Toyota steht dagegen 2009 eine wahre Neuheitenflut an: Den Anfang machen iQ und Avensis, die nach ihrer Premiere Ende vergangenen Jahres jetzt bei den Händlern stehen. Außerdem geht die Neuauflage des Prius an den Start, die sich auf der Detroit Motor Show Anfang Januar zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigte. Das kompakte Hybrid-Modell ist optisch nahezu unverändert, soll aber in allen Punkten verbessert worden sein und zukünftig noch sparsamer mit dem Kraftstoff umgehen: Weniger als vier Liter Verbrauch verspricht Toyota. Ebenfalls sparsam soll der 100 PS starke Auris 1.3 mit Start-Stopp-Automatik sein, der auch ab Ende Januar ausgeliefert wird.
Noch im Frühjahr steht dann neben einem Facelift für Aygo und Yaris die Einführung des Urban Cruisers auf der Agenda, ein knapp vier Meter langer Mini-Van auf Yaris-Basis mit bulliger Optik und optionaler Allradtechnik aus dem RAV4. Letzterer wiederrum bekommt im April ein leichtes Facelift verpasst, während der Verso – also der ehemalige Corolla-Van – ab Sommer in gänzlich neuem Glanz erstrahlt.
Doch damit nicht genug: Noch vor dem Sommer will Toyota den Avensis mit der Kombination aus Diesel und Automatik anbieten, bevor sich die Japaner dann erstmal eine kleine Pause gönnen. Zum Jahresende geben sie allerdings noch einmal richtig Gas und bringen eine Reihe weitere Modellvarianten: Der Verso kommt mit Automatik, der iQ mit 1,3-Liter-Benziner, ebenfalls eine Diesel-Automatik-Kombination für den RAV4 und der neue Landcruiser 120 warten auf ihren Marktstart.
Volvo
Ruhig geht es bei Volvo in das neue Jahr. Erst zum Sommer werden die Schweden aktiv und spendieren ihrem Flaggschiff S80 ein Facelift. Im Herbst startet der XC60 2.4D als reiner Fronttriebler – diese Maßnahme soll dem ohnehin vorwiegend auf befestigten Straßen eingesetzten SUV beim Spritsparen helfen. Das Highlight des Jahres kommt ganz zum Schluss, wenn im Dezember der neue Volvo S60 die automobile Bühne betritt.
VW
Passend zu den winterlichen Verhältnissen stellt VW im Januar den Caddy mit Allradantrieb vor. Besonders in den Alpenregionen wartet man schon seit langem sehnsüchtig auf den 4Motion, der für knapp 2.000 Euro Aufpreis erhältlich sein wird. Für Februar ist die erdgasbetrieben EcoFuel-Variante des Passat TSI angekündigt, kurz darauf folgt das Facelift des familentauglichen Golf Plus.
Im März wird der seit 2001 erhältliche Polo abgelöst. Der neue „Mini-Golf“ basiert auf der gleichen Plattform wie Seat Ibiza und Skoda Fabia und wächst um rund acht Zentimeter auf fast vier Meter. Nicht nur optisch rückt er näher an seinen großen Bruder ran, sondern auch beim Preis: Mindestens 12.000 Euro verlangt VW zukünftig. Dafür tut sich auch technisch einiges: Erstmals halten die TSI-Motoren und die neuen Common-Rail-Diesel Einzug. Die Wandlerautomatik wird gestrichen und durch das Siebengang-DSG ersetzt. Und die neue, sparsame BlueMotion-Version mit 75-PS-Diesel soll sich mit 3,5 Litern je 100 Kilometer begnügen.
Kurz nach dem Polo geht die Starkversion des Golfs, der GTI mit 210 PS an den Start, gefolgt vom Caddy Maxi EcoFuel mit Erdgasantrieb. Für die zweite Jahreshälfte hat VW gleich mehrere Facelifts angekündigt: Passat, T5 und Golf Variant werden allesamt auf den neuesten Stand der Technik gebracht und optisch angepasst.
Komplett neu ist dagegen der Golf BlueMotion, der im Oktober auf den Markt kommt und nur 3,8 Liter Diesel konsumieren soll. Und mit dem Robust Pickup schicken die Niedersachsen ab Herbst eine weitere Weltneuheit ins Rennen. Jeder, der sperrige Güter transportieren muss, dürfte von der großen Ladefläche des in Agentinien gebauten Pick Ups begeistert sein.
» Hier geht's zum ersten und zum zweiten Teil der Neuheiten 2009
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