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Vorstellung: Porsche Cayenne Hybrid

Vorstellung: Porsche Cayenne Hybrid

Porsche reduziert CO2

26.07.2007

Hybrid ist in aller Munde, Toyota und Lexus haben dieses Schlagwort erfolgreich für sich besetzt und sogar die Politik findet Autos gut – wenn sie einen Hybridantrieb haben. Nun schicken sich auch die deutschen Hersteller an, diese Technologie umzusetzen. Allen voran Porsche mit dem Luxus-SUV Cayenne. Wir haben uns angesehen, was davon zu halten ist.

Eines ist in der teilweise emotionalen CO2-Diskussion in den vergangenen Monaten zu kurz gekommen: Sachlichkeit. Bevor wir also den Porsche-Hybrid als Umweltengel feiern können muss fest gehalten werden, dass ein Hybridantrieb seinen Verbrauchs- und damit CO2-Vorteil vor allem im Stadtverkehr ausspielen kann.

Zwei Herzen

Vorstellung Porsche Cayenne Hybrid Ein Hybridantieb vereint zwei Kraftquellen in einem Auto. Ein Verbrennungsmotor wird dabei von einem Elektromotor ergänzt. In der einfachsten Form, dem sogenannten Mild-Hybrid, unterstützt ein vergleichsweise schwacher E-Antrieb den Motor beim Beschleunigen. Rein elektrisches Fahren ist dabei nicht vorgesehen. Das kann erst ein „Voll-Hybrid“, dessen stärkerer E-Motor bis zu 75 Kilowatt leistet und zum Rangieren und bei langsamer Fahrt den alleinigen Vortrieb übernehmen kann.

Bei Porsche macht man keine halben Sachen, weshalb der jetzt vorgestellte Cayenne-Prototyp als Voll-Hybrid ausgelegt ist. Und dieses Hybridkonzept kann mehr als nur das Fahrzeug fahren lassen: In Schubphasen wird der Generator angetrieben, der dabei gewonnene Strom wird in die Batterien eingespeist. Diese versorgen sowohl das Bordnetz mit seinen elektrischen Verbrauchern (Sitz- und Heckscheibenheizung, Audioanlage und so weiter). Außerdem schaltet sich der Motor bei Fahrzeugstillstand automatisch aus, was bei Rotphasen an der Ampel oder im Stau Kraftstoff spart. Wird der Elektromotor beim Beschleunigen oder Rangieren aktiv, verbraucht er nur die Energie, die zuvor in Schubphasen gewonnen wurde – CO2-frei.

Realer Verbrauchsvorteil

Vorstellung Porsche Cayenne Hybrid Porsche hat in eigenen Verbrauchsrunden im Stuttgarter Raum einen normalen Cayenne mit V6-Benziner mit einem Hybrid verglichen und ein deutliches Sparpotenzial des Hybriden herausgefahren: Der Benzin-Motor des Hybrid war nur bei 28% der Fahrzeit nötig, rein elektrisch ging es zu 17% voran, die Verbrauch senkenden Schubphasen machten 30% aus. Deutlich unter 10 Liter Verbrauch (9,5 Liter entspricht 220 g CO2/km) stehen bis zu dreizehn Litern (13,1 Liter entspricht 304 g CO2/km) beim Serien-Cayenne gegenüber – das ist eine CO2-Ersparnis von fast 30%.

Dabei wiegt der hybride Cayenne V6 rund 150 Kilo mehr als sein Serien-Pendant. Dieses Zusatzgewicht ist es auch, was sein Sparpotenzial auf der Langstrecke und der Autobahn reduziert: Zum Vortrieb arbeitet hier meist allein der Verbrennungsmotor, nur wenige Bremsphasen speisen Strom in die Batterien ein und es muss das Zusatzgewicht von zwei weiteren Passagieren befördert werden. Im Gesamtzyklus sieht die CO2-Bilanz also nicht mehr so rosig aus.

Fazit

Vorstellung Porsche Cayenne Hybrid In der angeheizten CO2-Debatte ist der Porsche Cayenne Hybrid dennoch ein starkes Statement zur Verantwortung der deutschen Premiumhersteller. 2009 wird die Serienversion mit einem nochmals günstigeren Verbrauch von 8,9 Litern auf 100 Kilometer erwartet. Die Konzernschwestern werden kurz darauf mit VW Touareg und Audi Q7 folgen.

Doch auch bei Porsche ist man sich darüber im Klaren, dass der Hybrid-Ansatz nur ein Baustein sein kann um langfristig das CO2-Problem zu lösen. Bioethanol ist der zweite Pfeil im Köcher der Zuffenhausener. Leichtbau und Downsizing ist eine dritte denkbare - weil zu Porsche passende - Möglichkeit.
Wir bleiben gespannt.

 

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