Auto Salon Genf 2014
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Galerie: Vorstellung Rolls-Royce Ghost Series II

Vorstellung: Rolls-Royce Ghost Series II

Zu gut, um besser zu werden

04.03.2014

Series II, das klingt nach einer neuen Auflage, zumindest aber nach einer ordentlichen Überarbeitung. Doch als sich das alles verhüllende Tuch am Genfer Rolls-Royce-Stand hob, und den Ghost Series II frei gab, stand da: ein Ghost. Einer, der sich von der ersten Serie äußerlich kaum unterscheidet.

Muss er auch nicht, schließlich ist der Ghost ja das beliebteste Automobil in der Preiskategorie ab 200.000 Euro, warum also sollte man an dieser „zeitgemäßen Interpretation des einzigartigen Luxus“ rütteln. Die „Kraft der Einfachheit“ spricht doch schließlich für sich. Konkret heißt das, Rolls-Royce will die Kunden, die einen Ghost erster Serie fahren, nicht verprellen und hat sich beim Facelift vor allem auf technische Auffrischung konzentriert.

Erkennbar ist die Series II am besten an den neuen Scheinwerfern, die nicht mehr ganz rechteckig sind, sondern zum Kühlergrill hin etwas schmaler werden; ganz so, wie es auch beim Lancia Thema der Fall ist. Die Überarbeitung an Stoßfängern und Kotflügeln fällt dagegen ebenso wenig auf, wie die weiter entwickelte Seitenlinie, die das Fahrzeug angeblich optisch weiter nach vorne lehnt; de facto steht auch der Ghost II fest wie eine Trutzburg, und lehnt sich höchstens in der Kurve ein wenig zur Seite.

Aktuelle Technik

Galerie: Vorstellung Rolls-Royce Ghost Series IINeigen, oder besser schwenken, können auch die neuen LED-Scheinwerfer: Die Kurvenlichtfunktion ist eine der Elektronik-Neuerungen, die zum sogenannten „mid-life-update“ im Ghost Einzug gehalten haben und ihn damit immerhin auf den aktuellen Stand der Licht-Technik bringen. Ebenfalls auf dem neuesten Stand ist ein Multi-Mediasystem mit 20-GB-Festplatte, Online-Zugang, W-Lan-Hotspot und Sprachsteuerung; alternativ kann der Fahrer auf einem, in den von BMWs iDrive bekannten Dreh-Drück-Steller integrierten, Touchpad seine Eingaben schriftlich oder per Gesten tätigen. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um ein Touchpad, auf dem – anders als auf einem Touchscreen – keine hässlichen Fingerabdrücke zurück bleiben.

Damit es die Passagiere im Fond schöner haben, lassen sich die Sessel ein wenig zueinander neigen, um eine „intimere Atmosphäre“ zu schaffen. Neue Chromeinfassungen für die Sonnenblenden und polierte Metallkränze um die Rundinstrumente sind dagegen ein eindeutiges Zeichen, dass es am Ghost in Sachen Luxus und Wohlfühlen eigentlich nichts mehr zu verbessern gab.

Vorausschauende Automatik

Antriebsseitig gibt es neben jetzt 570 PS (plus zehn Zähler) für den 6,6-Liter-V12 (14 Liter Verbrauch) nun auch das satellitengestütze Achtgang-Automatikgetriebe aus dem Wraith, das den Straßenverlauf kennt und die Schaltvorgänge, zum Beispiel vor Kurven, darauf abstimmt. Wer tatsächlich mehr aufs Kurvenräubern denn aufs Gleiten aus ist, kann seinen mindestens 2,4 Tonnen schweren Ghost mit dem Dynamic-Driving-Paket darauf einstellen: neu gestaltete Fahrwerksstreben, ein neues Lenkgetriebe und modifizierte Dämpfer sollen für mehr Fahrspaß sorgen. Bei allen Ghost II serienmäßig sind neue hydraulische Hinterachslager, die sich positiv auf die Stabilität auswirken sollen.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Perfekte Autos haben, abgesehen davon, dass sie meistens in schwer erreichbaren Preisregionen zu finden sind, vor allem ein Problem: Sie sind kaum mehr zu verbessern. Das wird beim Ghost deutlich, an dem sowohl an der Karosserie als auch im Innenraum nur ganz dezente Retuschen vorgenommen wurden.

Potential wäre vielleicht in Sachen Technik gewesen, die mit der Auffrischung auf den aktuellen Stand gebracht wurde, nicht aber darüber hinaus. Allerdings ist Rolls-Royce hier zum einen auf die Mutter BMW angewiesen, in deren Regal man sich bedient. Und zum anderen ist man in Goodwood überzeugt, dass ein Rolls-Royce-Fahrer gar nicht jeden Technik-Firlefanz in seinem Auto haben möchte.
 
 
Fazit

Michael Gebhardt

 

 

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