Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Vorstellung Porsche Cayenne

Vorstellung: Porsche Cayenne

Leicht geändert

25.02.2010

Auf dem Genfer Auto Salon 2010 präsentieren die Auto-Hersteller eine selten gezeigte Neuheiten-Flut – viele Glanzlichter sind dabei. Eins strahlt besonders hell: Der neue Porsche Cayenne. Er kann alles besser als sein schwerfällig anmutender Vorgänger, ist leichter, schicker und sparsamer. Nicht zuletzt ein Hybrid sorgt dafür, dass der Modellreihen-Verbrauch deutlich sinkt.

Großen Anteil an der neugewonnen Effizienz des Porsche Cayenne hat das gesunkene Gesamtgewicht. Immerhin konnten im Schnitt etwa 180 Kilogramm weggesportelt werden. Die verlorenen Pfunde stehen dem neuen Cayenne gut zu Gesicht. Wirkte er bislang stets schwerfällig und behäbig – ohne es zu sein – deutet das leichte Design schon an, was in ihm stecken könnte.

Familiengesicht

Porsche CayenneZudem ist nun die Porsche DNA deutlich erkennbar, was vorher eher nicht der Fall war. Außerdem ist die optische Differenzierung zum Technik-Zwilling VW Touareg größer als zuvor. Denn wo beim Wolfsburger die Form der Funktion folgt, schert sich der Porsche nicht in erster Linie um das Platzangebot. Mit rundem Heck und Mega-Spoiler vertritt er die dynamische Linie im Konzern. Dass das Innenraumangebot dennoch großzügiger ausfällt als beim Vorgänger, verdankt der Neue dem Längenwachstum um knapp fünf Zentimeter. Das Plus kommt fast ausschließlich den Insassen zugute, der Radstand wuchs um vier Zentimeter.

Eine neue Energierückgewinnung soll neben der Gewichtsreduzierung den Verbrauch zügeln. Dafür sorgen ein besonderes Thermomanagement für den Motor- und Getriebekühlkreislauf sowie die neue, von ZF entwickelte Acht-Gang-Automatik mit Stopp-Start-Funktion, die man in ähnlicher Form aus dem neuen Audi A8 kennt. All diese Maßnahmen führen bei teils gestiegener Motorleistung zu einer Kraftstoffeinsparung von bis zu 23 Prozent.

Leistung rauf, Durst runter

Porsche CayenneSo benötigt der von 290 auf 300 PS erstarkte Einstiegs-Benziner mit 3,6 Liter Hubraum nur noch 9,9 Liter auf 100 Kilometer. Das gelingt allerdings nur, wenn man die bei diesem Modell optional erhältliche Wandlerautomatik wählt. Die große Gangspreizung hilft, die Drehzahl und damit den Verbrauch zu senken. Der Porsche Cayenne V6 ist mit mindestens 55.431 Euro die günstigste Möglichkeit einen Cayenne und die einzige einen Cayenne mit Schaltgetriebe zu fahren.

Alle anderen Versionen besitzen, wie der neue drei Liter Kompressor-Hybrid serienmäßig die Automatik. Beim Hybrid verbindet Porsche den aus Audi S4 bekannten Kraft-Verbrenner mit einem Elektro-Modul. Zu den 333-Standard-PS gesellen sich muntere 47-Elektro-Pferde hinzu und ergeben eine Systemleistung von 380 PS. Der Verbrauch des Stark-Motors liegt bei 8,2 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 193 Gramm entspricht. Übrigens beträgt das Drehmoment 580 Newtonmeter fast ab Standgas (1.000 Touren), exakt so, wie beim Touareg Hybrid.

Mit Strom fahren

Der Hybrid ermöglicht laut Porsche auch das Strom-Fahren mit einer Geschwindigkeit von praxistauglichen 60 km/h. Neu ist auch der Segel-Modus genannte Fahrzustand, der bis zu einer Geschwindigkeit von 156 km/h das Abschalten des Verbrennungsmotor inklusive Abkoppeln vom Antriebsstrang ermöglicht. Damit reduziert sich die Reibung und eliminiert die Bremswirkung des Motors, was wiederum den Verbrauch senkt. Interessant: Mit einem Grundpreis von 78.636 Euro ist der Cayenne S Hybrid lediglich 6.000 Euro teurer als der in etwa gleich starke Cayenne S.

Galerie: Vorstellung Porsche CayenneZudem liegen die Fahrleistungen des Hybrid-Porsches auf dem Niveau des Cayenne S. Der 4,8-Liter-V8-Motor generiert nun 400 anstatt wie bislang 385 PS und soll sich mit 10,5 Liter Benzin begnügen. Einen Liter mehr benötigt das Topmodell der Baureihe, der Cayenne Turbo. Der nach wie vor 500-PS-Überflieger brauchte bislang 14,9 Liter. Wem der Absolut-Verbrauch das Wichtigste ist, kommt um den Cayenne Diesel für mindestens 59.596 Euro nach wie vor nicht drumrum. Mit nur noch 7,4 Liter wurde der 240 PS starke Volkswagen-Motor um annähernd zwei Liter sparsamer. 550 Newtonmeter Drehmoment bietet die Maschine nach wie vor.

Fahrdynamik-Wunder

Aber nicht nur bei der Effizienz legen die Zuffenhausener deutlich nach. Dank komplett neu entwickeltem Fahrwerk (Luftfederung ist für rund 2.500 Euro auch erhältlich) soll der Porsche unter den Geländewagen fahrdynamisch neue Dimensionen eröffnen. Das wird sich allerdings vor allem auf befestigten Straßen abspielen, denn eine Hinterachssperre oder eine Getriebeuntersetzung wie bislang, wird es voraussichtlich nicht mehr geben. Ebenso ungeplant ist nach heutigem Stand eine Sport-Version à la Cayenne GTS.

Porsche CayenneDen Maßstab in Sachen Materialauswahl und Verarbeitungsqualität verfehlte der erste Cayenne deutlich. Teils billiges Plastik und inexakte Spaltmaße passten nicht zum Anspruch und zum Preis. Das wird sich ändern. So ist schon auf den Pressefotos die Hochwertigkeit zu erkennen. Die Gestaltung erinnert dabei an den Porsche Panamera  Viele Schalter auf der ansteigenden Mittelkonsole sorgen zwar für Marken-Bildung innerhalb eines Mega-Konzerns, stiften auf den ersten Blick jedoch auch etwas Verwirrung.

Neu ist hingegen die um 16 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank, die entweder mehr Kofferraum oder mehr Beinfreiheit für die Fondgäste ermöglicht. Dem Sitzkomfort der Hinterbänkler kommt auch die in drei Stufen verstellbare Rückenlehne zu Gute. Der neue Porsche Cayenne wird auf dem Volkswagen-Konzern-Abend am 1. März 2010 in Genf erstmals gezeigt und geht am 8. Mai 2010 in den Verkauf. (mb)
Porsche Cayenne

 
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